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Dressur für das Kentucky Mountain Saddle Horse
(Original-Text: KMSHA-News von Mary Marshall)

Es gibt ein ziemlich großes Mysterium in den Reitdisziplinen, was die wahre Bedeutung von Dressur ist. Das Wort selbst ist aus dem Französischen übersetzt und bedeutet einfach „Training“. Gleichgültig ob nun alle Anhänger dieses Sportes zustimmen oder nicht, es ist eine Reitdisziplin für alle Pferderassen und jedes Reiterkönnen, welche ihnen erlaubt, einen höheren Grad der Einheit, Leichtigkeit und Sportlichkeit auf dem Rücken ihres Partners Pferd zu erreichen.

Der Sport der Dressur kann auch von Gangpferde-Enthusiasten genossen werden, obschon man bei United States Dressage Federation anerkannten Turnieren Gangpferde in keinem anderen Gang vorgestellt sieht als dem Trab. Die Prinzipien der klassischen Dressur (nicht die der Show-Dressur, die das Warmblut bevorzugt) wie sie an der spanischen Hofreitschule in Wien gelehrt werden, gleichen jenen sehr stark, die von modernen Cowboy-Gurus als „Natural Horsemanship“ (natürliche Reitkunst) angepriesen werden. Jene ordnen die Gefolgschaft an (und einen Haufen Geld) um einem beizubringen wie man mit seinem Pferd in der grundlegendsten und klassischsten Weise kommuniziert.
Die allerersten Grundlagen der klassischen Reitkunst traten im Mittelalter in Spanien, Frankreich und Italien als Kavallerie-Kriegsmanöver zutage. Die Pferde, die man als Kavallerie-Pferde heranzog, waren nicht die großen, stämmigen Kriegsrösser, die die mittelalterlichen Ritter aus England und Frankreich trugen, sondern die leichteren Iberer, Araber und reinrassigen Berber und Kreuzungen, die kurzbeinig, schnell, antrittsschnell, athletisch und mutig waren. Diesen Pferde, Abkömmlinge von Lipizzanern, Andalusiern, Paso Peruanos und anderen leicht gangveranlagten und nicht gangveranlagten Rassen, war es möglich, die Schule über der Erde zu zeigen, in der sie in die Luft sprangen, hinten ausschlugen und einen Gegner zu Fuß töten konnten (Kapriole). Alle waren sehr effizient für den Reiter in der Schlacht, wie außer den vorgenannten auch eine Vielzahl von anderen wirkungsvollen Manövern, als da wären die Galopp-Pirouette, die Piaffe (Trab auf der Stelle) und die Levade (Erhebung auf die Hinterhand und Ausschlagen mit derselben). Versammlung – die Fähigkeit, das Gewicht auf die Hinterhand zu verlagern, sich aufzubäumen und die Schultern, Kiefer und Genick zu entlasten – wurde gelehrt um diese Manöver auszuführen.
So gingen die Grundlagen für die klassische Dressur aus den Anforderungen, die man vom Kavallerie-Pferd ableitete, hervor und eine Kunstform war geboren.

Während der Entwicklung der Dressur war das weich gehende Gangpferd kein ungewöhnliches Reitpferd in Spanien, Portugal, Frankreich und Italien. Spanische „Jennets“ und schottische „Galloways“ des 14. und 15. Jahrhunderts wurden als Reitpferde für die Damen und Herren der Elite und Aristokratie angesehen, die bevorzugten „schreitend“ zu reiten statt „gespannt“ (agog). Dieses „gespannt“=agog wurde den trabenden Pferden zugeschrieben. Die Gangpferde „Jennets“ und „Galloways“ waren Abkömmlinge der maurischen Berber und Araber, die sich mit aus Spanien stammenden Pferden mischten und ein Reitpferd hervor brachten, welches leicht, schnell und bequem zu reiten war und intelligent war. Diese kamen in allen Farben vor, einschließlich Buckskins, Perlinos, Cremellos, Tobianos und Overos und waren sehr begehrt wegen ihres weichen Ganges.

Das höchste Ziel der Versammlung besteht darin, die Hinterhand zu aktivieren und die Vorhand so anzuheben (entlasten), dass Durchlässigkeit und Leichtigkeit erreicht wird. Die Oberlinie ist gestreckt und die Hinterhand tiefer, während die Vorhand aufgrund von erhöhter Biegsamkeit und Beugung der Hinterhand-Gelenke aufgerichtet ist.

