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Claudia's Fusshupen |
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Das sind die Vermittlungsfotos aus 2003. Die Augen hatten es mir sofort angetan.... Ich wollte das Abenteuer Zweithund angehen und von dem Moment an war bei uns: T E R R I E R A L A R M! Ich muss damals kurzzeitig einen selektiven Blackout gehabt haben. Ich wollte ja alles, aber NIEMALS NIE NICHT wollte ich einen Terrier. NEVER! Und was kriegte ich? Einen Terrier durch und durch! Nie werde ich den Kommentar meiner Hundetrainerin vergessen, nachdem sie sich den Hund angeschaut hatte. Sie sagte mir, sie hätte eine gute und eine schlechte Nachricht für mich. Ich wollte zuerst die gute Nachricht: "Du hast da einen intelligenten Hund". Dann die schlechte: "Du hast da einen intelligenten Hund". Und wie Recht sie damit hatte! ;o) Er kommt ursprünglich auch aus Spanien/Nähe Barcelona und stammt zufällig von derselben TSO wie Xica. Er muss damals wohl anderthalb bis höchstens zwei Jahre alt gewesen sein, obwohl auf zwei bis drei geschätzt und war kurz zuvor kastriert worden. Und er war völlig durch den Wind! Er war unter-und mangelernährt, sein ganzer Körper war voller Schrunden, das Fell war schütter, blass und stumpf, das Gebiss war in einem furchtbaren Zustand. Er liess sich anfangs nur von mir anfassen, war geradezu hyperaktiv, hatte zerstörerische Tendenzen, so dass er in den ersten Tagen das komplette vorhandene Spielzeug gehimmelt hatte, hatte auch noch vor allem und jedem Angst und nach Terrierart ging er dann nach vorne, getreu dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung". So manch einer hat keinen Pfifferling für ihn gegeben und ich wurde im Wald bemitleidet, was ich mir mit "dem da" angetan hätte. Er war eine echte Herausforderung! Von einer ganz lieben kleinen Hündin musste ich umschalten auf "Terriermodus". Aber mit Hilfe meiner Hundetrainerin haben wir ihn in langer mühseliger Arbeit Stück für Stück wieder hingekriegt. Wir haben uns nach und nach durch seine lange Reihe von Problemen gearbeitet und mussten ihm dabei auch immer einen Schritt voraus sein. Bei ihm heisst das Zauberwort Vertrauen. Und sein Vertrauen in mich musste ich mir ziemlich hart erarbeiten. Das arme Kerlchen musste derweil tonnenweise liebevoll zurechtgeschnitzter Käsewürfelchen essen oder Wurststückchen futtern oder was ich mir sonst noch an besonders tollen Motivationsbeschleunigern ausgedacht habe. Mir sind oft genug im Wald oder der Hundeschule die fremden Hunde nachgelaufen, weil ich so unwiderstehlich riechende Sachen in der Tasche hatte. Es gab auch etliche Rückschläge, die wir in erster Linie relativ rücksichtslosen Zeitgenossen zu verdanken hatten und es hat insgesamt lange gedauert, aber wir haben durchgehalten, haben immer weiter trainiert und das hat sich mehr als gelohnt! Und je weiter wir gekommen sind, desto mehr Spass machte natürlich die Arbeit mit ihm auch! Und heute führen wir eine lange Liste von Bewerbern, die dem Krümmelschen jederzeit Asyl bieten würden! :o) Natürlich wurde er damals auch sofort auf getreidefreie Rohfütterung umgestellt. Und er erholte sich körperlich in Rekordtempo udn sehr zur Überraschung des damals behandelnden Tierarztes. Ihn getreidefrei zu ernähren, das war eine weise Entscheidung, denn zufällig stellte sich später heraus, dass er Getreide nicht verträgt und davon "hochpuscht". Ein Problem blieb anfangs seine Stressanfälligkeit, die bis hin zu Stressdurchfällen führte. Teilweise war er unter Stress nicht mehr ansprechbar und ich musste anfangs so manchen Spaziergang abbrechen. Auffallend war, je grösser eine Hundegruppe war, in der er sich bewegte, desto unauffälliger war er. Somit wussten wir zumindest, dass er nicht asozial ist, dass er durchaus hündisch sprach. Zuhause lebte er sich recht gut ein und da blitzte sein tatsächliches Wesen und der unvergleichliche Terriercharme schon früh durch. In der Hundeschule arbeitete er recht schnell gut mit. Im Gelände blieb es lange Zeit schwierig. Er war ein Pöbler vor dem Herrn! Später wurde er dann auch noch klassisch homöopathisch unterstützt, was sich auch in seinem Fall als ausgesprochen hilfreich erwies. Später bestätigte sich auch der Verdacht, dass er eine Schilddrüsenüberfunktion hat, die im übrigen bei Hunden sehr wohl und garnicht so selten vorkommt, wie gerne behauptet wird. Ausserdem waren auch bei ihm physiotherapeutische Maßnahmen sehr wertvoll. Er ist hinten leicht überbaut und das führt immer mal wieder zu Verspannungen und er hatte anfangs ein insgesamt schlechtes Körpergefühl. Mittlerweile weiss ich auch, dass bei beiden Kniegelenken eine anatomische Anomalie vorliegt, aufgrund der das Knie nicht ganz so stabil ist. Die Leinenführigkeit war trotz Training ein Problem bei ihm und es war phänomenal, wie er nach seiner ersten Physiobehandlung am nächsten Tag völlig entspannt an der Leine ging. Das war der Einstieg, um seine Leinenführigkeit verbessern zu können. Aber sein Leinenverhalten ist bis heute Thema, weil er da einfach zu viele schlechte Erfahrungen hat machen müssen. Mit "seiner" Xica war er von der ersten Minute an ein Herz und eine Seele! Wir mussten ihn damals in HH am Flughafen abholen. Er krabbelte aus der Kiste, die Hunde beschnüffelten sich, wedelten sich an und ich wusste, bei den beiden passt's! Und der Kleene ging völlig selbstverständlich mit uns, so, als hätte er nie etwas anderes getan. Die lange Rückfahrt verlief völlig ruhig, allerdings unter erschwerten Bedingungen, was die Qualität der Luft im Auto anging. Nie werde ich diesen Gestank vergessen! Entgegen aller Ratschläge musste ich den kleinen Mann einfach unter die Dusche stellen. Und was soll ich sagen: er stand völlig ruhig da und ließ sich mit warmem Wasser berieseln. Das hat er so genossen, dass ich minutenlang das Wasser einfach nicht abstellen konnte. Ihm sind dabei fast die Augen zugefallen und er entspannte sich richtig. Er mag es, wenn man ihm etwas zu tun gibt. Langeweile bringt ihn eher nur auf dumme Gedanken. ;o) Er ist ein ganz schön agiles Kerlchen und kann trotz seiner kurzen Beinchen verflixt schnell flitzen. Er arbeitet gerne mit, egal, ob es um UO oder Beschäftigung geht. Ähnlich wie Xica legt er sehr viel Wert auf gute Manieren und auch auf Einhaltung der Rangordnung. Auch er mag keine respektlosen und aufdringlichen Hunde. Und auch er kann es so garnicht ab, überrannt zu werden. Aber eines hasst er wie die Pest: Besteigungsversuche! Geht ja garnicht, sowas! Heute ist er einfach ein toller kleiner Hund! Mein weltbester kleiner Terrier eben! Kostenlose Homepage von rePage.de - w - Flirten und Bilder bewerten - Lovemission.de |