Freddys Homepage

Home

Das bin ich

Über mich

Leo

Monatsbilder

News

Bildergalerie

Freunde

Banner

Für Euch

Für uns

Funpics

Gästebuch

Memoriam

Links

Wiesmoor

Spiele

Kontakt

Film

Geschichten

Ronja

Anzeige

 

            Hundegeschichten

 

                                      

 

 

Warum ausgerechnet DACKEL? - Ein Plädoyer für den Dachshund:
 

Der Dackel ist ein gutaussehender und sehr vielseitiger Hund - manche Dackelbesitzer lehnen es sogar ab, dass man ihren Dackel einen "Hund" im herkömmlichen Sinne nennt. Er unterscheidet sich durch vieles vom "Durchschnitts-Hund". Im Dackel verbergen sich Vielseitigkeit und Leidenschaft wie sonst in wenigen Hunderassen dieser Welt. Der Dackel ist der "Philosoph" unter den Hunden, der Denker, der erst nachdenkt und dann handelt. Er ist witzig, geistreich und hintergründig, besteht bei aller Zuneigung zu seinem Herrn auf seinem eigenen Leben und versteht es bestens, seinen Dickkopf und seine Wünsche stur und intelligent durchzusetzen. Der Dackel ist wegen seiner geringen Körpergröße problemlos auch in jeder noch so kleinen Wohnung zu halten, benötigt wenig Futter und keine aufwändige Pflege - weder der Kurz-, noch der Rau- und auch der Langhaardackel nicht. Der Dackel an sich ist sehr wachsam, aber dabei garantiert kein hemmungsloser "Beller" wie der Spitz oder der Zwergschnauzer. Er ist ein Draufgänger und Einzelkämpfer, dabei aber nicht so sinnlos tollkühn wie so manche Terrierrassen, sondern er handelt wohlüberlegt und vorausschauend. Ein Dackel kann sich überall einleben, ist als Einzelhund genauso glücklich, wenn der Mensch genügend Zeit für ihn hat, wie er es als Rudelhund mit einem oder mehreren Artgenossen - nicht zwangsläufig ebenfalls Dackel - sein wird. Das Märchen, ein Dackel verstünde sich nicht mit anderen Hunden ist wirklich veraltet und spricht gegen jede Erfahrung. Ein gesunder, charakterstarker Dackel mit grundlegender Erziehung "kann seinem Herrn durch bedingungslose Hingabe, seine unverbrüchliche Treue, seine zuverlässige Wachsamkeit und durch seinen selbstlosen Einsatz im" Leben "ein unersetzlicher Freund sein. Er kann durch seine liebevolle Zuneigung, seine Anschmiegsamkeit und Zärtlichkeit" (1)zu einem Lebensbegleiter werden, den man als Mensch nicht mehr missen möchte. Das Wesen des Dackels ist also unglaublich vielseitig und wir sollten niemals vergessen, dass der Dackel MIT uns lebt - aber eben auch NUR FÜR UNS LEBT, wenn wir ihn denn erst einmal in unser Leben aufgenommen haben.

1) Zitiert nach Quelle: "Dackel, Pflege - Verhalten - Aufzucht", von Dr. E. Schneider-Leyer. Humboldt-Taschenbuchverlag Jacobi KG. S. 55.

 

Welpen und Junghunde

 

 

Wie bereitet man sich am allerbesten auf die Ankunft eines Welpen / Junghund vor?

01. Schütte kalten Apfelsaft an verschiedene Stellen auf den Teppichboden und lauf barfuss im Dunkeln herum.

02. Trage eine Socke, die durch den Wolf gedreht wurde.

03. Gleich nach dem Aufwachen, stell Dich in den Regen und Dunkelheit und wiederhole: Guter Hund, mach Pipi, beeil Dich, mach schon...

04. Bedecke Deine beste Kleidung mit Hundehaaren. Bei dunkler Kleidung verwende helle Haare und bei heller Kleidung dunkle Haare. Außerdem lasse in Deiner ersten morgendlichen Tasse Kaffee einige Hundehaare schwimmen.

