Hexche's Mystik und Magie


Rauchnächte-oder Rauhnächte

Obgleich die Rauch- oder Rauhnächte strenggenommen nur diejenigen Winternächte sind, in denen Räucherungen vorgenommen wurden, gab man oft dem ganzen zweiwöchigen Zeitraum zwischen Heiligabend und Dreikönige, der eigentlich die "Zwölften" hieß, diesen Namen. Diese zwei Wochen sind eine Übergangszeit, eine "Niemandszeit", wie auch unsere heutige Bezeichnung "zwischen den Jahren" deutlich macht. In ihr gehen, wie man glaubte, die Geister um, treiben Seelenscharen ihr Wesen und jagen die wilden Jäger mit ihrem Gefolge umher. In Böhmen warf man der heftig tobenden Windsbraut zur Beruhigung Äpfel und Nüsse in den Ofen oder knallte mit den Peitschen, um sie zu vertreiben. Fremden Tieren soll man, so die verbreitete Ansicht, in den Zwölften besser aus dem Weg gehen und Ratten nicht beim Namen nennen, denn keiner weiß, ob es nicht vielleicht verwandelte übelwollende Geistwesen sind. Da auch die Hausgeister in diesen Tagen besonders aktiv sein sollen, pflegte man am Weihnachtsabend, an Silvester und vor allem an Dreikönige das Haus zu räuchern und besondere Opfer darzubringen, die man beispielsweise in den Garten oder auf das Dach legte.

Von diesen Tätigkeiten abgesehen, sollte man sich während der Rauchnächte still und unauffällig verhalten und keine wesentliche Arbeit verrichten. Wer die "Zwölften" nicht hält, hieß es im allgemein, zieht sich Kröten, Frösche oder Läuse ins Haus und hat das ganze nächste Jahr über Unglück. Auf keinen Fall sollte man während dieser vierzehn Tage Wäsche im Freien oder auf dem Dachboden aufhängen, da sonst Krankheiten in die Kleidungsstücke kommen, die sich dann auf den Menschen übertragen. Weiterhin verboten war: spinnen, nähen, klöppeln, mangeln, dreschen, Stiefel schmieren und Nägel einschlagen, sich die Füße waschen und die Haare schneiden.
Frühmorgens darf man nicht pfeifen, keine Nüsse, Äpfel oder sonst etwas vom Boden aufheben, nichts ausleihen und nicht den Kehricht zur Tür hinauskehren. Erbsen und überhaupt Hülsenfrüchte darf man auf keinen Fall essen, weil man sich sonst, wie es in Westfalen und Franken hieß, Geschwüre zuzieht oder krank wird. Der Verzehr von Grünkohl soll sich dagegen in jeglicher Hinsicht positiv auswirken. Eine der wenigen Tätigkeiten, die für die Rauhnächte ausdrücklich empfohlen werden, ist das Besenbinden, denn mit "Zwölftbesen" kann man, wie es in Anhalt hieß, die Raupen aus dem Kohl treiben. Auch sollen solche Besen gegen Ungeziefer und Hexerei schützen und das Vieh gedeihen lassen.

Speziell geeignet sind die zwei Wochen zum Durchführen aller möglichen Arten von Orakeln, darunter vor allem solche, die Auskünfte über das kommende Jahr vermitteln. Die einfachste Methode besteht darin, das Wetter jedes einzelnen Tages als einem der Monate des nächsten Jahres entsprechend zu betrachten. Ob diese Methode allerdings "rechtskräftig" ist, entscheidet, so dachten die Schwaben, der sechste Januar. Ist das Wetter an diesem Tag trocken, werden diese Beobachtungen eintreffen - schneit oder regnet es dagegen, ist nichts darauf zu geben. Weiterhin glaubte man, daß alles, was man in den Zwölften träumt, in dem Monat des kommenden Jahres, der dem jeweiligen Tag des Jahres entspricht, in Erfüllung geht. Im Erzgebirge präzesierte man diese aussage dahingehend, daß sich Träume vor Mitternacht am Anfang, Träume nach Mitternacht am Ende des betreffenden Monats bewahrheiten würden.

Verschiedene Orakel findet Ihr hier: Orakel Teil 1 + Orakel Teil 2

 

Pentagramm

Das Pentagramm

 
Im Gegensatz zum - oberflächlich betrachtet ähnlichen - Hexagramm, einem durch zwei Dreiecke gebildeten Sechsstern, wir das fünfzackige Pentagramm in einer einzigen Linie gezoggen. Es ist seit der Antike ein Heilszeichen und spielt beispielsweise im Islam nach wie vor eine große Rolle. Wie früher auch hierzulande, ist man im Orient der festen Überzeugu
 

ng, ein Pentagramm auf der Türschwelle halte böse Geister davon ab, in das Haus einzudringen.

In Deutschland war das Pentagramm früher als "Drudenfuß", seltener als "Alfenfuß" bekannt. Diese Bezeichnung spielt auf den Glauben an, daß die Druden (oder auch Truden), die Alpe und Hexen einen Gänse- oder Entenfuß hätten, dessen Abdruck in etwa die Form eines Pentagramms gleiche (Entenfuß).

