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Anlässlich der Ernennung der ersten Regional-Repräsentanten für Deutschland, Österreich und der Schweiz veröffentlicht die KMSHA/SMHA (TM) in der neuesten Ausgabe ihres Verbandsorgans, der Kentucky Mountain Saddle Horse News den folgenden Artikel, den Sie im Folgenden in der deutschen Übersetzung finden:
Originalartikel
 




Die KMSHA heißt unsere ersten europäischen Regional-Repräsentanten aus Deutschland, Peter und Jeanette Rellstab recht herzlich willkommen. Danke Euch, Peter und Jeanette, für Eure Mitarbeit und wir freuen uns auf Eure Teilnahme. Wir heißen Euch mit offenen Armen (und Hufen!) willkommen.


Der alte Cowboy

Von Peter und Jeanette Rellstab

Die Augen des kleinen Jungen strahlten. Der alte, schwere Ackergaul geht neben dem Bauern aufs Feld zur Arbeit. Und trägt auf seinem Rücken den kleinen Jungen, der ganz offensichtlich seinen Ritt durch die schöne Schweizer Landschaft genießt.
Der kleine Junge war der 3-jährige Peter Rellstab, der schon damals eine große Liebe zu Pferden hatte. Und  das sollte ein Leben lang so bleiben.

Während seiner Kindheit und Jugend war sein größter Wunsch, ein eigenes Pferd zu besitzen, doch in den Fünfziger Jahren gab das Familien-Budget das nicht her. Und mehr als einmal sagte sein Vater zu Peter: „Wenn du das Geld dazu hast, kannst du dir selbst ein Pferd kaufen.“ Also, ging Peter in verschiedenen Ställen Pferde pflegen, füttern und Ställe ausmisten. Sein Lohn war kostenloses Reiten auf den Pferden.

So gingen die Jahre vorbei, Peters reiterliche Erfahrung wuchs und als er als junger Erwachsener sein erstes Geld selbst verdient hatte, kaufte er – ein Pferd. Es war eine junge Stute, ein „Freiberger“, die einzige original Schweizer Pferderasse. Zu diesem Zeitpunkt waren Peters Erfahrungen und Kenntnisse im Umgang, Training und Eingewöhnung von Pferden groß genug, um das junge Pferd selbst zu trainieren. Und so machte er den zweiten Platz in der Schweizer Meisterschaft Western auf seinem eigenen Pferd.

Unglücklicherweise hatte die Stute später einen Unfall und konnte nur noch wenig geritten werden. Peter behielt „Dani“, seine erste Stute und kaufte zusätzlich „Arabella“ eine Arabo-Haflinger-Stute. Drei Jahre lang trainierte er sie western und entdeckte dann eine neue Reit-Disziplin für sich und seinen kleinen Haflinger. Da „Arabella“ ein zähes Pferd aus den österreichischen Bergen ist, schienen Distanzrennen eine ideale Disziplin für sie und Peter. Aber da „Arabella“ nur 1,47 groß ist und kurze Beine hat, siegten die großen Pferde sehr oft vor ihr. Aber trotzdem waren die beiden immer unter den ersten fünf Paaren im Ziel.

1991 wurde Peter Reitstall-Leiter. Er bot Wanderritte, Kutschfahrten und Schlittenfahrten für die Gäste und Reiter des Stalles an.

1995 und 1996 ging er nach Montana, USA um dort als Cowboy auf der Ranch von befreundeten Ranchern zu arbeiten. Round-ups, brandings und die reguläre Cowboy-Arbeit wurde dort erledigt und bald wurde Peter von anderen als „sehr guter Pferdemann und Reiter“ beschrieben.

Während des zweiten Aufenthaltes 1996 auf der Ranch seines Freundes ritt ein weiterer alter Rancher in der Cowboygruppe ein Gangpferd. Der alte Rancher fragte: „Peter, willst Du mein Pferd reiten?“ Peter, der allen neuen Erfahrungen offenen gegenübersteht, solange es mit Pferden zu tun hat, hat das Angebot des Ranchers glücklich angenommen. Und so arbeitete er eine geraume Weile im Sattel des Gangpferdes und wusste da, dass er sich in weiche Reitweise verliebt hatte.

1997 wurde Peter Repräsentant für die Gangpferde im Pinto-Zuchtverband in der Schweiz unter dem Dach des Pinto-Zuchtverbandes Deutschland. In dieser Funktion nahm er an einigen Richterlehrgängen der TWHBEA/Deutschland unter der Leitung des US-Richters Roger Hand teil. Peter war Repräsentant bis 2001.