05. Spiel "Fangen" mit einem nassen schleimigen Tennisball.

06. Renn barfuss durch den Schnee, um das Gartentor zu schließen.

07. Schütte einen Wäschekorb mit sauberer Wäsche um und verteile die Stücke über den ganzen Boden.

08. Lass Deine Unterwäsche im Wohnzimmer liegen, denn dorthin bringt sie der Hund sowieso. (Besonders dann, wenn man Gäste hat).

09. Spring aus Deinem Sessel, kurz bevor Deine Lieblingssendung im Fernsehen vorbei ist und renne zur Tür, schreiend: Nein! Nein! Mach das Draußen. Versäume den Schluss Deiner Sendung.

10. Schütte morgens Schokopudding auf den Teppich und warte bis nach der Arbeit, um es sauber zu machen.

11. Nimm einen Schraubenzieher und schnitze Löcher in ein Bein Deines Esstisches.

12. Nimm eine warme, weiche Decke aus dem Trockner und roll Dich in sie ein. Das ist das Gefühl das Du bekommst, wenn ein Welpe auf Deinem Schoss einschläft

Verfasser Unbekannt

Brief eines Hundes an seinen Herrn

 

 

Liebes Herrchen,

am Morgen bist Du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt. Du nahmst meine Leine, wie war ich glücklich! Noch ein kleiner Spaziergang vor den Ferien, wie schön! Wir fuhren mit dem Wagen und Du hast am Straßenrand angehalten. Die Tür ging auf und Du hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte, um ihn Dir zurückzubringen. Als ich zurückkam, warst Du nicht mehr da! In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um Dich zu finden aber vergebens. Ich lief Tag für Tag, um Dich zu finden und wurde immer schwächer. Ich hatte große Angst und großen Hunger. Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit. Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf Deine Rückkehr. Aber Du bist nicht gekommen. Dann wurde der Käfig geöffnet. Nein Du warst es nicht. Es war der Mann, der mich gefunden hatte. Er brachte mich in einen Raum es roch nach Tod! Meine Stunde war gekommen.

Geliebter Mensch, ich will, daß Du weißt, daß ich mich trotz des Leidens, das Du mir angetan hast, noch stets an Dein Bild erinnere und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte ich würde auf Dich zulaufen, denn ich hatte Dich lieb.

Dein Hund.

Verfasser Unbekannt

 

10 Bitten eines Hundes
 

01. Mein Leben dauert ca. 12 Jahre. Jede Trennung von Dir bedeutet Leiden. Bedenke es, ehe Du mich anschaffst!

02. Habe Vertrauen in mich – ich lebe davon!

03. Sprich mit mir! Auch wenn ich Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet!

04. Bedenke, ehe Du mich schlägst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchel deiner Hand zu zerquetschen könnten, ich aber keinen Gebrauch davon mache!

05. Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst!

06 Sei mir nie lange böse und sperre mich zur Strafe nie ein!!!

Du hast deine Arbeit, dein Vergnügen, deine Freunde – ich habe nur Dich!!!

07. Behandle mich wie du selbst behandelt werden möchtest, ich vergesse nie!!!

08. Ehe Du mich scheltest, bockig oder faul nennst, bedenke: Vielleicht plagt mich ein ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt, habe eine verbrauchtes Herz oder meine Ohren funktionieren nicht mehr richtig.

09. Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde – auch Du wirst einmal alt!

10. Gehe jeden schweren Gang mit mir, sage nie: „Ich kann so etwas nicht sehen!“ oder „Es soll in meiner Abwesenheit geschehen.“

Alles ist leichter für mich mit Dir!!!

[sfreder]

Der alte Hund

 

 

Erinnern Sie sich? Eben noch ist der zwölf Wochen alte Welpe durch ihre Wohnung galoppiert, war als Einjähriger der Schrecken aller Kaninchen.

Selbst mit 8 Jahren war er nicht zu halten, wenn er einen Ball sah.

Plötzlich ist alles anders. Plötzlich ? Nein, die Anzeichen kamen schleichend.

Das Aufstehen und Hinlegen fällt schwerer. Das jahrelang bewährte Futter schmeckt plötzlich nicht mehr so richtig. Die Blase drückt viel öfter als früher.