Gewissermaßen um Gleiches mit Gleichem zu bekämpfen, wurde der fünfzackige Stern auch in unseren Breiten zur Abwehr dieser Wesen aus geweihtem Wachs geformt und am Abend vor Dreikönig an Türen oder anderen wichtigen Stellen des Hauses angebracht oder aber mit Kreide vor allem an die Ställe gezeichnet.

Im Jahre 1699 berichtet ein Chronist aus dem Erzgebirge:
"Drutten Figuren siehet man an Thüren oder in Wiegen der kleinen Kinder aus Aberglauben angeschrieben." Kein böser Geist, nicht Hexe oder Teufel sollten imstande sein, an diesem Zeichen vorbeizuschlüpfen. Auch Johannes Prätorius wußte um diesen Brauch. Bei ihm heißt es: "Daher solcher Aberglauben noch bey etlichen Weibern, daß sie solch Heydnisches Zeichen des Druyden-Fußes oben und unten an die Wiegen mit eingelegtem Holz oder Farben machen, wider der Hexerey."

Wie aus Goethes "Faust" bekannt, ist es wichtig, daß der Drudenfuß "geschlossen" ist; so schafft es Mephisto nur dashalb zu Faust vorzudringen, weil das Pentagramm auf seiner Türschwelle nicht ordentliche gezeichnet ist. Er erklärt:

"Beschauet es recht! es ist nicht gut gezogen:
Der eine Winkel, der nach außen zu,
Ist, wie du siehst, ein wenig offen."


Welch große Macht dem Pentagramm zugeschrieben wurde, zeigt, daß selbst in der Heilig-Geist-Kirche zu Wismar, dierekt vor dem Altar, ein Drudenfuß in den Stein einer Grabplatte geritzt ist, der, wie die nebenstehene Informationstafel erläutert, dazu dienen sollte, den Altar vor allem Übel zu bewahren.

Siehe auch: Quellen unseres Wissens & das kleine Pentagrammritual


Das Pentagramm symbolisiert denn Mikrokosmos also den Menschen es stellt mit seinen fünf Ecken den aufrecht stehenden Menschen dar welcher aus den fünf Elementen besteht (Feuer, Erde, Wasser, Luft, Äther oder Geist). Der Mensch ist das verkleinerte Ebenbild Gottes (des Makrokosmos, Universum in all seinen Ebenen und Schattierungen) welcher durch das Hexagramm dargestellt wird.

© by Unbekannt


Das Pentagramm galt in der antiken Auffassung als Sinnbild für die Harmonie des Kosmos, weil es die "fünffache Durchdringunge des ersten Buchstaben des griechischen Alphabets darstellte" - das sogenannte Pentalpha (weil es, egal von welcher Seite man es aus betrachtet, wie ein A aussieht). Es wurde von den Pythagoreern *mitwinkandenMathelehrer* als Zeichen für Gesundheit und Heil verwendet. Das Pentagramm wurde zum Arztsymbol (allerdings nur jenes, welches mit der Spitze nach oben stand - weiteres s.u.). Bei den Byzantinern wurde das Pentagramm auf den Schilden des Heeres angebracht, als siegbringendes Zeichen. Die Verwendung in Kirchen/auf Votivbildern etc., wie Fee es schon schilderte, läßt sich häufig wiederfinden.

Agrippa von Nettesheim griff das Pentagramm auf, als Sinnbild des bewußten Menschen - obere Spitze = Kopf, die beiden Spitzen rechts und links = ausgestreckte Arme, die beiden unteren Spitzen = Beine.
Das umgedrehte Pentagramm symbolisiert die Vorstellung des Satans - obere zwei Spitzen = Höärner, Spitzen rechts und links = Backenbart, untere Spitze = Ziegenbart (ensptrechend der Vorstellung vom 'gehörnten Gott'). Dies resultiert (in den modernen Kulten) zum Teil aus der gegenteiligen Verwendung christlicher Symbole und Riten, daher beispielsweise auch das umgedrehte Kreuz, etc.


Planetenzuordnung

Planeten © Fee 

 

Sonne
Planet: Sonne
Zahl: 6
Wochentag: Sonntag
Metall: Gold
Farbe: Gold, Gelb
Edelstein: Sonnenstein (nicht zu verwechseln mit Goldfluß), Topas, Heliotrop
Duft: Olibanum, Zimt, Weihrauch, herrliche Düfte
Pflanze: Weinrebe, Akazie, Lorbeer
Kabbala: Tiphereth



Mond
Planet: Mond
Zahl: 9
Wochentag: Montag
Metall: Silber
Farbe: Weiß, Silber
Edelstein: Mondstein, Perle, Kristall, Quarz
Duft: Ginseng, Jasmin, alle süßen, jungfräulichen Düfte
Pflanze: Damiana, Mandragora, Mandel, Alraune
Kabbala: Jesod
Eigenschaften:

