Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Die Zeit ist reif

 

Keiner kann mein Inn‘res schauen,

leider trügt bei mir der Schein.

Aber könnte ich vertrauen

und auch unbeschwerter sein,

sagte ich gern was ich fühle,

jeden Tag ein Stückchen mehr,

überwänd auch jene Kühle.

Reif ist Zeit für Freud, Begehr.

Gern ließ ich mich auch verleiten,

einen Schritt nach vorn zu gehn,

neue Wege zu beschreiten,

so das Leben anders sehn.

 Zweifelhaft bedeckt sind Stunden.

Mir ist manches noch nicht klar.

Eitrig klaffen off’ne Wunden,

rotumrändert, blutend gar.

Eilig läuft mir Zeit davon,

raspelt Süßholz voller Hohn.

 

 

Zu viel Zeit

 

Viel Zeit ist seitdem schon vergangen,

als er sie in den Armen hielt

für ein‘ Moment - und sein Verlangen

ihr nah zu sein, es ihm befiehlt.

 

Noch immer spürt er ihre Nähe,

geheimnisvoll sie ihn umstreift.

Ach, wenn er sie noch einmal sähe.

Ein Wunsch, der weiter in ihm reift.

 

Er fühlt dies Drängen und sein Sehnen,

auch ihr Parfum riecht er noch zart,

würd sich so gerne an sie lehnen,

mit ihr erleben, Gegenwart.

 

Ihr Kuss liegt noch auf seinen Lippen,

die ihn verzauberten sogleich.

Nur wenig konnte er dran nippen

an hellem Rot, so sanft und weich.

 

In Augen, grün wie zwei Smaragde

verlor er seinen klaren Blick,

und er beschloss, es ihr auch sagte:

Ich komme bald zu dir zurück.

 

Viel Zeit ist seitdem schon verflogen

und große Sehnsucht füllt sein Herz.

Er fühlt vom Schicksal sich betrogen,

das ihm beschert den wehen Schmerz.

 

Die Arbeit, auch ans Wort gebunden,

lässt ihm doch keine freie Wahl

und er verlebt zu viele Stunden,

die ohne sie ihm sind nur Qual.

 

Ach könnte er, er würd so gerne,

sofort und einfach zu ihr gehn.

Doch lebt sie weit von ihm, in Ferne.

Wie gern möcht er sie wiedersehn.

 

Wie jeden Tag, so geht wieder

auch heute seinen Pflichten nach,

als guter Bürger, treu und bieder,

als Ehemann im Schlafgemach.

 

Doch heut hat er sich vorgenommen,

er kehrt nicht mehr nach Haus zurück.

Den Koffer hat er mitgenommen.

Er fährt zu ihr, mit ihr ins Glück.

 

Nur heute fand er auf der Akte

ein Zettel vor mit der Notiz,

und seine Kraft im Schmerz versackte:

„Sie starb gen Morgen im Hospiz“.

 

+++

 

Auch ihr war’s so ergangen

seit sie ihn damals traf.

Auch sie litt an Verlangen,

an Nächten ohne Schlaf.

 

Hat ihm ihr Herz gegeben,

die Liebe einzig war

und ohne ihn zu leben,

schien ihr unmöglich gar.

 

Sie hegte seine Worte,

und glaubte ihnen gern

an ihrem Heimatorte,

der seinem so weit fern.

 

Viel Zeit war nun verronnen,

die Hoffnung gab ihr Mut

Bald würd er wiederkommen,

dann würde alles gut.

 

Bis eines Tags sie spürte,

dass Krankheit sie beschlich,

die sie zum Tode führte

und nicht mehr von ihr wich.

 

Gekämpft hat sie, verbissen,

gehofft, gewartet, stur.

Wie tat sie ihn vermissen,

wollt für ihn leben nur.

 

Doch er kam nicht mehr wieder.

Geweint hat sie so oft

bis müde ihre Lider.

So lang hat sie gehofft.

 

Dann schwand ihr Mut und Bangen,

die Krankheit nahm Besitz.

Noch immer voll Verlangen

lag sie dort im Hospiz.

 

Ein‘ Zettel, der auf Leinen

mit einem Herz am Rand,

ließ manches Auge weinen,

weil dort sein Name stand.

 

Sie gab ihr Herz dem Einen.

Der Tod nahm leis sie fort.

Vielleicht wir er nun weinen,

weit weg, am andern Ort.

 

Entfliehende Zeit

 

Hinfort ziehen Stunden mit sturmvollem Drängen.

Mir ist so, als ob es erst gestern noch war,

als Schneelast auf Zweigen von baumreichen Hängen

begrüßte ein neu’, viel versprechendes Jahr.

