Claudia's Fusshupen

 

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Wenn es um die Gesundheit meiner Viecher geht, halte ich es mit diesem englischen Sprichwort: 

 YOU CANNOT POISON YOUR DOG TO HEALTH!

 

EPILEPSIE

Kein einfaches Thema für die Betroffenen. Diese Erkrankung hat viele Gesichter und die Ursachen können vielfältig sein. Sie ist auch belastend und verläuft manchmal dramatisch, aber trotz allem ist die Epilepsie keinesfalls automatisch ein Todesurteil.
Es gibt oft nicht die erhoffte Hilfe und Unterstützung bei den Tierärzten, weil das Thema eben sehr speziell ist. Man kann aber auch nicht erwarten, dass sich jeder Tierarzt mit jedem Spezialgebiet wirklich gut auskennt. Allerdings gibt es auch nicht sehr viele Spezialisten auf dem Gebiet, aber es gibt sie.
Als betroffener Tierhalter kommt man nicht umhin, sich selber zu informieren, sich selber schlau zu machen, sich mit anderen betroffenen Tierhaltern auszutauschen.
Bei der Epilepsie in ihren vielfältigen Erscheinungsformen gibt es keinen allgemeingültigen Weg. Für jeden betroffenen Hund muss man einen individuellen Weg finden. Und nur Informationen und Wissen helfen dabei!
Man wird meist nicht sehr ernst genommen, wenn man alternative Wege geht. Bestenfalls heisst es dann, naja, wenn es hilft, dann bleiben sie halt dabei......

Es ist aber mit ganz unspektakulären Massnahmen möglich, die betroffenen Hunde zu unterstützen und sogar deutliche Verbesserungen zu erzielen.

Grundsätzlich sollte man einen Epileptiker mit frischer Nahrung versorgen. Industriell hergestellte Futtermittel sind schlicht keine artgerechte Nahrung für den Hund. Sie beeinhalten eine unübersichtliche Anzahl an Bestandteilen und Inhaltsstoffen. Die Zusammensetzungen sind überwiegend nicht fleischfressergerecht. Und sie sind "totverarbeitet".  Verschiedene Konservierungsmittel stehen auch unter dem Verdacht, anfallsauslösend zu sein.
Aber nur eine gute Ernährung, die der Hund tatsächlich optimal verwerten kann udn deren Zusammenstellung man selber in der Hand hat und optimal auf den einzelnen Hund abstimmen kann, ist eine gute Basis. Verzichten sollte man dabei auf Getreide, Hefen, Gemüse und Kräuter mit einem hohen Anteil an ätherischen Ölen wie z.B. Fenchel.

Ein Epileptiker ist kein gesunder Hund und sollte daher nicht mehr geimpft werden, so wie es auch in den Beipackzetteln zu Impfstoffen klar formuliert ist. 
Auf Ungezieferprophylaxe sollte man verzichten. Man darf nicht vergessen, dass es sich dabei um Nervengifte handelt, die für einen gesunden Hund schon belastend sind, aber für einen Epileptiker kann die Belastung damit ausgesprochen fatal sein. Mittlerweile finden sich in den Beipackzetteln beschönigende Begriffe wie "neurologische Symptome". Leider werden unerwünschte Wirkungen scheinbar nicht konsequent weitergemeldet, so dass die Hersteller immer weiter von "seltenen Fällen" sprechen können bzw. von "guter Verträglichkeit".
Auf chemische Entwurmungen sollte man verzichten. Im Zweifelsfall kann man Kotproben untersuchen lassen und bei tatsächlichem Befall mit alternativen Mitteln entwurmen wie z.B. Propolis.

Ein ganz wesentlicher Punkt ist Stress. Er kann Anfälle begünstigen oder auslösen.

Angebracht ist auch das Führen eines Anfallstagebuches. Das kann eine sehr wertvolle Hilfe sein, Zusammenhänge zu entdecken, Auslöser aufzuspüren!