Die im Welpenalter aufgebauten Hundefreundschaften werden nur noch kurz beschnüffelt, dann wendet man sich auch schon wieder dem Heimweg zu. Das Bedürfnis nach Wärme und Zuwendung ist größer als je zuvor

DER HUND IST ALT.

Kleine Rassen werden bekanntlich älter als Große, dass spielt aber in diesem Fall überhaupt keine Rolle. Es geht darum dem Hundesenior gerecht zu werden und sich seinen Ansprüchen anzupassen.

Ihr Hund hat Sie jahrelang begleitet. Er war Ihnen ein treuer Gefährte und Partner. Er hat Ihnen nie vorgeworfen, dass eine Fahrt bei 25 Grad im Sommer, im Hundepelz weniger angenehm ist. Er hat gefressen was sie ihm vorgesetzt haben und er hat seine Geschäfte erledigt wenn Sie ihn hinaus ließen.

Nun fordert das Alter von Ihrem Hund Tribut

und Sie stehen in der Pflicht es für Ihren Gefährten so angenehm wie möglich zu machen.

Das sind Sie ihm einfach schuldig.

Das Altern von Tieren jeglicher Art unterscheidet sich kaum von den Alterserscheinungen eines Menschen. Wer kann sich also nicht vorstellen, dass es beschwerlicher ist einen Hügel zu erklimmen als früher. Das die Ohren und Augen in ihrer Sinneskraft nachlassen. Das man jugendlichen Flegeln am liebsten aus dem Weg geht, weil man sich einem Kräftemessen nicht mehr gewachsen fühlt.

Es ist so einfach sich in einen alten Hund hinein zu versetzten, wenn wir uns nur einmal die Mühe machen und darüber nachdenken, was gut und wichtig für IHN ist.

Würden Sie ihre Oma in der Garage schlafen lassen, weil sie ihren Blasendrang nicht mehr wie früher unter Kontrolle hat? Würden Sie ihr einmal am Tag eine fette Mahlzeit vorsetzen obwohl sie schon am Morgen nach einer Kleinigkeit verlangt?

Würden Sie ihre alte Oma wirklich einen ganzen Tag alleine lassen?

NEIN !

Wenn ein Funken Menschlichkeit in Ihnen steckt, dann können Sie diese Fragen nur mit " niemals " beantworten.

Unseren alten Hunden aber wiederfährt dieses Schicksal auf der Welt millionenfach.

Warum? Halten wir unsere Tiere für seelenlose Maschinen? Das wohl nicht.

Aber sie lamentieren und klagen nicht, sie weinen und stöhnen nicht. vor allem aber klagen sie nicht an und solange sie das nicht tun schlussfolgern wir, dass es Ihnen gut bei uns geht.

Welch fataler Irrtum.

Wenn Sie diesen Teufelskreis durchbrechen wollen und dem Hund die Anerkennung zollen die ihm gebührt, dann haben Sie die Möglichkeit Ihren Freund auf seinem letzten Lebensabschnitt zu begleiten und in aller Ruhe von Ihm Abschied zu nehmen. Er dankt es Ihnen tausendfach.

Verbannen Sie ihn auf keinen Fall von seinem gewohnten Schlafplatz nur weil Darm- oder Blase hin und wieder nicht funktionieren. Wenn vorher sein Schlafplatz mit einer Decke ausgestattet war, dann kostet es Sie doch nur ein müdes Lächeln, dass Lager mit ein oder zwei weiteren Decken weicher zu gestalten. Die alten Knochen sehnen sich nach Wärme und das Immunsystem ist krankheitsanfälliger. Also versteht es sich von selbst, dass Sie ihrem Hund bei Kälte und Regen nicht draußen abliegen lassen.

Auch wenn IHM das in den vergangenen 10 Jahren nichts ausgemacht hat!

