Claudia's Fusshupen

 

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KNIGGE FÜR HUNDEHALTER

oder

ES KÖNNTE DOCH ALLES SO EINFACH SEIN..........

Mit etwas gegenseitiger Rücksichtnahme, mit Kommunikation, mit etwas Good Will könnten wir, vor allem aber unsere Hunde, alle ganz prima zusammenleben und uns schöne Tage machen! Ich finde, das ist etwas, über das man sich durchaus mal ein paar Gedanken machen könnte........

Ich kenne sie alle, die berühmten Sätze wie "Der tut nix!" oder auch "Die will doch nur spielen!". Da gehen fremde Hunde, die nicht kontrollierbar/rückrufbar sind, auf meine -oft auch angeleinten- Hunde los, pröllen herum, überrennen sie, springen auf ihnen herum oder versuchen sogar, sie zu besteigen. Diese Sätze werden nach meiner Erfahrung also gerne und bevorzugt benutzt von Menschen, die nicht Willens und/oder nicht in der Lage sind, ihre Hunde unter Kontrolle zu haben oder zu bringen, deren Hunde also schlicht und ergreifend unerzogen/ungehorsam sind. Ich kenne auch zur Genüge, dass gefragt wird "Rüde oder Hündin?". Und ehe ich die Chance zu einer Antwort habe, ist der nur bedingt verträgliche Hund dann u.U. aber schon bei meinen Hundepärchen. Natürlich habe ich auch schon zu hören bekommen, wenn mein erwachsener Rüde oder meine gestandene Hündin einem jungen Hund sauber und klar sagen, was sie davon halten, von diesem überrannt oder besprungen zu werden: "Nehmen Sie Ihren aggressiven Hund weg!" oder "Nehmen Sie Ihren asozialen Hund weg" gerne auch gepaart mit dem Hinweis: "Mein Hund hat doch noch Welpenschutz!". Zuletzt betraf das einen Hund, der bereits fast ein Jahr alt war....

So wie ich wird wohl jeder Hundehalter mehr oder weniger Geschichten von unerfreulichen oder unangenehmen oder richtig üblen Ereignissen zu erzählen haben, vielleicht im Extremfall sogar solche mit Verletzungs-oder gar Todesfolge. Solche extremeren Vorfälle sind ja so selten auch nicht.

Ich habe kleine Hunde und ich habe keine gesunden Hunde, die zudem vom TS stammen und somit auch ihre Vorgeschichte haben. Seit Jahren arbeite ich an ihrer Erziehung, an ihrem Verhalten und an meinem Management. Und ich bemühe mich permanent darum, dass beides mindestens auf dem Stand gehalten, aber möglichst auch noch immer weiter verbessert wird. Vor allem bemühe ich mich auch um Rücksichtnahme und versuche so, als Hundehalter mit meinen Hunden ein vernünftiges udn möglichst positives Bild in der Öffentlichkeit abzugeben, was sicherlich sehr nötig ist.

Für meine Hunde bedeutet jede unerfreuliche Situationen ein potentielles Risiko/Gesundheitsrisiko, um von Rückschlägen im Verhaltensbereich mal garnicht zu reden. Da ist zum einen meine stressempfindliche Epileptikerin mit ihrem kaputten Beinchen und zum anderen der kleine Rüde mit "langem Rücken" und seinen Knieproblemen, der zudem recht verhaltensauffällig zu mir kam. Wird z.b. meine Epileptikerin verletzt, dann kann ich sie eben nicht zum nächsten Tierarzt bringen und mal eben zusammenflicken lassen. Jede Narkose, jedes Medikament ist für meine Epileptikerin mit einem sehr hohen Risiko verbunden! Ich kann dann nur wenig tun, ausser möglichst ausweichen und wenn das nicht möglich ist, meine Hunde so gut wie möglich abschirmen, schützen, mich vor sie stellen, andere Hunde abblocken, verscheuchen. Meine Hunde müssten ja sonst das ausbaden, was andere durch Gedankenlosigkeit und/oder Rücksichtslosigkeit anrichten ......