Gefühlsleben, Medialität, Passivität, Träume, körperliche und seelische Automatismen, Hellsicht, die Körpersäfte, Sinnlichkeit und Fruchtbarkeit, das Weibliche


Mars
Planet: Mars
Zahl: 5
Wochentag: Dienstag
Metall: Eisen
Farbe: Rot
Edelstein: Rubin
Duft: Drachenblut, Pfeffer, Tabak, heiße, stechende Düfte
Pflanze: Eiche, Brennessel, Brechnuß
Kabbala: Geburah
Eigenschaften: Mut, Lebenskraft, Kampfeswille und Aggression, Lust und Energie Sonne - Selbstbewußtsein, Stolz, Kraft, Beliebtheit, Herrschaft, Königtum, Glanz, Herzensbewußtsein, Ego, das Männliche


Merkur
Planet: Merkur
Zahl: 8
Wochentag: Mittwoch
Metall: Messing, Quecksilber
Farbe: Orange, Gelb
Edelstein: Achat, (Feuer-) Opal
Duft: Storax, Mastix, flüchtige, luftige Düfte
Pflanze: Moly, Salbei, Peyote
Kabbala: Hod
Eigenschaften: Kommunikation, Intellekt, Sprache, Schrift, Handel, Magie, Wissenschaft und Vernunft


Jupiter
Planet: Jupiter
Zahl: 4
Wochentag: Donnerstag
Metall: Zinn
Farbe: Blau, Königsblau
Edelstein: Amethyst, Saphir
Duft: Zinnkraut, Safran, Zeder, großzügige Düfte
Pflanze: Olive, Schamrock (Kl. Goldklee)
Kabbala: Chesed
Eigenschaften: Glück, Wohlstand, Geld, Zufriedenheit, Expansion, Gutmütigkeit, Gnade, Religion, Hilfe


Venus
Planet: Venus
Zahl: 7
Wochentag: Freitag
Metall: Kupfer
Farbe: Grün
Edelstein: Smaragd, Türkis
Duft: Benzoe, Rose, Myrthe, alle sanften, lüsternen Düfte
Pflanze: Rose, Myrthe, Klee
Kabbala: Netzach
Eigenschaften: Liebe, Kunst, Schönheit, Harmonie, Musik, Ästhetik, das Drüsensystem, die Sexualorgane


Saturn
Planet: Saturn
Zahl: 3
Wochentag: Samstag
Metall: Blei
Farbe: Schwarz, Braun
Edelstein: Onyx, Saphir
Duft: Myrrhe, Asant, Skammonia, Zibet, Indigo, üble Düfte
Pflanze: Eibe, Mohnblume, Zypresse, Nachtschattengewächse
Kabbala: Binah
Eigenschaften: Hohe Oktave: Konzentration, Innenschau, Vertiefung, Ruhe, Zurückgezogenheit;
Untere Oktave: Hemmung, Verhärtung, Einsamkeit, Grausamkeit


Erde
Planet: Erde
Zahl: 10
Metall: Stein, Glimmer
Edelstein: Bergkristall
Duft: Kretischer Diptam
Pflanze: Lilie, Efeu
Kabbala: Malkuth
Eigenschaften: Festigkeit, das Große Ying, Ordnung, Sicherheit, Schutz, Beruhigung, Starrsein, Dunkelheit, Keimung, Magna Mater


Uranus
Planet: Uranus
Farbe: Hellgrün
Pflanze: Akelei, Immergrün, Natternkopf, Wahrsagesalbei
Eigenschaften: Moderne Kommunikation, Technologie, alle Gedankensysteme und Dogmen, Innovation aber auch Kontrolle, Hierachie, plötzliche Ereignisse, Industrialisierung, Geheimwissenschaften und die Astrologie


Neptun
Planet: Neptun
Farbe: Hellblau
Pflanze: Schlafmohn, Bilsenkraut, Teichrose
Eigenschaften: Auflösung, Nächstenliebe, Sensitive und Hellseher, das Unklare und Nebelhafte, das Unterbewußtsein, Magnetismus, Nachttiere


Pluto
Planet: Pluto
Farbe: Schwarz und Weiß
Pflanze: Lebensbaum, Zypresse, Eibe, Bilsenkraut
Eigenschaften: Vielgestaltigkeit, Umwandlung, Masken, Bizarres, Loslösung und Abgetrenntheit, psychische Macht, Psychometrie, kosmisches Bewußtsein


Anmerkung:
Uranus, Neptun und Pluto werden gemeinhin als "nichtklassische Planeten" bezeichnet, da sie erst spät entdeckt wurden (1781, 1846, 1930). Ihre astrologische Deutung ist bis heute recht uneinheitlich geblieben, obwohl sich mittlerweile einige Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen astrologischen Schulen abzeichnen. Sie stehen für das Überpersönliche im Menschen. Saturn wird mitunter als "Hüter der Schwelle" bezeichnet.



Sammlungen von Ritualen

 

 



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