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Warum – um alles in der Welt – sollte man ein Gangpferd traben wollen?

(Inhaltliche Wiedergabe eines renommierten amerikanischen Gangpferdetrainers)

 

Gangpferdunerfahrene Menschen stellen häufig die Frage: „Kann ein Gangpferd Trab gehen?“ Man hört diese Frage immer wieder. Vor 10 Jahren, als Gangpferde noch nicht so verbreitet waren (außer dem Isländer) wäre die Frage ja noch verständlich gewesen. Aber heute?

 

Die Antwort auf diese Frage ist: Ja!

 

Gangpferde können selbstverständlich traben. Für sie ist das genauso natürlich wie Schritt und Galopp. Das erfreut natürlich diejenigen, die daraufhin meinten ein Mountain Horse (oder TWH) könne doch dann Schritt, Trab, Show Walk, Show Gait und Canter gehen und das mache diese Pferde sehr vielseitig! Bevor sich diese Leute aber mit diesem Gedanken zu sehr hochschaukeln können, sollte man eine Gegenfrage stellen:

 

Meistens möchten die Leute ein Pferd, welches für die örtliche Show keine Spezial-Gänge zeigen soll, während es während der Freizeit diese weichen Spezial-Gänge sehr wohl gehen soll, um den Komfort des Reiters zu gewährleisten.....also, das Beste für beide Situationen! Obwohl das eine legitime Forderung ist, verlangt sie doch einen vorsichtigen und geübten Reiter, da ein unerfahrener Reiter dem Pferd den Spezial-Gang dauerhaft heraus reiten kann!

 

Möglicherweise ist das technisch nicht richtig, da Gangpferde ihre Gänge auf natürliche Weise ererbt haben und so auch nicht „verlieren“ können. Dennoch, wenn man einem Gangpferd oft erlaubt, unter dem Sattel Trab zu gehen, ja das geradezu verlangt, dann wird es unter dem Sattel mit der Zeit keinen Gang mehr zeigen, da es den Trab vorzieht. Der einfache Grund hierfür: Traben ist einfach weit weniger Arbeit!

 

Man kann also nur wärmstens raten: Wenn man Gang gehen will, kaufe man sich ein Gangpferd und wenn man traben möchte, sollte man sich einen Normalgänger kaufen. Obwohl der Trab auch für das Gangpferd als natürlich anzusehen ist und dem Pferd selbst nicht schadet, vertragen sich Gang und Trab als Mischung unter dem Sattel überhaupt nicht.

Ein Beispiel:

 

Jemand ganz in der Nähe wollte ein Gangpferd verkaufen, aber das Pferd ging keinen Gang. Ein Verkauf kam nicht zustande. Ein befreundeter Gangpferdezüchter wurde nach seinen Kaufabsichten gefragt. Als sich dieser den Wallach ansah, fand er ihn gesund vor und es gab keinen Grund, warum das Pferd keinen Gang zeigte. So kaufte der Züchter den Wallach.

 

Es dauerte einige Monate, dem Wallach den Trab abzugewöhnen. Unter dem Trab verborgen, kam ein Gang so weich wie Seide zum Vorschein, allerdings musste man das Pferd immer noch in den Gang zwingen, was sehr anstrengend und ärgerlich war. Es ist viel einfacher, ein Pferd von Anfang an richtig zu trainieren, als später schlechte oder falsche Gewohnheiten abzutrainieren. Zum guten Ende wurde der Wallach ein beständig Gang-gehendes Pferd und fand ein tolles Zuhause. Wäre er nicht von jemandem mit Gangpferdeverstand gekauft und dementsprechend korrigiert worden, hätte er unter dem Sattel wohl nie wieder Gang gezeigt!

 

Wo liegt das Problem?

 

Der Wallach ist ausschließlich von Gangpferde-unkundigen Reitern geritten worden, die nun mal nur Schritt, Trab und Galopp kennen und auch reiten. Daher wurden die Gänge nicht abgerufen und nicht gefördert, sondern stattdessen unterdrückt. Schlimmer wurde es dann, als der Wallach den Trab auch selbstständig vorzog und der gangunerfahrene Reiter hatte nun kaum noch Möglichkeit, das Pferd in den Gang zurück zu führen.

 

Der erste Fehler ist, dem Pferd zu erlauben, unter dem Sattel zu traben. Der zweite Fehler ist, zu erlauben, dass sich der erste Fehler über lange Zeit hin einschleift. Besser wäre es gewesen, gleich herauszufinden wo der Fehler des Reiters lag und diesen abzustellen: also mit dem Gangpferd an den Gängen zu arbeiten.

 

Gangpferde eigenen sich wunderbar für Anfänger als auch Könner, aber wenn ein Reiter neu und unerfahren mit Gangpferden ist, sollte man ein extrem gut trainiertes Pferd erwerben, dessen Gänge schon sicher sitzen. Zusätzlich ist es unerlässlich, sich mit den Gängen der Rasse des eigenen Pferdes auch theoretisch vertraut zu machen. Der Reiter sollte seinem Pferd nicht erlauben zu traben. Stattdessen sollte man nicht weiterarbeiten, sondern die Hilfe eines sehr guten Gangpferde-Trainers zu suchen. (Vorsicht in Deutschland: Viele Gangpferde-Trainer erzählen einem, der Gang ließe sich über den Trab verbessern!!! [Anm. d. Übersetzers]) Der Trainer sollte den Trab in der Ausbildung kategorisch ausschließen, schließlich hat man ja schon ein Pferd, das den Trab vorzieht. Und je länger ihm das erlaubt wird, um so schwerer wird es, ihm diese schlechte Angewohnheit wieder abzugewöhnen.

 

Jene, die den Trab für eine Trabprüfung innerhalb einer Show brauchen, sollten höchstens 25% Prozent des Trainings im Trab absolvieren. Es darf dem Gangpferd nicht erlaubt werden, sich zu sehr an den Trab unter dem Sattel zu gewöhnen. Es sei jedem Gangpferde-Reiter ans Herz gelegt: Er spielt mit Feuer, jedes Mal wenn das Pferd unter dem Sattel trabt, daher ist das nur für sehr erfahrene Reiter tolerierbar.

 

Traben bereitet dem Gangpferd kein Unwohlsein und kann es auch nicht verletzen, aber der Reiter wird nicht gerade erfreut sein, wenn er herausfindet, dass das Gangpferd, das er doch so teuer erworben hat um dem holprigen Trab aus dem Wege zu gehen, genau diesen Trab geht und nur diesen!!!

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