Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Es ist, wie`s ist

 

Man hatte nicht gesucht, doch sich gefunden

und ruhelos sind seitdem viele Stunden.

Die Nächte werden lang, man schläft oft kaum.

An Tagen quält man sich durch Zeit und Raum.

 

Man weiß sehr viel und kennt wohl die Gefahren.

Auch stets will sich Reales offenbaren.

Bricht‘s Schicksal in Routinealltag ein,

so kann es sicher ohne Grund  nicht sein.

 

Obwohl auch manche Fragen bleiben offen,

glaubt Gutes man, wird weiter darauf hoffen.

Läuft vieles auch verkehrt, weiß man warum.

Denn meistens sind doch Lebenswege krumm.

 

Und  lassen sich Gefühle nicht vermeiden,

ist’s oft nicht leicht, mitunter wird man leiden.

Es ist, wie’s ist und kommt, wie’s kommen soll.

Man ist des Glücks mal leer und manchmal voll.

 

Nicht oft wird deinem Herzen Glück geboten

und vielmals kommt‘s daher auf leisen Pfoten.

Bemerkst du’s nicht, schleicht’s weiter, stumm daher

und unerfüllt bleibt stehen dein Begehr.

 

Will man den Lebenskelch in reichen Zügen leeren,

sollt Heute man mit Morgen nicht beschweren.

Genieße deine Zeit, solang du bist.

Ergreif dir das, was immer du vermisst.

 

 

 

 

Mach’s Beste daraus

 

So kurz ist dein Leben, wie schnell ist’s dahin.

Momente genießen, bewusst nur, macht Sinn.

Frag nicht nach dem Morgen in glücklicher Nacht.

Vergiss all das Dunkle, wenn Sonne dir lacht.

Halt fest an den Träumen, genau wie ein Kind,

auch zieh mal mit Wolken, getrieben vom Wind.

 

Ergreif mit den Händen das winzige Stück,

das `s Schicksal dir bietet, ein wenig vom Glück.

Behalt dir im Herzen dein sehnendes Ich

und das was dir gut tut, erkenne für dich.

Die Zeit läuft davon ohne Rast offenbar

und bringt nichts zurück dir von dem, was mal war.

 

Die Stunden des Tages, jahrein und jahraus,

entschwinden in Eile. Mach’s Beste daraus.

 

 

 

Hoffnungsregen

 

Ich würd dich liebend gerne küssen,

doch weiß ich gut, dass du‘s nicht willst.

Soll ich dich jetzt vergessen müssen,

weil du nicht mein Begehren stillst?

 

Hat sich nicht längst in uns gestählet,

ein freundschaftliches zartes Band,

das sich von beiden hat erwählet

ein Stückchen Herzen im Verstand?

 

Darf Zeit in Freundschaft denn nichts wagen?

-beschwert, mein Herz, betrübt, mein Sinn-

stell ich dir keine jener Fragen.

Gelassen - scheinbar - nehm ich’s hin.

 

Wenngleich auch Kopf, Gefühl sich streiten,

schlägt man Gedanken in den Wind,

so merkt man doch an Kleinigkeiten,

dass insgeheim noch Träume sind.

 

Ob wir uns irgendwann begegnen,

steht wahrlich stumm im Sternenzelt.

Doch lässt der Himmel Hoffnung regnen,

die sich an meine Seite stellt.

 

 

 

 

 

Nur ein streunender Kater

 

Er war nicht ein Niemand, doch streunender Kater,

der scheinbar sich gab, wie sie hoffte geheim.

So einer, vor denen manch Lebensberater

oft warnt - geht man dem schließlich gern auf den Leim.

 

Sie mocht‘ es nicht glauben, sein Blick, ach so ehrlich,

und das, was er sprach doch sehr ernst sei gemeint.

Die Sonne am Tag schien ihr gar nicht mehr spärlich,

als er ihr noch sagte: „Mein Herz nach dir weint“.

 

Doch wollt‘ er nur eins um Bedürfnis zu stillen.

Befriedigung seiner, stand auf dem Papier.

Er war sie schnell leid, war ja eine von vielen

mit denen er spielte in seinem Revier.