Ein umgekehrter „Rahmen“ ist genau das Gegenteil. Das Pferd wird mit steifem Rücken in einen vorgefassten Rahmen gezwungen und zeigt in der Hinterhand keine echte Beteiligung (zwischen hinten und vorne). Ein Pferd wird seine Beine hochreißen und wird steif und unelastisch in der Bewegung.
Ein Pferd, das versammelt ist und von hinten mit einem weichen, aufgerichteten Rückgrat schiebt, wird sich in der Hand leicht anfühlen und das Genick/Kiefer/Kehle/Hals/Wirbelsäule wird weich und biegsam sein. Und es wird mit leichtem Druck „am Gebiss“ stehen, was sich anfühlen sollte, als sei man mit dem Gebiss durch eine Seidenschnur verbunden, mit der man einen Drachen im Wind hält. Jedoch kann es auch das Gefühl sein, das man hat, wenn ein gutes Gangpferd über den Boden gleitet, welches mit entspanntem Genick und aufgerichtetem Rahmen an die Hand und ans Gebiss angelehnt ist. Also, ist es nun klassisch versammelt? Nicht wirklich.

Klassische Versammlung, wie sie für das trabende Pferde definiert wurde, kann dazu führen, dass das natürliche Gangpferd aus dem „Gang“ ausbricht und in den Trab fällt. Der Passgänger, der sich im umgekehrten Rahmen trägt (Hohlkreuz, Hinterbeine schleifend, Kopf hoch, Hals u-förmig) ist unfähig seinen Rücken einzusetzen und sich aus der Hinterhand nach vorne zu versammeln, ohne aus dem Gang auszubrechen. Jedoch können viele Gangpferderassen, einschließlich den Kentucky Mountain und den Spotted Saddle Horses, eine gerundetere Oberlinie zeigen, entspannten Kiefer und Genick und von hinten „nachschieben“ während sie immer noch leichten Kontakt mit dem Gebiss haben. Und das alles, ohne aus dem Gang auszubrechen. Obwohl auch noch hier der Rahmen ansatzweise umgekehrt ist, und im klassischen Sinne nicht versammelt, hat dies seine eigene Definition als „Gangpferd-Versammlung“ im Hinblick auf den Unterschied in der Bewegung mit dem feinen Unterschied in dem Grad der nötigen Versammlung um die beabsichtigte Aufgabe zu zeigen, sei es Gang, gelaufener Schritt (run walk), Foxtrott oder Rack.

Daher ist der Unterschied zwischen Versammlung und Beschränkung sehr fein; Versammlung erlaubt dem Pferd an das Gebiss von hinten heran zu treten, während Beschränkung ein Pferd in einem klaren Rahmen hält indessen sein Körper hohl und in die entgegengesetzte Richtung gebogen ist.
Vorwärtstreibende Hilfen unter Zuhilfenahme der Beine und des Sitzes, um das Pferd zu ermuntern das Gebiss anzunehmen (nicht zuzubeißen und sich darauf zu legen, sondern weich, biegsam und leicht in Kontakt zu bleiben) und das Hingeben der Hände, um Kiefer und Genick weicher zu machen, wird ein Gangpferd dazu ermutigen, seinen Rücken anzuheben und Leichtigkeit zu erreichen. Trotzdem soll es noch den nötigen Schub aus der Hinterhand erreichen, um den Gang beizubehalten.

Obwohl sich die Energie der Vorwärtsbewegung im Gang verständlicherweise von der Vorwärtsbewegung im Trab unterscheidet, kann die Energie eines Gangpferdes in Bein und Sitz geleitet werden während man ihren eigenen Versammlungsgrad und die Leichtigkeit beibehält.
Grundsätzlich ist es die einzigartige Qualität der Versammlung für das Gangpferd, nicht das Warmblut, welche erlaubt, den weichen Gang zu zeigen, für den es (das Gangpferd) so bekannt ist.
Während Versammlung im Trab die Leichtigkeit des Seins erhöht, scheint die Versammlung des Gangpferdes die Aktion, Leichtigkeit und Schrittlänge bei verbesserter Schulterfreiheit zu erhöhen.
Das im Auge behaltend, lassen sich die klassischen Aspekte der Versammlung bei den trabenden Rassen nicht mit der einzigartigen Gangpferde-Versammlung vergleichen, die gut gezüchtete und trainierte Beispiele der Rasse zeigen.
Für jene, die auf ihren Gangpferden gerne Dressur reiten möchten und sich darin messen wollen, sollten neue Prüfungen geschrieben werden. So können sie ihre Talente auf Shows vorstellen, da die augenblicklichen USDF (United States Dressage Federation) Prüfungen für trabende Rassen geschrieben sind. Letztere heben die hervorragenden Eigenschaften und die Vielseitigkeit des Mountain Horse nicht heraus.

KMSH-News Herausgeberin Mary Marshall ist in den höheren Rängen der Dressur geritten und hat auf dem Rücken ihrer Warmblüter, Paints und Andalusier-Kreuzung Landes- und Regional-Preise in diesem Sport gewonnen. Sie wartet immer noch darauf, das richtige KMSH zu finden, dass im Dressurviereck „richtig aufräumt“.

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