Die Homöopathie muss hier als Behandlungsmethode genannt werden. Allerdings sollte man sich da an einen erfahrenen, klassisch arbeitenden Homöopathen wenden. Von Alleingängen und Selbstversuchen sollte man unbedingt Abstand nehmen, denn das kann ziemlich nach hinten losgehen. Die Homöopathie bietet erstaunliche Möglichkeiten und der gerne zitierte Satz "es kann ja nicht schaden" ist schlicht falsch!

Epi-Hunde sind sehr empfindlich.
Und ein Epileptiker bleibt ein Epileptiker, egal, wie lange er bereits anfallsfrei ist und es darf einen nicht dazu verleiten, ihn als gesunden Hund zu sehen!

Leishmaniose

Sie ist eine der sogenannten Reisekrankheiten oder Mittelmeerkrankheiten. Leider eine Erkrankung, über die sehr viel Unwissenheit herrscht. Und auch diese Erkrankung kann für Betroffene sehr belastend sein! Sicherlich muss man diese Krankheit sehr ernst nehmen, aber ein Grund zur Hysterie ist sie keinesfalls. Sie ist auch nicht automatisch ein Todesurteil für den betroffenen Hund. Die Höhe des Titers lässt auch keinen Rückschluss auf den Krankheitsverlauf zu. Es gibt Tiere, bei denen die Krankheit trotz niedrigem Titer dramatisch verläuft und es gibt solche, wo die Erkrankung trotz hohem Titer nicht akut verläuft, es nie zu einem Schub kommt.
Übertragen werden Leishmanien von der Sandmücke. Der direkte Übertragungsweg wäre zwar theoretisch denkbar, ist aber bisher noch nie belegt worden. Es gibt keinen bekannten Fall einer Direktübertragung bei Blut-Blut-Kontakt.
Die Leishmaniose ist eine recht tückische Krankheit. Es gibt keine spezifischen Symptome.
Leider muss man auch hier feststellen, dass man bei TÄ oftmals nicht die erhoffte Hilfe findet.
Ich habe schon erlebt, dass TÄ von "Seuche" gesprochen haben und ein Tier nur aufgrund eines Titers sofort einschläfern wollten.
Bei dieser Erkrankung spielt das Immunsystem eine sehr wichtige Rolle. Es muss gut sein, damit die Leishmaniose in Schach gehalten werden kann.
Wichtig ist daher, dass betroffene Tiere z.B. nicht mit Cortison behandelt werden, da dieses das Immunsystem quasi lahmlegt.
Andererseits wird auch abgeraten von Mitteln zur Stärkung des Immunsystems (z.B Echinacea etc.), da das Immunsysten im Erkrankungsfall sowieso schon auf Hochtouren arbeitet und überschiessende Reaktionen die Folge sein könnten.

Bei Vermittlungen von Hunden, die aus dem Ausland, vor allem aber aus dem Süden stammen, sollten die RK/MMK unbedingt ein Thema sein. Aber auch das Reisen mit unseren Hunden birgt eben diese Risiken und das sollte man sich gut überlegen! Vermehrte Aufklärung zu dem Thema ist da doch noch sehr wichtig!

Die im Ausland oft verwendeten Schnelltests bieten übrigens eine recht hohe Fehlerquote! Und auch wenn ein Hund negativ getestet wurde, kann ihn noch am Abreisetag eine Sandmücke stechen......

Und ich persönlich bin mittlerweile leicht allergisch auf die berühmte verniedlichende Aussage "Er hat Leishmaniose, aber das ist nicht schlimm. Er bekommt dagegen täglich eine Tablette udn die kostet auch nicht viel!". Und alles ist gut? Nein, ist es eben nicht!

IMPFUNGEN

Die Beipackzettel von Impfstoffen geben den Hinweis, dass nur gesunde Hunde geimpft werden sollen. Bei akuten Erkrankungen sollte nicht geimpft werden. Aber auch und gerade bei chronischen Erkrankungen sollte von Impfungen Abstand genommen werden. Impfungen belasten bzw. beschäftigen das Immunsystem. So kann bei einer chronischen Erkrankung, die eigentlich im Griff ist, sehr schnell auch wieder ein akuter Schub ausgelöst werden......

 

Ausdrücklich möchte ich darauf hinweisen, dass ich hier nur meine Sicht der Dinge, meine Erfahrungen schildere!


 

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