Lyrische Momente mit Anette Esposito
Home
Vita
eMail
Gästebuch
Kontakt
Impressum
Fotos
Meine Bücher
Liebesgedichte
Erotisches
Balladen
Rund um die Zeit
Humorvolles NEU
Mittelalterliches
Problematisches
Religiöses
Liebesschmerz
Frühling
Ostern
Sommer
Herbst
Novemberliches
**Winter**
**Weihnacht**
*Jahreswechsel*
Morgenstimmung
Abendstimmung
Autobiogr.1
Autobiogr.2
Autobiogr 3
Krise
Katastrophales
Menschen 1
Menschen 2
News
Liedtexte
Limericks
Finale
Neuigkeiten NEU
Tröstliches NEU
Unsinniges NEU
Baumiges NEU
Vorurteile Neu
Memoriam
Italienische Lyrik
Oktober 2008
November 2008
Dezember 2008
Januar 2009
Februar 2009
März 2009
April 2009
Mai 2009
Juni 2009
Juli, August o9
November 2009
Nationalbibliothek
Presseartikel
aktuelle Termine
Aphorismen
Oktober 2010
gemischtes April 2011
Neapel....
Songtexte
Mein Hund Dino

 


Im Schein von heiler Welt

 

Ich stehe hier im Schlafanzug, im Schein von heiler Welt.

Der Regen an die Scheibe klopft, ich hab ihn nicht bestellt.

Noch liegen Träume greifbar nah, ich lasse sie nicht los.

Wie gern würd ich mit ihnen fliehn!  Wie mache ich das bloß?

 

Gedanken wüten sorgenvoll  und drehen sich im Kreis.

Zum Schweigen hat man mich verdammt, man nichts von ihnen weiß.

Ein Lächeln hab ich aufgesetzt, es steht mir wirklich gut.

Mein Spiegelbild sagt mir „Hallo! Du schaffst das doch, nur Mut!“

 

Ich mime Stärke, zeige Mut. Nichts schafft mich, kriegt mich klein.

Die Maske hab ich aufgesetzt. Sie strahlt in hellem Schein.

Doch hinter ihr, man ahnt es nicht, verborgen, steht mein Ich,

verletzbar, ängstlich, mutlos, klein und lässt mich nicht im Stich.

  

Man zählt auf mich, erwartungsvoll, und findet das normal.

Den Schein zu wahren gilt es nur. Was andres wär fatal.

Nach außen hin steht  heile Welt, egal um welchen Preis.

Es  geht uns gut, uns fehlt‘s an Nichts, wie jeder sieht und weiß.

 

Die Arbeit geht mir von der Hand, Routine macht mich fit.

Im gleichen Trott der gleiche Wahn hält täglich mit mir Schritt.

Für jeden sichtbar:  heile Welt. So muss es schließlich sein.

Ich bin erkaltet, ausgebrannt, fühl leer mich und allein.

 

 

Ich mime Stärke, zeige Mut. Nichts schafft mich, kriegt mich klein.

Die Maske hab ich aufgesetzt. Sie strahlt in hellem Schein.

Doch hinter ihr, man ahnt es nicht, verborgen steht mein Ich,

verletzbar, ängstlich, mutlos, klein und lässt mich nicht im Stich.

 

Doch träume ich und hoffe noch auf mehr als, was ich hab.

Die „heile Welt“ in der ich bin beengt mich wie ein Grab.

Und abends dann, wenn alles schläft, leg ich die Maske hin.

Ich geb mich frei dem Spiegelbild und zeig ihm wer ich bin.

 

Bin ohne Stärke, ohne Mut, verletzbar, ängstlich, klein.

Ich würd so gern mit Träumen fliehn, so gerne anders sein.

Doch leider bin ich, wie ich bin, und spiele heile Welt.

Versuche alles, geb mich so, dass jedem es gefällt.

 

 

Ich mime Stärke, zeige Mut. Nichts schafft mich, kriegt mich klein.