 

Sie fühlt sich verletzt nun, benutzt und belogen,

enttäuscht von der Liebe, vom Leben dazu,

hat schließlich verschlossen zurück sich gezogen,

bestrebt und auf Suche nach Gleichgewicht, Ruh.

 

Ein streunender Kater liegt stets auf der Lauer,

verpicht auf die Unschuld mit Falschheit im Blick.

Umgarnend sein Opfer, zerstört er auf Dauer

den Glauben an Wahrheit mit Charme und Geschick.

 

 

 

 

 

Mir fehlt…

 

Wie sehr möcht ich geliebt mich wissen.
Mir fehlen Gesten, Blick und Wort.
Momente, voll von zarten Küssen,
Berührung, Zärtlichkeit - hinfort?

Bist da, nur mir ungreifbar, ferne.
Nimmst du mich eigentlich noch wahr?
Möcht Liebe spüren, ach so gerne.
Fühl leer mich, kalt, ganz sonderbar.

Erstarrt steh ich und kann‘s nicht fassen.
Warum spart man an solchem Tun?
Gewohnheit scheint sich zu verprassen,
um in ihr selbst sich auszuruh‘n.

Ein Wort, ein Blick, nur eine Geste,
lässt Lieben spüren, leben doch.
Mir übrig bleiben davon Reste.
Erinnernd sehne ich mich - noch.

 

 

 

 

Saftig

 

Langsam schieb ich in den Mund,

groß, ein Stück Natur, gesund

form die Lippen, ohn‘ Verdruss,

gierig, saugend mit Genuss.

 

Reichlich Saft erweist sich drin,

tropft schon bald von meinem Kinn,

der nach zartem, weichem Biss

füllt den Mund mir… ich genieß‘!

 

Netzt mir wohlig meine Kehle,

Hochgenuss ich nicht verhehle,

der mir noch im Überfluss

Finger klebrig nässen muss.

 

Kurz, doch gut war dies Vergnügen!

Soll ich dem nochmal erliegen?

Greif nun voller Lust und Wonne

nach dem nächsten Stück Melone.

 

 

 

Leider zu spät

 

Ich hab kein Glück, schon gar nicht in der Liebe.
Die geb ich gern, doch ernte ich nur Hiebe.
Egal ist mir ab heute jeder Mann.
Ich lieb nicht mehr und fang mir‘s nicht mehr an.

Denn jene, die zu lieben ich erwähle,
die treiben mir durchs Herzen Eisenpfähle
und solche, die ich gar nicht lieben kann,
umwerben mich und baggern oft mich an.

Ich kenne wirklich viel‘ verschied‘ne Männer
in jeder Form, doch leider nicht der Renner.
Den einen fehlt es ständig an IQ,
die andren sind mit Ehe schon per Du.

 

Die meisten davon sind auch schon was älter

auch haben viel zu wenige Gehälter.

und manche  bilden selber sich gern ein;

sie würden doch mein Traumgefährte sein.


Und treff ich einen, dem ich’s Herz könnt schenken,
so hat dann dieser Mengen an Bedenken.
Kann solches zwar nicht voll und ganz verstehn
und find das komisch, überhaupt nicht schön.

Hab vieles doch genug, was Frau kann zeigen.
Von Charme, Humor, Finesse ganz zu schweigen.
Sie wissen nicht, was ihnen da entgeht.
Doch leider ist es hierfür nun zu spät.

 

 

 

 

Mein Begehr

 

Wo mich gestern nichts bewegte,
war von Kälte fest gebannt,
kein Gefühl mich zart erregte,
trug ich’s wie ein Stahlgewand,
scheint’s mir nun, `s wärt schon nicht mehr.

Hab ich wohl mein Du gefunden,
das schon näher zu mir rückt,
bald auch Kälte überwunden,
dich mich starr hielt und bedrückt?,
schleicht jetzt Sehnsucht um mich her.

Ich will lieben, wieder leben,
neuen Morgen, neues Glück.
Meine Ängste mich umschweben,
halten mich - doch nur ein Stück.
Deine Liebe - mein Begehr!

 

 

 

Ramazottikur

 

Die Flasche, die im Kühlschrank stand

im Ramazottikleid,

bei Öl, Aceto ganz am Rand,

tat mir unendlich Leid.

