Deutsche Widder grau, blaugrau und weiß Blauauge
Startseite
 

Home
NEUES
Bilder
DW Standard
DW wildfarben
DW blaugrau
DW weiß Blauauge
Widder-Ursprung
Widder-Geschichte
Körperbau des Kaninchens
Termine
Schau-Erfolge
Kaninchenzucht
hp des Monats
Links + Banner
Gästebuch
Kontakt
Impressum

 

Kostenlose Tools für Deine Homepage
OnlineWebService.de - Kostenlose Homepage Tools seit 1999. Einfach mal reinschauen!

Bericht über Entstehung und Geschichte der Deutschen Widder weiß Blauauge


Rammler 488 / B332, 96 Punkte Bundesschau 2009


Häsin 298 mit 8er-Wurf

Ursprung

Aus Widderkaninchen, Verlag Oertel und Spörer

 

Die Erzüchtung der ersten Deutschen Widder mit blauen Augen dürfte in der Zeit zwischen 1920 – 1930 gelegen haben. 

 

Der Züchter Randhahn aus Görzke bei Magdeburg hatte seit etwa 1932 wiederholt auf den großen Ausstellungen weiße Widderkaninchen mit blauen Augen gezeigt. Sie waren durch Einkreuzung von Weißen Wienern entstanden, waren also keine Albinos. Weiße Widder mit blauen Augen hätten den Vorzug, dass sie wohl ein rein weißes Fell besitzen, jedoch nicht mit den Albino-Depressionen behaftet sind. Die Randhahnschen Tiere kamen dem Widdertyp bereits sehr nahe; leider hat man sie nach einigen Jahren nicht mehr gesehen.

Inzwischen wurde in der Fachpresse von weiteren Züchtungsversuchen berichtet, doch war diesen ein Erfolg nicht beschieden, jedenfalls scheint es bei den Versuchen geblieben zu sein. Verständlich, denn der Wiener-Typ beeinträchtigt den Widder-Typ doch erheblich.

-

Aber mit einiger Geduld und Ausdauer ist es möglich!

 

 

Wieder-Herauszüchtung

 

 

Die Geburtsstunde der heute vorhandenen Tiere liegt, soweit bekannt, in den Jahren 1995/1996, bzw. 1998.

Bei der Bundesrammlerschau 1995 in Offenburg entschlossen sich die Züchter Hammel Eric vom C93 Walzbachtal vom Landesverband Baden und Mutzbauer Horst vom B206 Schrobenhausen vom Landesverband Bayern, Deutsche Widder weiß mit blauen Augen zu züchten. Sofort wurde ein Rammler Wiener weiß gekauft. Nachdem beide Züchter Deutsche Widder weiß Rotauge züchteten, begann man mit der Kreuzung 1.0 Wiener weiß und 0.1 Deutsche Widder weiß Rotauge. Auf der Bundesschau 1997 stellte Eric Hammel die ersten beiden Blauaugen-Widder aus.

 

Unabhängig davon begann 1998 Karl Ströbele vom B332 Weißenhorn ebenfalls mit der Zucht und setzte dabei DW grau und WW ein.

 

Im Jahr 2005 wurden dann auf der Bundesschau in Nürnberg zum ersten Mal genügend Zuchtgruppen gemeldet, dass der Titel eines Deutschen Meisters vergeben werden konnte. Diesen gewann Horst Mutzbauer mit 382 Punkten vor Karl Ströbele mit 377,5 Punkten, dessen Tiere im Gewicht und den Rasse-Merkmalen deutlich Nachholbedarf zeigten.

 

0.1 von Horst Mutzbauer, 96,5 Punkte bei der Bundesschau 2005 in Nürnberg

 

Bei der Bundesschau 2007 in Bremen wurde Burkhard Hinterburg aus Passow, der ein Jahr zuvor von Horst Mutzbauer Zuchttiere erworben hatte, Deutscher Meister mit 380,5 Punkten vor Karl Ströbele, dessen Tiere mit 380,0 Punkten bewertet worden waren.

 

Bei der Bundesschau 2009 in Karlsruhe konnte Karl Ströbele mit 384,5 Punkten den Titel eines Deutschen Meisters erringen, wobei dies nur dadurch zustande kam, weil mehrere Farbenschläge, für die wegen der geringen Meldezahl allein keine Titel vergeben werden konnten, zusammengelegt wurden. Zuchtfreund Horst Mutzbauer erreichte 381,5 Punkte. Weitere Zuchtgruppen anderer Züchter waren leider nicht gemeldet.

 

1.0 488 von Karl Ströbele, 96 Punkte bei der Bundesschau 2009 in Karlsruhe

 

Zuchtgruppenkarte Bundesschau 2009 Karlsruhe

-

Verpaarung und Genetik "weiß Blauauge"

 

 

Die Deutschen Widder weiß Blauauge wurden durch Kreuzung von Deutschen Widdern mit Weißen Wienern herausgezüchtet. Die Farbe der für die Kreuzung eingesetzten Deutschen Widder ist vordergründig egal, entscheidend ist letztendlich deren Qualität. Eingesetzt wurden von verschiedenen Züchtern Deutsche Widder weiß Rotauge und Deutsche Widder grau (auf  genaue Definition des grauen Farbenschlags kann verzichtet werden).