Die Maske hab ich aufgesetzt . Sie strahlt in hellem Schein.

Doch hinter ihr, man ahnt es nicht, verborgen, steht mein Ich

verletzbar, ängstlich, mutlos, klein und lässt mich nicht im Stich.

 

 

 

Borderlein

 

Wie in tausend spitzen Scherben

-leer der Raum hier kühl und feucht-

stehst du barfuß vorm Verderben

ohne Zögern und verseucht.

 

Viele Ängste dich verwalten,

haben den Verstand im Griff,

Tage, Nächte sich gestalten.

Sie zerschmettern an dem Riff.

 

Wie ein Virus tief im Kopfe

bist nur Gast in deinem Ich

und um wirklich was zu spüren

legst du selbst die Hand an dich

Wer hilft deiner armen Seele?

Wer befreit sie aus dem Zwang?

Immer wieder- quäle, quäle-

folgst du folgenschwer dem Drang.

 

 

Leise Stimmen dich beschwören,

ziehen tiefer dich hinab.

Sie befehlen, sie betören.

Zwiespalt schaufelt dir dein Grab.

 

Wie nach Wärme dein Verlangen,

lässt du Nähe gar nicht zu.

Wut im Schmerz nimmt dich gefangen,

bist mit dir nicht mehr per Du.

 

 

 Wie ein Virus tief im Kopfe

bist nur Gast in deinem Ich

und um wirklich was zu spüren

legst du selbst die Hand an dich

Wer hilft deiner armen Seele?  

Wer befreit sie aus dem Zwang?

Immer wieder- quäle, quäle-

folgst du folgenschwer dem Drang.

 

So wie Wasser durch die Finger

läuft dein Wesen dir davon

und das Muster prägt dich weiter

in Gewohnheit ,Ton in Ton.

 

Wenn die tausend Scherben weinen,

ruft die Seele nach dem Ich.

Doch sie spiegeln im Geheimen

wer du sein willst… nur für mich.

 

 

 

 

Die Brücke

 

Frei wie ein Vogel fliegt sie durch das Weite.

Farben und Formen ihr stehen zur Seite.

Geöffnet das Tor, das willkommen sie heißt.

Ein Stich nur genügt und reales entgleist.

 

Die Augen geschlossen, die Hände bald sinken.

Ergeben dem Rausch will sie restlos ihn trinken.

Nur kurz denkt sie noch an das Gestern was war,

verschwommen entweicht schon, was eben noch klar.

 

Wo steht sie,die Brücke? Sie suchte nach ihr.

Ein farbiger Bogen  von drüben nach hier.

Der Regen verbrennt, von der Sonne verzehrt,

Die Brücke, die Brücke, sie hat sie begehrt.

  

Wüsten erbeben, wo Gräuel sich mehren.

Nun sieht sie Regen, den Flammen verzehren,

die Hand, die voll Blut und von fern nach ihr greift.

Sie spürt wie sie fällt, wie das Uferlos reift.

 

Leise vernimmt sie Entsetzen und Schreien.

Es ist ihr egal, denn die Brut will gedeihen.

Der Same geht auf, den sie selber gesät.

Sie will nicht zurück, denn es ist schon zu spät.

 

Wo steht sie, die Brücke? Sie suchte nach ihr.

Ein farbiger Bogen  von drüben nach hier.

Der Regen verbrennt, von der Sonne verzehrt,

Die Brücke, die Brücke , sie hat sie begehrt

 

Bangen und Klagen - sie spürt  das Gedränge.

Lieblich jedoch sind die andern Klänge.

Sie rufen und locken und ziehen sie mit.

Ein Stich nur genügte- nun endet ihr Schritt.

 

Wangen und Lippen, das Rot ist verschwunden.

Leben, vorüber mit all seinen Wunden.

Die Nadel lag blutig in offener Hand.

Man hat sie gefunden, sie niemals gekannt.

