15.10.10
Vor 10 Tagen haben wir vom großen Unglück in Ungarn erfahren. Umgehend haben wir eine Soforthilfe in Höhe von 300 Euro an unsere Tierschutzfreunde überwiesen und einen Hilfeaufruf für sie gestartet.
Dank Ihrer Unterstützung können wir nun weitere 1.400 Euro für die Rettung, Unterbringung, ärztliche Versorgung und Pflege der „Schlamm-Hunde“ nach Ungarn überweisen. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass Sie bitte Ihren Namen und die komplette Adresse bei der Überweisung angeben, wenn Sie eine Spendenquittung benötigen. Sollten sie dies versäumt haben, melden Sie sich bitte bei uns.
Ebenso haben wir mittlerweile unzählige Angebote für Sachspenden erhalten. Die Koodination der Abholung und der Transport nach Ungarn wird allerdings noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Erste Hilfsgüter – vorrangig Medikamente und Verbandsmaterial werden in der kommenden Woche nach Ungarn gebracht. Ein weiterer Transport ist für Ende des Monats geplant. Weitere Transporte müssen sicherlich aufgrund der Menge organisiert werden. Wir bitten um Verständnis, dass sich die Bearbeitung ihrer Angebote teilweise etwas verzögern kann.
Wir sind überwältigt von so viel Hilfsbereitschaft!

(zur Spendenübersicht klicken Sie bitte auf "Vielen Dank"!)
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns auch weiterhin mit Geld- und Sachspenden unterstützen. Die geretteten Tiere benötigen sicher noch über einen längeren Zeitraum medizinische Versorgung, zudem steht der Winter vor der Tür, der die Situation für alle vor Ort nicht besser macht. Wir hoffen, unsere Tierfreunde in Ungarn und deren Schützlinge geraten nicht so schnell in Vergessenheit, in den Medien scheint die Katastrophe ja leider schon der Vergangenheit anzugehören.
16.10.10
Leider erreichte uns wieder eine schlechte Nachricht: Szerecsen, der einzige der vom Schlamm verschont geblieben ist, ist über die Regenbrücke gegangen. Gestern in den frühen Morgenstunden ist er - für alle unvorhersehbar - an einem schweren epileptischen Anfall gestorben. :-(
19.10.10
Leider hat sich in unserer Berichterstattung der Fehlerteufel eingeschlichen. Durch das Chaos in den ersten Tagen der Katastrophe sind einige Bilder nicht den richtigen Hunden zugeordnet worden. Nun sollte aber alles der Richtigkeit entsprechen.
Zu neuen Informationen gelangen Sie über einen Klick auf Namen oder Bild des jeweiligen Hundes.
Barnus Mamóca

Spicli

Corgie und Nancy
20.10.10
Sachspenden-Bilanz
ca. 3.000 kg Nass- und Trockenfutter, ein Gartenhaus bis unters Dach voll mit Textilien wie Handtücher, Bettwäsche und Decken, unzählige Kartons mit Medikamenten und Verbandsmaterialien, etliches Hundezubehör wie Halsbänder, Leinen, Körbchen, Näpfe usw.

Spendenfahrt 20. - 24.10.10
Heute Abend fahren unsere Team-Mitglieder Susanne und Sandra nach Ungarn. Das Auto beladen mit so vielen Sachspenden wie möglich. Sie werden am Sonntag wieder in Deutschland sein und dann gibt es neue Informationen aus erster Hand. Wir hoffen, dass sie viele gute Nachrichten mitbringen.
27.10.10
Unsere Fahrt nach Ungarn war wegen dem Unwissen über evtl. Gefahren durch die Umweltkatastrophe begleitet von Unbehagen, dieses war jedoch schnell vor Ort verschwunden. Abgesehen von der Pflege der Schlammhunde scheint das ganze Thema Umweltkatastrophe in Ungarn - zumindest abseits des betroffenen Gebietes - gar nicht mehr präsent zu sein. Wir haben erfahren, dass bereits die ersten Menschen in ihre Häuser im Katastrophengebiet zurück gekehrt sind. Dort herrscht wohl die Meinung vor, dass man eben schon immer neben den Schlammbecken gewohnt hat, warum sollte es nun schlimmer sein.
Der Einsatz unserer Tierschutzfreunde im Katastrophengebiet ist somit auch beendet und sie konzentrieren sich auf die weitere Behandlung der von ihnen aufgenommenen Schlammhunde. Und hier gibt es durchweg nur positives zu berichten.
Die Wunden des am schlimmsten betroffenen Barnus verheilen langsam aber stetig. Der kleine Schatz wuselt - eingepackt in eine dicke Weste - munter auf dem Gelände der Auffangstation herum. Auch Corgie ist - bis auf seine Fäden am operierten Auge - nicht anzumerken, welches Schicksal er hinter sich hat. Spicli´s Pfoten sind verheilt, nur am Hoden hat er noch eine kleine, offene Wunde. Auch er ist ein sehr liebes, munteres Kerlchen.
Das Lola ein Schlammhund ist, erkennt man nur am roten Schimmer ihres Fells, sie fühlt sich scheinbar im Rudel der Auffangstation richtig wohl. Nancy, die es auch sehr schlimm erwischt hatte, haben wir leider nicht gesehen. Sie befindet sich auf einer Pflegestelle, wo man sich ganz intensiv nur um sie kümmern kann. Sie kam mit dem Trubel unter den vielen Hunden nicht gut zurecht.
Ganz besonders viel Freude hatten wir an der kleinen, hochträchtigen Dackeldame Mamóca. Mit ihrer liebevollen und freundlichen Art hat sie
uns direkt für sich eingenommen. Mit ihrem dicken - fast einem platzenden Luftballon ähnlichen - Bauch tapste sie fröhlich von einer streichelnden Hand zur nächsten. Gestern in der Früh hat sie dann endlich ihre Babys bekommen. Es sind 6 muntere Welpen. Leider ist noch nicht ganz klar, ob sie ihre Welpen säugen kann. Sie hat immer noch eine Wunde am Bauch und ob eine Milchproduktion nach den schweren Verletzungen noch möglich ist, war gestern noch unklar.
Es war wirlich sehr schön für uns, mit ansehen zu können, welche Fortschritte die Tiere in doch so kurzer Zeit gemacht haben. Hier müssen wir auch Ihnen wieder ein dickes Dankeschön zuteil werden lassen. Sie alle haben durch ihre Geld- und Sachspenden dazu beigetragen, dass die Schlammhunde bestens versorgt werden konnten.
Hier sehen Sie die Sachspenden, die wir und der Tierschutzverein
ATTIS an diesem Wochende nach Ungarn gebracht haben.

