MAGDASWELT

Chess
Einst gab es eine indische Königin, deren zwei Söhne erbittert um das Thronerbe ihres verstorbenen Vaters stritten, so sehr, dass der jüngere dabei im Kampfe fiel. Die Königin war untröstlich darüber und beschuldigte ihren ältesten Sohn, seinen Bruder erschlagen zu haben. Er aber versicherte, der Jüngere sei im Kampfe gefallen. "Zeige mir, wie er gestorben ist" verlangte sie, "kannst du deine Unschuld nicht überzeugend nachweisen, so wird sich meine Seele im Schmerz verzehren!"
Da rief der Sohn die Weisen des Landes zusammen, sie bildeten aus Ebenholz das Schlachtfeld nach und formten dazu zwei Armeen aus Teakholz und aus Elfenbein.
Die trauerdne Königin fand durch dieses "erklärende" Spiel zwar Trost, aber starb trotzdem an gebrochenem Herzen!
Mit dieser Erzählung beginnt das Musical Chess.
Musik: Benny Anderson und Björn Ulvaeus - Text: Tim Rice
Es ist 1980. Die Schachweltmeisterschaft in Meran steht kurz vor ihrem Beginn: der amtierende Weltmeister Frederick Trumper aus den USA, der mit seiner Freundin und Managerin Florence Vassy angereist ist, muss seinen Titel gegen den russischen Herausforderer Anatoly Sergiewski verteidigen.
Arbiter (Romeo Salazar) singt die Story of Chess.
Während sich das Volk in Meran begeistert auf die SchachWM freut ( Merano) erklärt ein äußerst egozentrischer, überheblicher und siegessicher Trumper Florence, es gehe ihm vor allem um Schlagzeilen in der Presse und um eine gute Show.
Anatoly (Serkan Kaya), der von dem KGB-Agenten Molokov (Michale Haag) "betreut" wird, ist der Verpflichtung seinem Land gegenüber und des Drucks, der auf ihn ausgeübt wird, überdrüssig, ihm geht es einzig um das Schachspiel an sich. Aber im dem Lied "Where I want to be" drückt er auch seine Zweifel aus, ob er wirklich das erreicht hat, was er wollte.
In der folgenden Schachpartie gewinnt Frederick die ersten beiden Matches, aber dann wendet sich das Blatt. Als er erkennt, dass er keine Chance mehr hat, verläßt er brüskierend den Saal. Florence versucht, sein Verhalten zu entschuldigen.
Im Hotelzimmer kommt es zu einem heftigen Wortgefecht zwischen Florence und Frederick. Sie will sein Verhalten nicht länger dulden. Wir erfahren, dass sie Ungarin ist und ihr Land während des Volksaufstandes 1956 verlassen musste. Bis heute weiss sie nicht, was mit ihrem Vater passiert ist, als die Russen den Aufstand blutig niederschlugen. Der Streit mit Frederick zeigt ihr wieder einmal, dass sie selbst die Einzige ist, der sie vertrauen kann und dass sie ganz für sich allein steht. Florence ( Femke Soetenga)singt Nobody´s side .
Molokov und Florence organisieren ein Treffen zwischen Frederick und Anatoly, um die Situation zu beruhigen. Zum abgemachten Termin verspätet sich aber der Amerikaner und Florence und Anatoly sind allein am Treffpunkt.
Im "Mountain Duett" gestehen sie ihre Zuneigung füreinander. Frederick kommt verspätet und fühlt sich von seiner Freundin verraten. Nachdem dann auch noch Anatoly die unterbrochene Schachpartie gewinnt und damit der neue Weltmeister ist, bleibt Frederick allein zurück und erzählt in "Pity the child" von seiner schwierigen Kindheit und dass er stets auf sich allein gestellt war.
Um amerikanischer Staatsbürger zu werden und mit Florence in New York leben zu können, ersucht Anatoly bei der Botschaft um Asyl, welches ihm auch gewährt wird. Trotzdem bleibt er seinem Vaterland verbunden: mit der Hyme "Anthem" geht der erste Akt zu Ende.
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Zweiter Akt folgt....
- Alle Szenenbilder werden freundlicherweise vom Aalto-Theater zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt -
Zwei Fotos vom Schlussapplaus am 14.9.2008

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