Teilen Sie die Futterrationen auf mehrere kleine Mahlzeiten am Tag auf. Reichen Sie ihm sein Fressen wenn er danach verlangt, denn alte Hunde werden in der Regel oft sowieso von Appetitlosigkeit geplagt. Gönnen Sie ihm hin und wieder einen Leckerbissen (z.B. Hühnerklein)

Die Gewaltmärsche von früher sind tabu. statt dessen gehen sie lieber einmal mehr eine kleine Runde. Pflegen Sie ihn weiterhin wie gewohnt. Es gibt keinen Grund, einen alten Hund weniger zu bürsten oder pflegen, nur weil keine Aussicht mehr besteht auf einer Ausstellung mit ihm zu glänzen.

Besonders wichtig ist aber für ihren Hund, dass er nun besonders auf ihre Liebe und Führsorge angewiesen ist. Hunde die zu Lebzeiten keine ausgesprochenen Schmuser waren, entwickeln im Alter eine ausgesprochene Liebesbedürftigkeit. Schenken Sie dem alten Hund ihre ganze Aufmerksamkeit.

Es ist nicht der richtige Zeitpunkt, ihm mit zwölf oder gar dreizehn Jahren einen Welpen vor die Nase zu setzten. Die Möglichkeit dazu hatten Sie vorher. Es ist nun ohnehin absehbar, wann Sie sich einen " neuen " Hund ins Haus holen können.

Beobachten Sie ihren Hund. Wenn er Anzeichen von Schmerzen oder krankhafte, körperlichen Veränderungen zeigt, dann ist der Gang zum Tierarzt oder ein Hausbesuch desselben, dringend erforderlich. Es liegt in Ihrer Hand, dem Hund Schmerzen zu ersparen.

Sollte es aber für Ihren alten Hund keine Rettung geben, dann sind besonders Sie, als

lebenslange Bezugsperson und Rudelführer gefordert. Den Hund auf seinem letzten Weg einem Bekannten oder gar Fremden anzuvertrauen ist unverzeihlich.

Er hat ihnen ein Leben lang zur Seite gestanden und es ist Ihre Pflicht, ihn bis zur letzten Minute zu begleiten. Ein Hund der in einer Tierarztpraxis umgeben von Fremden stirbt, ist ein unglücklicher Hund !

Wir alle empfinden bei diesem letzten Gang unsagbare Trauer, Schmerz und Leid. Niemand braucht sich in diesen Minuten seiner Tränen zu schämen.

Aber der Hund ist es der stirbt.

Und er hat ein Recht auf die streichelnden Hände seiner Bezugsperson.

Egal wie schwer uns das fällt.

Auch wenn Ihr Hund jetzt noch jung ist oder Sie sich gerade erst mit dem Gedanken befassen einen Hund anzuschaffen, auch Ihr Hund wird alt. Und es ist der biologische Lauf der Dinge die unseren Hund nun einmal früher sterben lässt als uns.

Es liegt in Ihrer Macht

Verfasser Unbekannt

Stets bedenke!

Der einzige selbstlose Freund, den der Mensch in dieser selbstsüchtigen Welt haben kann,
der einzige Freund, der ihn nie verlässt und sich ihm gegenüber nie undankbar oder treulos erweist,
ist sein Hund.
Eines Menschen Hund steht in Wohlstand und Armut an seiner Seite, in gesunden und in kranken Tagen.
Er wird auf kalter Erde schlafen, im eisigen Wind und Schnee des Winters,
nur um an der Seite seines Herrn und Meisters zu sein.
Er wird die Hand küssen, die ihm die Nahrung anbieten kann;
er wird die Wunden und Schrammen lecken, die die raue Welt schlägt.
Er behütet den Schlaf seines armen Herrn, als wäre dieser ein Fürst.
Und wenn alle Freunde ihn verlassen: Er bleibt zurück.
Und wenn der Reichtum vergeht, der Ruf zuschanden wird,
seine Liebe bleibt beständig, wie die Sonne auf ihrer Reise über das Himmelszelt.