Als Kehrseite der Medaille wäre nur zu erwähnen, dass die kleine Auffangstation durch ihr Engagement auch in Ungarn natürlich an Bekanntheit gewonnen hat. Selbstverständlich hat es auch dort Geld- und Sachspender gegeben, gleichzeit ist aber auch die Zahl der abgegebenen Hunde gestiegen. Ob Unfall-, Fund- oder einfach nur ungewollte Hunde, immer mehr landen in der kleinen Auffangstation, die mittlerweile aus allen Nähten platzt.
Das kleine Team muss dringend neue Zwinger bauen und auch ein neuer Zaun muss her. In Ungarn wurden zwar schon Bauteile für den Zaun gespendet, aber die Montage und das Zubehör dafür muss von den Tierschützern selber aufgebracht werden. Auch hier würden wir gerne unsere Partner unterstützen. Wenn auch Sie von der Leistung des Vackólo-Teams überzeugt sind und nicht nur den Schlammhunden helfen möchten, können Sie mit Geldspenden unter dem Verwendungszweck "Vackolo" der kleinen Auffangstation bei den Bauarbeiten helfen.
30.10.10
Die nächsten Sachspenden sind auf dem Weg nach Ungarn. Gute 1.500 kg Nass- und Trockenfutter sowie einiges an Textilien, Medikamenten und Hundezubehör. Mehr konnten wir aufgrund des Zuladegewichts leider nicht einladen, der nächste Transport ist aber bereits in Planung.


31.10.10
Die Sachspenden haben ihr Ziel erreicht!
(die hier gezeigten Spenden beinhalten
auch Sachspenden anderer Vereine)



