Claudia's Fusshupen

 

Home  | Claudia  | Xica  | Krümel  | s'Bubele  | Erziehung  | Hobbies  | Knigge?  | Gesundheit  | Ernährung  | Pflege  | Anschaffung  | Bilder  | Links  | Gästebuch  | Kontakt&Impressum  | Rechtliches  | Flohmarkt  |

Anzeige

                                             Das Bubele.........ein Fall für sich!          

                                         

Übernommen hatte ich ihn Mitte 2006 als Notfall. Er war da 2 bis 3 Jahre alt. Er war unkastriert, hatte eine Schulterhöhe von ca. 30cm, ist also ein kleines Leichtgewicht. Bei der Vorbesitzerin hatte er zuvor einen Autounfall und erlitt einen 8-fachen Beckenbruch und eventuell könnten seine Patella-Probleme auch daher rühren. Seine Besitzerin verstarb und für den relativ frisch operierten Hund wurde ein neues Zuhause gesucht. Es schien so, dass es mit ihm als Dritthund mit meinen beiden ersten Hunden passen könnte, also kam er zu uns, denn das Bekanntmachen der Hunde verlief sehr positiv.

Schnell wurde dann aber klar, dass Bubi gewisse Defizite hat und wohl auch Gewalt kennengelernt haben muss. Anfangs hatte es sich aber erstmal alles recht positiv entwickelt. Ich ging davon aus, dass er auch dauerhaft bleiben kann, dass er halt nur Zeit braucht und wenn man an den Problemen arbeiten würde, dass sich das alles im Laufe der Zeit in den Griff bekommen liesse. Er kannte praktisch nichts, als er hierher kam. Keinen Wald, keine Wiese, keinen Bach, kein nichts. Ein richtiges Hundeleben scheint er erst hier kennengelernt zu haben. Er wurde mit Erfolg wieder aufgepäppelt und fit gemacht. Sein gesundheitlicher Zustand war dann soweit stabil. Der Beckenbruch war recht gut ausgeheilt. Seine Patellaprobleme machten ihm keine Schwierigkeiten, wohl weil er den Vorteil hat, klein und leicht zu sein. Eine OP stand da nicht an, aber über die Jahre muss man sowas natürlich im Auge behalten.
Er taute immer mehr auf und fasste wieder Vertrauen. Seine Erziehung war nicht wirklich schwierig, obwohl er tatsächlich einigea an Unarten hatte und scheinbar keine Grenzen kannte. Das war -gemessen an dem Terriertier- ja fast easy going.
Er hatte sich überhaupt schnell angeschlossen und sich auch von den anderen beiden Hunden eine Menge abgeschaut und sich gerade anfangs sehr an ihnen orientiert. Für ihn war ein konsequenter Umgang wichtig, er brauchte gewisse Regeln, weil ihm das Sicherheit gab. Ausserdem musste man auf ausreichende Ruhezeiten achten bei ihm. Als kleiner Rüde testete er durchaus zwischendurch auch mal mehr oder weniger halbherzig an, was geht. Er war aber bei etwas Konsequenz wirklich sehr gut zu handeln. Er war recht agil und entwickelte sich zu einem richtigen kleinen Feger!
Bubi wurde dann auch immer verschmuster. Anfangs war er sehr zurückhaltend, aber dann schmiss er sich ganz schön ran. Vom Wesen her war er immer recht gutartig und er erduldete sehr viel. Selbst beim Tierarzt musste schon eine Menge passieren, ehe er mal das Mäulchen verzog oder gar mal knurrt. Er war ein kleiner Clown und sobald der morgens die Augen aufmachte, war er auch gleich gut gelaunt. Und den Charmeur konnte er geben! Die meisten Leute wickelte er ratzfatz ein. Clever ist er auch. Wenn man ihm die Möglichkeit gab, setzte er auch mal das Dickköpfchen auf. Und er peilte sofort, wann er wen oder was im Griff hat. ;o)
Aus Spielzeug machte er sich nicht viel. Wenn die Jungs es aber schafften, mir mal eine Socke zu klauen, dann zergeln sie ganz gerne damit. Sie tobten hier auch ohne Ende miteinander herum. Er mochte fährten. Eigentlich dachte ich erst, dass ihn das eher nicht interessieren würde, aber seine erste Fährte ist er ganz prima gelaufen. Er hatte sofort begriffen, um was es geht. Und auch da hat er eine besondere Note, da erwies er sich quasi als "multitaskingfähig" : vorne mit der Nase auf der Fährte und Leckerlies kauen und hinten mal eben das Bein heben zum markieren! Leckerliesuchspiele mochte er und Waldagility hatte er sehr gerne.