Verfasser Unbekannt


 

Wie konntest Du nur?"
"How Could You?"
Copyright Jim Willis 2001
tiergarten@onebox.com
(Übersetzt aus dem Amerikanischen von Elvira Rösch & Nicole Valentin-Willis)


Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich Dich mit meinen Possen und brachte Dich zum Lachen. Du nanntest mich Dein Kind, und trotz einer Anzahl durchgekauter Schuhe und so manchem abgeschlachteten Sofakissen wurde ich Dein bester Freund. Immer wenn ich "böse" war, erhobst Du Deinen Finger und fragtest mich "Wie konntest Du nur?" - aber dann gabst Du nach und drehtest mich auf den Rücken, um mir den Bauch zu kraulen.

Mit meiner Stubenreinheit dauerte es ein bisschen länger als erwartet, denn Du warst furchtbar beschäftigt, aber zusammen bekamen wir das in den Griff. Ich erinnere mich an jene Nächte
, in denen ich mich im Bett an Dich kuschelte und Du mir Deine Geheimnisse und Träume anvertrautest, und ich glaubte, das Leben könnte nicht schöner sein. Gemeinsam machten wir lange Spaziergänge im Park, drehten Runden mit dem Auto, holten uns Eis (ich bekam immer nur die Waffel, denn "Eiskrem ist schlecht für Hunde", sagtest Du), und ich döste stundenlang in der Sonne, während ich auf Deine abendliche Rückkehr wartete.

Allmählich fingst Du an, mehr Zeit mit Arbeit und Deiner Karriere zu verbringen - und auch damit, Dir einen menschlichen Gefährten zu suchen. Ich wartete geduldig auf Dich, tröstete Dich über Liebeskummer und Enttäuschungen hinweg, tadelte Dich niemals wegen schlechter Entscheidungen und überschlug mich vor Freude, wenn Du heimkamst und als Du Dich verliebtest.

Sie, jetzt Deine Frau, ist kein "Hundemensch" - trotzdem hieß ich sie in unserem Heim willkommen, versuchte ihr meine Zuneigung zu zeigen und gehorchte ihr. Ich war glücklich, weil Du glücklich warst. Dann kamen die Menschenbabies, und ich teilte Deine Aufregung darüber. Ich war fasziniert von ihrer rosa Haut und ihrem Geruch und wollte sie genauso bemuttern. Nur dass Du und Deine Frau Angst hattet, ich könnte ihnen wehtun, und so verbrachte ich die meiste Zeit verbannt in einem anderen Zimmer oder in meiner Hütte. Oh, wie sehr wollte auch ich sie lieben, aber ich wurde zu einem "Gefangenen der Liebe".

Als sie aber grösser waren, wurde ich ihr Freund. Sie krallten sich in meinem Fell fest, zogen sich daran hoch auf wackligen Beinchen, pieksten ihre Finger in meine Augen, inspizierten meine Ohren und gaben mir Küsse auf die Nase. Ich liebte alles an ihnen und ihre Berührung - denn Deine Berührung war jetzt so selten geworden - und ich hätte sie mit meinem Leben verteidigt, wenn es nötig gewesen wäre.


Ich kroch heimlich in ihre Betten, hörte ihren Sorgen und Träumen zu, und gemeinsam warteten wir auf das Geräusch Deines Wagens in der Auffahrt. Es gab einmal eine Zeit, da zogst Du auf die Frage, ob Du einen Hund hättest, ein Foto von mir aus der Brieftasche und erzähltest Geschichten über mich. In den letzten Jahren hast Du nur noch mit "Ja" geantwortet und das Thema gewechselt. Ich hatte mich von "Deinem Hund" in "nur einen Hund" verwandelt, und jede Ausgabe für mich wurde Dir zum Dorn im Auge.

Jetzt hast Du eine neue Berufsmöglichkeit in einer anderen Stadt, und Du und sie werdet in eine Wohnung ziehen, in der Haustiere nicht gestattet sind. Du hast die richtige Wahl für "Deine" Familie getroffen, aber es gab einmal eine Zeit, da war ich Deine einzige Familie.