 

Die Tage des Frühlings vergingen im Fluge

und schnell fuhr der Sommer ins blühende Land.

Versengende Hitze entwich aus dem Zuge,

hat zahlreiche Halme der Wiesen verbrannt.

 

In rasender Eile durchfuhr er die Tage

und bald klopfte Herbst an das Jahreszeittor.

Mit tanzenden Blättern im Wind wog die Klage:

„Es naht schon der Winter“ im menschlichen Ohr.

 

Wenn düstere Nebel die Täler verdrießen,

das Leben in frostreichen Nächten erstarrt,

wird wieder ein Kreislauf des Jahres sich schließen.

Erinn’rung erwacht, die Vergang‘nes bewahrt.

 

Bald steht man erneut an der jährlichen Wende

und was man erlebte, liegt nun wieder brach.

Es beugen sich Häupter, auch falten sich Hände

und manch einer sinnt über vieles nun nach.

 

Was hat das vergangene Jahr uns gegeben?

Das wartende Neue sich dunkel verhüllt.

Wird man auch die Zukunft in Freude erleben?

Mit Sorgen und Ängsten sind Herzen gefüllt.

 

Doch schreitet man weiter und hofft auf das Beste,

im Grunde genauso, wie Jahre zuvor

und blickt auf die übrig gebliebenen Reste

des eigenen Lebens, steht ahnend davor.

 

Was nützt uns das Bangen, die Angst und das Sorgen?

Wir liegen geborgen in göttlicher Hand

und schauen getrost auf das kommende Morgen,

das wieder erwacht und das Gestern verbannt.

 

Nun schwinden die letzten Minuten in Eile.

Das Jahr ist vergangen, sein Leben vorbei

und als es begonnen hat vor einer Weile,

lag, wie auch heute, die Zukunft noch frei.

 

Beginnt auch ein Leben, erblüht’s mit viel Ruhme,

im Eilzug zum sicheren Tode es fährt.

Im Herbst seiner Tage verwelkt’s wie die Blume.

Wie viel ist das Heute des Lebens dir wert?

 

 

 

Nur heute

 

Der Sommer nimmt Abschied auf löchrigen Sohlen.

Schon schreitet der Herbst durch das wartende Land.

Ins Dickicht der Bäume hat er sich gestohlen,

bemalt fantasievoll ihr grünes Gewand.

 

Noch funkeln die Strahlen der Sonne in Wäldern,

die schützend beherbergten zwitschernde Schar.

In blumigen Gärten, auf tragreichen Feldern,

verblassen die Spuren von dem, was mal war.

 

Erinnerung tragend bedeckt sind die Tage.

Den Ausklang des Sommers begleiten sie nun.

Mal sonnen -, mal wolkenbeschwert ist die Waage

mit fliegenden Stunden, die niemals sich ruh’n.

 

Gespannt blicken wir auf die kommenden Zeiten.

Mit Wehmut auf das, was schon hinter uns liegt.

In Kürze verlässt auch der Herbst unsre Breiten.

Wie schnell doch die Zeit unsres Daseins verfliegt.

 

Wenn oft auch beim Wandern durchs farbige Leben

Natur unsre Sinne mit Freuden versorgt,

sich Wehmut mit Neugier auf Neues verweben,

hat gestern das Morgen für heut nur geborgt.

 

 

 

 

Nur für kurze Zeit

 

Wie ein Sommerregenschauer,

der die warme Erde netzt,

bleibt auch nicht von langer Dauer

jede Klinge scharf gewetzt.

Wie ein Feuer, das entbrannte,

so der Tag, der schnell vergeht,

wird die Trauer, die dich bannte,

mit der Zeit hinfort geweht.

 

Wie der Sturmwind auf dem Wasser,

der nur tobt so lang er will,

werden Farben auch mal blasser

und die Wogen wieder still.

Wie nach langer Winterkälte

auch der Frühling wieder weicht,

hat der Kummer, der dich fällte,

nicht die Ewigkeit erreicht.

 

Wie ein rauschend‘ Fest, das endet,

wird das Leben auch vergehn.

Wenn das Glück sich zu dir wendet,

bleibt es ewig nicht bestehn.

Jede Blume wird verblühen,

jeder Knabe einmal Mann.

Wie der Kerzendocht verglühen,

kann auch Liebe irgendwann.


Bist von vielem du verlassen,

das dich früher hat beglückt,

gehst du einmal durch die Straßen

voller Qualen und gebückt.

Wie die Blätter von den Bäumen,

die der Herbstwind trägt durchs Weit,

stirbst auch du mit deinen Träumen.

Alles währt nur kurze Zeit.

 

Darum gehen die Momente,

jeden Augenblick der Zeit,

als des Lebens Alimente

auf das Konto Sterblichkeit.