 

 

Ich bin Frei

 

So viele Ideen, so viele Gedanken.

Sie bringen mich um den Verstand

Es drängt mich zu fliehen , durchbrechen die Schranken

ein Flug zu den Sternen mich bannt

 

Ich sitze hier fest, doch ich sehe mich draußen,

die Nacht blickt mich an und versteht

und meine Gedanken geraten ins Wanken

bevor sie der Wind mir verweht.

 

Jetzt ist meine Zeit gekommen,  ich bin frei….

sie gehört nur mir allein

aussortieren, was verschwommen macht mich frei..

neues lass ich ein.

 

Ich schließ meine Tür, denn ich mag keinen sehen.

Ein Wunsch nur, alleine zu sein

und dreh mich im Kreis, denn ich fühle mich schweben.

Die Nacht läd zum tanzen mich ein .

 

Gebannt sitz ich hier, wie auf glühenden Kohlen,

und starre zum Fenster wie blind

Fast hätt ich mir selber die Freiheit  gestohlen

Ich fühl mich als hilfloses Kind.

 

Jetzt ist meine Zeit gekommen,

sie gehört nur mir allein

aussortieren, was verschwommen

neues lass ich ein.

 

Drum  nehm ich den Stift um Notizen zu schreiben.

So  fange Gedanken ich ein.

Die Nach ist noch jung und ich lasse mich treiben

will ihr Begleiter nun sein

 

Meine Zeit ist jetzt gekommen,

sie gehört nur mir allein.

Hab die Freiheit mir genommen

einmal frei zu sein

 

 

 Endzeit

 

Viel Zeit verbleibt nicht mehr, es droht das Aus.

Die Welt steckt tief im Schlamm- wer zieht sie raus?

und bunte Neonlichter merken‘ s nicht

Sie lächeln ahnungslos in ihr Gesicht.

Es scheint vergessen was uns einst verband.

Die Erde dreht sich hin zum Abgrundrand.

Wenn sich am Horizont das Ende bricht-

Was wird geschehn? – Man weiß es nicht.

 

Man baut Raketen, droht mit aller Macht

und nuklear wird rasch ein Krieg entfacht.

Es dreht sich alles nur um den  Profit

und alle reden laut, doch laufen mit.

Die Zeit verrinnt, so  wie dein Leben auch.

Was bleibt ist Asche nur und etwas  Rauch.

Doch wenn verlöschen wird das Erdenlicht,

was dann geschieht- weiß man noch nicht.

 

Brücke:

Was hat  ihn dazu getrieben, zur zerstörerischen Wut?

Hat den Wahnsinn er geboren, der nun aufzieht seine Brut?

Mit der Hoffnung lässt sich‘s sterben dass Vernunft die Welt regiert,

dass am Größenwahn der Erben unsre Erde nicht krepiert.

 

Von Katastrophen liest man Tag für Tag

von Hunger, Elend, Not, was keiner mag.

Der Erde fehlt es lang schon an Geduld

und jeder gibt allein dem andern Schuld.

Der Zeiger an der Uhr  bleibt nicht mehr stehn.

Bald ist es Mitternacht, du kannst es sehn.

Dann, wenn der Glockenschlag das Amen spricht,

wird es geschehn-  Was, weiß man nicht.

 

Das Schicksal unsrer Erde ist bestimmt,

auch wenn dagegen man was unternimmt.

Lässt Gott im Himmel sie nun doch im Stich?

Die Hand, die sie erschuf, erschuf auch mich.

Jedoch bezahlen muss am Ende schwer,

der, der‘s verbockt hat, ohne Wiederkehr.

Auch dich und mich erwartet ein  Gericht

und wie es ausgeht -   weiß man nicht.

 

© Anette Esposito

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor der Homepage. Kontakt

Kostenlose Homepage von rePage.de


Anzeige:    Freunde finden leicht gemacht

Lyrische Momente mit Anette Esposito