Ich freute mich über die Autofahrt, bis wir am Tierheim ankamen. Es roch nach
Hunden und Katzen, nach Angst, nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest die Formulare aus und sagtest "Ich weiss, Sie werden ein gutes Zuhause für sie finden". Mit einem Achselzucken warfen sie Dir einen gequälten Blick zu. Sie wissen, was einen Hund oder eine Katze in "mittleren" Jahren erwartet - auch mit "Stammbaum". Du musstest Deinem Sohn jeden Finger einzeln vom Halsband lösen, als er schrie "Nein, Papa, bitte! Sie dürfen mir meinen Hund nicht wegnehmen!" Und ich machte mir Sorgen um ihn und um die Lektionen, die Du ihm gerade beigebracht hattest: über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortung, und über Respekt vor allem Leben. Zum Abschied hast Du mir den Kopf getätschelt, meine Augen vermieden und höflich auf das Halsband und die Leine verzichtet. Du hattest einen Termin einzuhalten, und nun habe ich auch einen.

Nachdem Du fort warst, sagten die beiden netten Damen, Du hättest wahrscheinlich schon seit Monaten von dem bevorstehenden Umzug gewusst und nichts unternommen, um ein gutes Zuhause für mich zu finden. Sie schüttelten den Kopf und fragten "Wie konntest Du nur?".

Sie kümmern sich um uns hier im Tierheim so gut es eben geht. Natürlich werden wir gefüttert, aber ich habe meinen Appetit schon vor Tagen verloren. Anfangs rannte ich immer vor ans Gitter, sobald jemand an meinen Käfig kam, in der Hoffnung, das seiest Du - dass Du Deine Meinung geändert hättest - dass all dies nur ein schlimmer Traum gewesen sei... oder ich hoffte, dass es zumindest jemand wäre, der Interesse an mir hätte und mich retten könnte. Als ich einsah, dass ich nichts aufzubieten hatte gegen das vergnügte Um-Aufmerksamkeit-Heischen unbeschwerter Welpen, ahnungslos gegenüber ihrem eigenen Schicksal, zog ich mich in eine ferne Ecke zurück und wartete.


Ich hörte ihre Schritte als sie am Ende des Tages kam, um mich zu holen, und trottete hinter ihr her den Gang entlang zu einem abgelegenen Raum. Ein angenehm ruhiger Raum. Sie hob mich auf den Tisch und kraulte meine Ohren und sagte mir, es sei alles in Ordnung. Mein Herz pochte vor Aufregung, was jetzt wohl geschehen würde, aber da war auch ein Gefühl der Erleichterung. Für den Gefangenen der Liebe war die Zeit abgelaufen. Meiner Natur gemäss war ich aber eher um sie besorgt. Ihre Aufgabe lastet schwer auf ihr, und das fühlte ich, genauso wie ich jede Deiner Stimmungen erfühlen konnte.

Behutsam legte sie den Stauschlauch an meiner Vorderpfote an, während eine Träne über ihre Wange floss. Ich leckte ihre Hand, um sie zu trösten, genauso wie ich Dich vor vielen Jahren getröstet hatte. Mit geübtem Griff führte sie die Nadel in meine Vene ein. Als ich den Einstich fühlte und spürte, wie die kühle Flüssigkeit durch meinen Körper lief, wurde ich schläfrig und legte mich hin, blickte in ihre gütigen Augen und flüsterte "Wie konntest Du nur?"

Vielleicht verstand sie die Hundesprache und sagte deshalb "Es tut mir ja so leid". Sie
umarmte mich und beeilte sich mir zu erklären, es sei ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass ich bald an einem besseren Ort wäre, wo ich weder ignoriert noch missbraucht noch ausgesetzt werden könnte oder auf mich alleine gestellt wäre - einem Ort der Liebe und des Lichts, vollkommen anders als dieser irdische Ort. Und mit meiner letzten Kraft versuchte ich ihr mit einem Klopfen meines Schwanzes zu verstehen zu geben, dass mein "Wie konntest Du nur?" nicht ihr galt. Du warst es, mein geliebtes Herrchen, an den ich dachte. Ich werde für immer an Dich denken und auf Dich warten.

Möge Dir ein jeder in Deinem Leben so viel Loyalität zeigen.

 

 

 



Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor der Homepage. Kontakt

Kostenlose Homepage von rePage.de


- w -    Flirten und Bilder bewerten - Lovemission.de