 

Ihr Inhalt ist doch Kur, gesund,

sagt‘ ich mir dann sogleich,

tut gut dem Magen und dem Mund,

da er ja kräuterreich.

 

Ich holte sie alsbald heraus

und stellt‘ sie auf den Tisch,

gedachte bei mir: ei der Daus,

so kühl und herrlich frisch.

 

Erst  trank ich einen voll Genuss,

den zweiten hinterdrein,

beim dritten kam ich in Verdruss,

das Gläschen… viel zu klein.

 

So kippte ich das vierte bald,

das fünfte stand vor mir

von dunkler Farbe an Gestalt,

verlockender als Bier.

 

Dem Magen schien es gut zu tun,

er hat sich nicht beschwert.

Doch nach dem nächtlich tiefen Ruh’n

sah er es dann verkehrt.

 

Entschieden hat er rebelliert,

mein Kopf gab ihm noch Recht.

Verschwörung beider, ungeniert.

Das Zeug war sicher schlecht!

 

 

 

Die falsche Wahl

Das Leben hält so viel parat
und frei der Wille, den man hat,
darf wählen zwischen hier und da,
dem Fernen oder dem, was nah.
Im Hin und Her weiß oft man nicht,
was nicht dem Guten wiederspricht
und zögert, zweifelt oftmals auch
erwählt sich dann, was scheint so Brauch,
wo bald Gewissheit quälend spricht:
Hast falsch gewählt! Das war‘s wohl nicht!

Doch wird man daran niemals satt,
und sucht stets das was, was man nicht hat.
Wird man mal fündig, meint man gleich,
es wär bestimmt das Himmelreich.
Erwählt sich das Gefund’ne schnell
zum Non plus Ultra auf der Stell
und richtet willig sich drauf ein,
als könnt‘s und würd‘s nie besser sein.
Doch wird Gewissheit bald zur Qual,
`s war wieder mal die falsche Wahl.

 

 

 

Traumgespenster

 

Müde winken frühe Stunden.

Neuer Tag verhüllt sich grau.

Mond und Sterne, längst verschwunden.

Auf den Wiesen, frischer Tau.

 

Kühle Luft weht durch mein Fenster.

Offen steht es Tag und Nacht.

Mannigfalt‘ge Traumgespenster

kommen, gehen, unbewacht.

 

Wer vermag sie fest zu binden?

Singend, leicht sie rasch entfliehn.

Wo kann ich die wiederfinden,

die mit Wolkenschiffen ziehn?

 

Eines scheint mir doch zu bleiben,

schwebt als Luftschloss im Gemach,

ohne Türen, ohne Scheiben,

weder Boden, weder Dach.

 

Langsam spür ich meine Sinne,

das Erwachen, nüchtern, kalt.

Traumgespenster sangen Minne.

Wirklichkeit erhält Gestalt.

 

Unbegehrt

Das Leben zieht an dir vorbei.
Es zerrt dich nur noch mit
und Alltag, Pflicht im Einerlei
hält eisern dabei Schritt.

Wie sehnst du dich nach Zärtlichkeit,
nach einem lieben Wort,
doch Kühle in Beständigkeit
steht regungslos vor Ort.

Die Jahre schreiten rasch dahin.
Dein Blick wird müd und matt.
Worauf noch warten, macht es Sinn?
Du hast auch Hoffen satt.

Erfahrung hat es dich gelehrt,
Enttäuschung dich verbog,
Sehr wenig hast‘ für dich begehrt,
wo man dich drum betrog.

Vereinsamt liegst du in der Nacht.
Er neben dir im Bett,
der über deine Tränen lacht.
Sex macht nicht alles wett.

Du blickst zurück so manches Mal,
doch das, was euch verband.
erkennend wird es dir zur Qual,
ist lang schon ohn‘ Bestand.

Nur Schein, Fassade um dich her.
Du nimmst es einfach hin,
verschließest dich bald immer mehr.
Ist das des Lebens Sinn?

Dein Herz ist traurig, unbegehrt.
Nicht wertvoll, drum allein?
Ist denn sein Sehnen grundverkehrt?
Es wird nie anders sein.



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