07.11.10
Gut einen Monat nach der Umweltkatastrophe läuft langsam wieder alles seinen gewohnten Gang. Die meisten Schlammhunde haben die Katastrophe gut überstanden, zwei - Goldie und Szerecsen - sind leider über die Regenbogenbrücke gegangen.
Für Corgie und Lola gibt es ein Happy End, beide werden bald wieder bei ihrer Familie leben können. Nancy lebt bei einer lieben Pflegemama in Österreich und sucht von dort aus nach einem neuen Zuhause.
Spicli´s Wunden sind auch bald verheilt und er hat schon mehrere Interessenten, die ihm ein schönes Zuhause geben wollen.
Mamóca kümmert sich liebevoll um ihre 6 Welpen, kann diese jedoch nur mit einer Zitze säugen. Das Vackoló-Team muss sie zusätzlich mit der Flasche füttern.
Der kleine Barnus wird wohl noch länger in der Auffangstation bleiben müssen, seine Wunden heilen nur langsam.
Und dann ist da noch Alfonz, ein Deutscher Schäferhund. Alfonz, auch Opfer der Schlammkatastrophe, ist aber nicht direkt mit dem Schlamm in Berührung gekommen und hat keine Verletzungen davon getragen. Allerdings fehlt von seinem Besitzer noch jede Spur.
So schlimm die Katastrophe auch gewesen ist, sie hat uns allen aber auch gezeigt, wie viel man erreichen kann. Zum einen ist da das kleine Vackoló-Team, das sich mit nur 6 aktiven Mitgliedern - neben ihren eigentlichen Jobs - hingebungsvoll um die verletzten Tiere gekümmert hat. Angefangen von der Rettung aus dem roten Schlamm bis hin zur Versorgung der vielen Wunden und schließlich auch der Aufzucht von Mamócas Welpen.
Auch auf unser kleines Phoenix-Team sind wir sehr stolz. Keiner von uns hätte bei der Gründung Anfang Juli diesen Jahres damit gerechnet, dass wir mal vor eine solche Aufgabe gestellt werden. Noch weniger hatten wir damit gerechnet, dass wir durch unseren Hilferuf eine so riesige Resonanz erhalten würden. "Wer wird uns schon helfen? Uns kennt doch keiner! Da wird doch keiner Geld spenden!"
Aber es kam anders. Schon kurz nach dem Hilferuf kam eine Mail nach der anderen, ein Anruf nach dem anderen. So viele wollten helfen, kleine Vereine, große Vereine, Privatpersonen, Geschäftsleute, Ärzte. Um diese Flut an Hilfangeboten bearbeiten zu können und um Sie alle über unsere Homepage auf dem Laufenden zu halten, verbrachten wir Stunden vor dem PC, teilweise bis tief in die Nacht. Ebenso kamen etliche Stunden an Telefongesprächen zusammen. Viele wollten (verständlicherweise) alles genau über uns wissen, über die Auffangstation, ob Geld- und Sachspenden auch überhaupt in Ungarn ankommen würden und und und.
Eine besondere Herausforderung war auch das Einsammeln von Spenden. Da wir über keinen eigenen Transporter verfügen musste ganz oft hin und her organisiert werden. Wann können wir einen Transporter bekommen, wann hat einer Zeit zum Fahren, haben die Spender dann auch Zeit usw. Es war gar nicht einfach alles unter einen Hut zu bekommen. Und wir hoffen sehr, dass wir keinen vergessen haben. Sollte doch ein Hilfsangebot bei uns untergegangen sein, bitte seien Sie nicht böse, wir haben uns wirklich die größte Mühe gegeben.
Alles in allem konnten wir mit Ihrer Hilfe Geldspenden in Höhe von 2.325,00 Euro an die kleine Auffangstation in Ungarn überweisen. Hiervon konnte ein Teil der Tierarztrechnungen sowie medizinisches Zubehör für die Schlammhunde bezahlt werden.
An Sachspenden kamen über 3.000 kg Nass- und Trockenfutter, kistenweise medizinisches Zubehör wie z.B. Verbandsmaterial und Salben, unzählbare Textilien in Form von Decken, Handtüchern und Bettwäsche sowie große Mengen an Hundezubehör zusammen. Ein Teil davon wurde bereits nach Ungarn transportiert, weitere Transporte sind noch nötig. Aber wir versichern Ihnen, dass wirklich alles bei unseren Partnern in Ungarn ankommen wird!
Wir haben eine separate Danke-Seite nur für die Katastrophen-Spenden eingerichtet, diese finden Sie hier. Sollten wir jemanden vergessen haben, sprechen Sie uns bitte an. Sprechen Sie uns bitte auch an, wenn etwas falsch oder unvollständig aufgeführt worden ist, auch wenn Sie mit der Nennung ihres Namens nicht einverstanden sind oder lieber mit vollem Namen genannt werden möchten. Oft waren wir uns einfach nicht sicher, in wie weit wir aus datenschutzrechtlichen Gründen Namen und Orte veröffentlichen dürfen.
Letztendlich bleibt uns nur zu sagen:
Vielen Dank für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung!
15.11.10
Lola und Corgie sind wieder bei ihrer Familie! Wir wünschen den beiden alles Gute!
Dezember 2010
Die Schlammhunde Alfonz, Mamóca und Spiccli sind soweit genesen, dass sie in die Vermittlung aufgenommen werden konnten. Wir hoffen, dass wir bald ein schönes Zuhause für die drei finden. Barnus ist Zsuzsa so sehr ans Herz gewachsen, dass er bei ihr bleiben kann, auch ihm alles Gute für die Zukunft.
Bei unserem Spendentransport vom 07. - 09.12.2010 konnten wir einen Großteil der Futterspenden sowie Unmengen an Decken usw. nach Ungarn bringen. Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier.
Die letzten Futterspenden (500 kg Hunde- und 80 kg Katzenfutter) und Medikamente sowie eine große Menge an Decken wurden am 27.12.2010 von einer anderen Tierschutzorganisation mit nach Ungarn genommen. Aufgrund der derzeitigen Witterung war dies eine sehr willkommene Lieferung. Die jetzt noch in Deutschland lagernden Sachspenden beschränken sich nun auf Textilien und Hundezubehör. Wir hoffen, auch diese bald nach Ungarn bringen zu können.
Selbstverständlich werden wir sie auf den jeweiligen Schlammhundeseiten über Neuigkeiten informieren. Zu den einzelnen Hunden gelangen Sie per Klick auf das jeweilige Bild.

Infos über weitere Spendentransporte finden Sie hier und auf der Danke-Seite.