So wie du es dir verwaltest,

auf die Weise, deine Art,

deine Zeit damit gestaltest,

lohnt dich auch die Gegenwart.

 

 

 

 

Im Zeitenlauf

 

Die Zeit eilt davon und zieht dich mit,

oft unbemerkt hältst du mit ihr Schritt.

Was war - ist vergangen, kommt nicht zurück.

Ergreife das Jetzt, schmiede dein Glück.

 

Ein Tropfen Wehmut steigt in dir auf.

Er rennt viel zu schnell, der Zeitenlauf.

War’s früher anders oder viel besser?

Lag an der Kehle ein schärferes Messer?

 

Uralte Zöpfe schneide heut’ ab,

schlechte Gewohnheiten wirf jetzt ins Grab.

Blicke nach vorne, erwarte nicht viel,

setz dir ein sinnvolles Lebensziel.

 

Was kommt auf dich zu? Nimmst alles du hin?

Stell dir die Frage, such darin Sinn.

Du hast die Fäden in deiner Hand,

die Zeit zu gestalten mit klarem Verstand.

 

 

 

 

 

Zeitdepression

 

Trostlose Weiten

Kälte mit Nass

Unstimmigkeiten

Echo in Bass

 

Starre Gesichter

mürrischer Blick

blassgelbe Lichter

Nebelgeschick

 

Sterbendes Leben

fahle Natur

Winterbestreben

frostige Spur

 

Dunkle Gedanken

Lichtillusion

seelisches Wanken

Zeitdepression

 

 

 

 

Zeit

 

„Zeit zu opfern für den andern“

Schwierig, wenn man keine hat.

Haben wir beim Lebenswandern

häufig selbst davon nicht satt.

 

Jeder kann davon bekommen,

doch gar mancher sieht’s  nicht klar.

Der, sich Zeit hat nicht genommen,

schaut dem nach, was vor ihm war.

 

Sagt man auch sie flöge schneller

als sie einst geflogen sei,

laufen heute wir, nicht heller,

eiliger an ihr vorbei.

 

Meist verliert man Zeit beim Suchen,

wie man mehr gewinnen kann.

Willst du sie für dich verbuchen,

halt im Hasten doch mal an.

 

Dann bemerkst du ihre Hülle,

auch ihr stet’ges Angebot.

Greif hinein in diese Fülle,

die dir zu zerrinnen droht.

 

Nimm genügend um zu „leben“.

- Zeit für andre und für dich-

Ist auch die, die wir vergeben

nicht verloren unterm Strich.

 

Sinnlos leicht sie nicht verstreue.

Kostbar, ihre Rarität.

Folgt dem Handeln oft auch Reue,

ist es immer doch zu spät.

 

 

Kurzer  Zeitgenuss

 

Duftend wiegt sich Sommerflieder

Immergrün umrahmt ihn zart

Ebenmäßig  zeigt sich bieder

Tausendschön in seiner Art

Ehrend schmückt noch dieses Plätzchen

Regungslos auf Erdensaum

In der Ecke, als ein Schätzchen

Groß und stark ein Apfelbaum

Oben pfeift in Blätterdichte

Kunterbunt und wunderbar

Auf den Ästen, früh im Lichte

Morgens schon die Vogelschar

Eigens zu den hellen Tönen

Nebenher im Überfluss

Sonnenstrahlen mich verwöhnen

Energiereich sie nun krönen

Kurze Zeit voll Hochgenuss

 

In der Ferne, hört man’s  grollen

Chlamys ähnlich das Gezelt

Hastig kommt dabei ins Rollen

Lichtdurchzucktes Wolkenfeld

Instinktiv verstummt das Pfeifen

Eigenartig Stille steht

Bilderrätsel vor mir reifen

Eingerahmt vom Blumenbeet

Dumpfe Donner in Erhebung

Irritieren Mensch und Tier

Chamoistisch  in Erregung

Hemisphäre voller Gier

 

Kostbares Geleit

 

Tag für Tag eilt doch im Leben

die Zeit schnellen Schrittes davon.

Ist „Halten“ auch jedermanns Streben,

bleibt von ihr zurück nur ihr Hohn.

 

Sie lässt sich von niemandem binden,

rennt weiter in stetiger Hast.

Ist manchmal sie nirgends zu finden,

wird schnell man von Unmut erfasst.

 

Mit Sorgen und Ängsten beladen,

die oftmals sehr unnütz doch sind,

hält manch eine Hand ihren Faden,

fischt damit vergeblich im Wind.

 

Bemerkst du die Zeit um dich schleichen,

im Zuge von Schnelllebigkeit,

stell klug und geschickt deine Weichen,

nutz sinnvoll ihr kostbar’ Geleit.

 

 

 



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