 

Wir setzen die Erbformel ABCDG für Deutsche Widder grau ein. Ebenso könnte die Erbformel a.... für die Farbe des Deutschen Widder weiß Rotauge dort stehen. Um ein Erbschema aufbauen zu können muss der Erbformel ABCDG des grauen Tieres ein großes X angefügt werden, das dem kleinen x des Weißen Wieners gegenüber steht.

 Eltern

Deutsche Widder grau ABCDG X/ABCDG X 

x

Weíße Wiener A.....x/A.....x  

 

In der F1 fallen nur graue Tiere, die aber alle spalterbig für leuzistisch-weiß und blaue Augenfarbe sind – Erbformel ABCDGX/A....x.

 

Die F2 aus der Verpaarung der F1-Tiere untereinander spaltet dann farblich wieder auf. Es fallen theoretisch:

reinerbig graue Tiere ABCDG/ABCDG

graue Tiere, spalterbig für weiß ABCDGX / A....x

reinerbig leuzistisch-weiße Tiere

Blauaugen!

A....x / A....x

25%

50%

25%

  

In der F2 erreichen die Tiere je nach Größe und Gewicht der Ausgangstiere ein Gewicht von 5 - 5,5 kg. Die Ohrenlänge (von Behang kann man noch nicht sprechen) beträgt waagrecht über Kopf gemessen 30 - 35 cm.

Die weißen, blauäugigen Tiere aus der F2 werden dann wieder mit einem Deutschen Widder grau (bzw. Deutschen Widder weiß Rotaugen) gekreuzt - das Spiel beginnt von vorn - es entsteht dann sozusagen die zweite F1.

Außerdem besteht die Möglichkeit graue, spalterbig leuzistisch-weiße Tiere z.B. aus der 2. oder 3. F1 mit inzwischen vorhandenen reinerbigen weißen Blauaugen zu paaren, hier fallen dann theoretisch 50 % weiße Tiere, wodurch die Selektionsmöglichkeiten verdoppelt werden.

Je nach Ausgangsmaterial und Zuchtgröße kann man dann nach 8 - 10 Generationen Tiere erwarten, die man bezüglich Typ, Größe, Gewicht und Behang als Deutsche Widder weiß Blauaugen bezeichnen kann, wobei aber immer wieder noch Tiere mit kurzem oder schwebendem Behang und Gewichtsprobleme auftreten.

Davon ausgehend, dass die Tiere jeweils mit einem Alter von 6 Monaten zur Weiterzucht eingesetzt werden können, waren also 5 - 6 Jahre Geduld und Ausdauer erforderlich bis die ersten ausstellungsfähigen und dem gewünschten Widder-Typ entsprechenden Tiere zur Verfügung standen.

 

Inzwischen gibt es in Deutschland einige Zuchten dieser schönen Rasse, ebenso hat sie sich nach Tschechien, Frankreich, Niederlande, Luxemburg und die Slowakei ausgebreitet. (Stand 2009)

 


Häsin 298, 96,5 Punkte bei der Bundesschau 2009 in Karlsruhe und Jungtier bei einem der ersten Ausflüge

 

 

Beschreibung der Farbe weiß gemäß Standard 2004

 

Bewertung der Farbe bei weißen Rassen:

 

Die Farbe ist am ganzen Körper gleichmäßig, oben wie unten, weiß-glänzend oder weiß-glänzend mit einer leicht elfenbeinfarbigen Tönung, vorwiegend an kurzbehaarten Körperteilen. Dieselbe darf nicht bestraft werden. Elfenbeinfarbige Tönung ist ein Hinweis auf ein dichtes Fell; dies sollte in Position 3 Beachtung finden. Die Unterfarbe ist ebenfalls rein weiß, sie setzt sich neben der Deckfarbe nicht ab. Die Augen der Rotaugen sind farblos (rot durchscheinend), die der Blauaugen sind blau.

 

Leichte Fehler:

 

Farbabweichungen wie leicht grauer oder gelblicher Anflug am ganzen Körper oder einzelnen Körperteilen wie Kopf, Ohren, Hals (Halskrause), Backen, Rumpf, Bauch, Blume, Genital- und Aftergegend. Unreine Unterfarbe. Schwacher Glanz.

 

Schwere Fehler:

 

Stark grauer oder gelblicher Anflug in der Deckfarbe, gänzlich fehlender Glanz.

 

 

 

Die Quellen für den Bericht waren das Deutsche Widderkaninchen, erschienen bei Örtel & Spörer aus Reutlingen, sowie Beiträge der Zuchtfreunde Karl Ströbele vom B332 Weißenhorn und  Horst Mutzbauer vom B206 Schrobenhausen.



Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor der Homepage. Kontakt

Kostenlose Homepage von rePage.de


- w -    Flirten und Bilder bewerten - Lovemission.de

Deutsche Widder grau, blaugrau und weiß Blauauge