1998 kam Peter Rellstab zurück in die Vereinigten Staaten und besuchte 12 verschiedene Ranches. Der Ertrag dieser „Ranch-Tour“ waren drei Stuten, die er gekauft hatte und 1999 als tragende Stuten nach Europa importierte. Aus einer der Stuten „Hyland Champagne“ kam der in Europa sehr bekannte golden-champagne-farbige TWH-Hengst „Swiss Pride of Hyland“
(Youtube-link:  http://www.youtube.com/watch?v=t-pmvkWA9tg),
gezeugt von „The Pride Piper“. In der Zwischenzeit hatte Peter seinen eigenen Reit- und Zuchtstall aufgebaut und „Swissy“, wie Peter das kleine golden-champagne Hengstfohlen rief, wuchs dort in der Schweiz auf und wurde von Peter trainiert.

Wegen privater, gesundheitlicher und daraus resultierenden ökonomischen Gründen musste Peter seinen Reit- und Zuchtstall auflösen. Das einzige Pferd, das er behalten konnte, war „Swiss Pride of Hyland“. Peter und Swissy siedelten nach Deutschland über und Peter arbeitete als reisender Trainer. Er reiste von Reitstall zu Reitstall um Reiter zu unterrichten und Pferde zu trainieren. Wochenend-Kurse wurden angeboten, junge und unerfahrene Pferde angelernt und weiter ausgebildet, Reiter unterwiesen, wie man mit dem eigenen Pferd kommuniziert.

2005 schlug das Schicksal erneut zu: Peter konnte aufgrund von Problemen in beiden Knien nicht mehr reiten. Aber Swissy musste geritten werden und er war immer noch Hengst. Also, hatte Peter eine harte Entscheidung zu treffen – wenn er den vielversprechenden Hengst nicht legen lassen wollte – und verkaufte Swissy schweren Herzens als der Hengst gerade 5 Jahre alt war. Da Swissy zu dieser Zeit noch keine lebenden Nachkommen hatte, nannte der Käufer Swissy um in „Pleasure’s Pot of Gold“, und verleugnete damit den Geburtsort und das sehr gute Training, das der Hengst schon von Peter erhalten hatte.

So brachte das Leben Peter wieder dahin zurück, wo er einst als junger Mensch angefangen hatte: Er hatte kein eigenes Pferd. Und schlimmer als damals: Er konnte nicht mehr reiten. Alles schien aus und vorbei zu sein bis sich Peter zweimal einer Knie-Operation unterzog und sich vollständig erholte. Die Fähigkeit zu reiten kam zurück, seine Liebe zu den Pferden war die ganzen Zeit über geblieben, aber schon wieder fehlte das Pferd.

Dann, an einem Frühlingstag 2008, als niemand mehr damit rechnete, dass Peter wieder ein Pferd haben würde, fand er ein Bild, ja, nur ein Bild mit ein wenig Text von einer zweijährigen KMSH-Stute im Internet. Er wusste: „Dieses ist mein neues Pferd“. Problem: Er war in Deutschland, die Stute war in Kanada und außerdem wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht, ob die Stute überhaupt noch zum Verkauf stand. E-mails mit dem Züchter bei der Gaited Meadows Ranch wurden hin und her geschickt Peter brauchte nur etwas mehr als eine Woche um die Entscheidung zu treffen, auf die Ranch zu fliegen um sich „GMR Miss Kitty“
(Youtube-link: http://de.youtube.com/watch?v=1RcAGEeL12E)
anzuschauen, um sie dann zu kaufen.

Im November 2008 flog Kitty nach Europa und ist nun Peter’s erste Stute für seinen Zuchtbestand hier drüben. Gegenwärtig macht er mit ihr Bodenarbeit, um sie gründlich auf spätere Reitaufgaben vorzubereiten und er ist höchst zufrieden mit dem sanften Temperament, dem kühlen Kopf und der Intelligenz, für die das Kentucky Mountain Saddle Horse bekannt ist.

Peter Rellstabs Ziel für die kommenden Jahre und für die Zukunft ist es, diese schöne und vielseitige Rasse in Deutschland und Europa auf korrekte Art und Weise bekannt zu machen und zu vertreten, und so eine Brücke von den amerikanischen KMSH-Liebhabern und Bewunderern zu den Deutschen Liebhabern und Bewunderern zu schlagen.
Wie ein alter Cowboy einst zu ihm sagte: „Peter, mach langsam, wir haben es eilig!“

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