Leider stellte sich dann aber im Laufe der Zeit heraus, dass seine Defizite deutlich grösser waren als erwartet und das führte auch zu Problemen. Es war dann davon auszugehen, dass er unzureichend oder garnicht mit Menschen sozialisiert ist, nicht mit Hunden und auch nicht mit der Umwelt und vermutlich war er auch sehr früh von der Mutter weggenommen worden. Folge davon war dann, dass er sehr schnell überfordert war, sehr schnell unter Stress stand, dann auch blockierte und praktisch kaum generalisieren konnte. Er war ein sehr unsicherer Hund. Und die beiden anderen kleinen Hunde konnten ihm nicht die Sicherheit geben, die er braucht.

Sowohl er, als auch die beiden anderen Hunde waren dann mit der Situation zunehmend überfordert. Sie schaukelten sich gegenseitig hoch und die Situation kippte immer wieder. Die Hunde waren zuletzt praktisch nicht mehr belastbar. Bubele mischte mir die beiden anderen Hunde ziemlich auf und gerade für meine Epileptikerin ging das nicht, weil sie einfach zu stressempfindlich ist, aber auch der kleine Terrier packte das auf Dauer nicht und wurde wieder verhaltensauffällig. Die Situation wurde für alle drei Hunde immer unerfreulicher. Sie standen unter Dauerstress. Xicas Epilepsie war nicht mehr im Griff. Bubi hatte sich immer weniger unter Kontrolle, legte sich dann auch ernsthaft mit den anderen beiden an.

Es war dann eine sehr schwierige Entscheidung, mit der ich mich extrem schwer tat und für die ich auch längere Zeit brauchte, aber letztendlich musste ich mich zu einer Abgabe entschliessen, weil ich einsehen musste, dass Bubele bei uns nicht mehr am richtigen Platz war.

Also war die Überlegung, welche Rahmenbedingungen bei einer Fremdabgabe für diesen Hund mit grösster Wahrscheinlichkeit die beste Lebensqualität bieten würden. Es war dann davon auszugehen, dass Bubis Eignung für eine Mehrhundehaltung aufgrund seiner Vorgeschichte mehr als eingeschränkt war und dass er an einem ruhigen Platz, bei ruhigem Umgang sicherlich deutlich besser aufgehoben sein würde und wahrscheinlich auch in der Lage, sich noch weiter positiv zu entwickeln.

Während der Suche nach einem solchen Platz spitzte sich die Situation immer weiter zu. Es gab aber bereits nette Menschen, die mir für Bubi einen Pflegeplatz anboten.
Nach Überlegungen und Diskussionen nahm ich dann eines dieser Hilfsangebote an, weil ich hier wirklich am Ende der Fahnenstange angelangt war. Dort waren ganz bestimmte Bedingungen gegeben, von denen wir uns versprachen, dass es für Bubi passen könnte. Es war auch eine Pflegestelle mit Bleibe-Option. Bubele lebt nun dort,  hat den Umzug und die erste Zeit wirklich gut überstanden! Das ist für den Anfang alles sehr gut gelaufen und er hat sich gut eingefügt. Entgegen den Vorstellungen bei Fremdvermittlung, lebt er nun bei ruhigen grossen Hunden und Menschen mit viel Hundeerfahrung, die ihm offensichtlich soviel Sicherheit vermitteln können, dass er dort tatsächlich mit nichts ein Problem hat. Und nun ist die weitere Entwicklung abzuwarten, ob es wirklich für alle Beteiligten auch dauerhaft passen wird, aber da es sich so gut angelassen hat, ist der kleine Mann dort nun ganz zuhause!

Manchmal ist es wohl so, dass man nur ein Stück des Weges Begleitung geben kann. In seiner Zeit bei uns wurde der kleine Mann wieder aufgebaut und fit gemacht. Er hat sehr viel kennengelernt, viel dazugelernt, Erziehung bekommen udn wir konnten ihm hoffentlich ein richtig gutes Rüstzeug für sein weiteres Hundeleben mitgeben!!

Platz da, hier kommt der König.......                    

 

    Manchmal kann er ganz schön penetrant sein ;o)

 

 

 



Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor der Homepage. Kontakt

Kostenlose Homepage von rePage.de


- w -    Flirten und Bilder bewerten - Lovemission.de