Und so wird es auch vielen anderen Hundebesitzern mit ihren Hunden gehen. Hunde können krank sein. Oder sie können einfach nur schon älter sein udn ihre Zipperlein haben. Sie könnten frisch operiert sein. Oder sie wurden gerade erst aus dem TH oder vom TS übernommen. Sie könnten nicht so verträglich sein. Sie könnten ein Angstproblem haben. Oder was auch immer. Da ist allerhand denkbar, was im Sinne der eigenen oder auch der fremden Hunde zur Rücksichtnahme anhalten sollte.

Ich möchte auch ausdrücklich betonen, dass es hier keinesfalls um kleine contra grosse Hunde geht. So wie ich bzw. meine Hunde schon oft Probleme mit grösseren Hunden hatten, so kenne ich wirklich eine ganze Reihe grösserer Hunde, die ernsthaft von kleineren Hunden angegangen und, teilweise auch durchaus ernsthaft, verletzt wurden. Von solchen Hunden kann man dann natürlich auch nicht mehr erwarten, dass sie nach solchen Erlebnissen gegenüber Kleinhunden noch besonders tolerant sind. Und schon haben wir den schönsten Kreislauf......zum Nachteil aller!

Meine Hunde haben auf den Wegen zu gehen und sich in meinem Einwirkungsbereich zu befinden. Sie haben sich nicht zu verselbstständigen. Jagen ist ein absolutes NO GO! An Strassen, in Strassennähe udn auf P sind sie angeleint. Egal, wer oder was uns begegnet, meine Hunde rufe ich immer erstmal zu mir bzw. auch mal hinter mich. Sie haben weder Radfahrer, noch Jogger, Spaziergänger, Reiter, andere Hunde oder sonstwas zu belästigen. Ich gehe nach Möglichkeit beiseite und lasse sie auch meist absitzen. Begegnet uns jemand, der offensichtlich Angst hat, weiche ich möglichst aus oder leine die Hunde an und lasse denjenigen vorbei. Bei angeleinten Hunden werden sie ebenfalls angeleint. Kontaktaufnahmen mit anderen Hunden angeleint/angeleint oder angeleint/unangeleint gibt es keine, da das viel zu viel Konfliktpotential birgt. Hundekot entsorge ich, ausser wir sind in Wald und Feld unterwegs, weil ich da dann doch nicht überall hinterherkriechen will. Felder, auf denen schliesslich unsere Nahrungsmittel wachsen, und Wiesen zur Heugewinnung werden nicht bekackt. Es wird nicht alles und jedes angepinkelt. Räder, Mülltonnen, Autos, Stromkästen etc., aber eben auch bebaute Felder usw. sind tabu und in andererleuts Vorgärten/Gärten oder auf andererleuts Gelände haben sie sowieso nichts zu suchen. Haben meine und/oder andere Hunde Probs untereinander, halte ich Distanz. usw. etc. pp

Nein, wir sind nicht perfekt. Wir machen Fehler. Sie sind nicht die besseren Hunde. Und ich bin nicht der bessere Hundehalter. Aber ich versuche, mir sinnvolle Gedanken zu machen, Rücksicht zu nehmen, mich mit meinen Hunden möglichst verantwortungsbewusst zu verhalten.

Denn natürlich gibt es da auch noch die andere Seite! Ich finde es sehr angenehm, wenn sich Jogger erfreut bedanken, dass ich ihnen meine Hunde "aus den Füssen" geräumt habe, wenn Spaziergänger bemerken, meine Hunde seien aber gut erzogen, wenn Reiter grüssen und dabei ganz dankbar schauen, wenn Hundehalter ablassen, was das ein süsses Pärchen sei.......das geht schon runter wie Öl!! Und vor allem motiviert es, so weiterzumachen!! Und da kann man sich manchmal halt auch ein ganz kleines bisken auf die eigene Schulter klopfen......so als Ausgleich für all die Mühe, die man sich mit seinen Hunden gibt: für all die Leckerlies, die man schnitzt, für den ganzen Dreck, den man sich nach jedem Schleppleinentraining von den Händen schrubben muss, für all die Klamotten, die man nach den Spaziergängen nur noch in die Waschmaschine stopft, für all die nervtötenden Trainingstage, an denen garnichts geklappt hat, für all die Kommandos, die man mit unendlicher Geduld aufbauen muss, für all die Arbeit, die man sich bei jedem Wetter, auch bei dem mistigsten, mit den Hunden macht und für all die Zeit, in der man immer wieder üben, üben, üben muss! :o)



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