Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Überlebenskampf

 

Wie gerne würd er vieles ändern,

doch liegt es nicht in seiner Macht.

Das Schiff kriecht vorwärts, wird es kentern?,

schwankt ächzend durch die Sturmesnacht.

 

Er steht am Ruder um zu lenken.

Es darf nicht sinkend untergehn.

Ihn quälen  Ängste und  Bedenken,

denn was geschehn muss, wird geschehn.

 

Der Sturm tobt weiter, peitscht die Wellen

und wutentbrannt erscheint das Meer.

Wenn Donner kracht und  Blitze schnellen

wird kurz die Nacht zum Tag umher.

 

Sein Leben sieht er in Gedanken

als Kurzfilm, der vorüberzieht.

Vertrauen, Hoffnung lässt ihn tanken

ein wenig Kraft, die ihm entflieht.

 

Fest hält das Steuer er in Händen,

den Blick gerichtet auf das Ziel.

Es ist zu spät nun um zu wenden.

Das Schicksal spielt ein eig‘nes Spiel.

 

In weiter Ferne sieht er  blinken

wie schemenhaft des Leuchtturms Licht.

Gebannt starrt er nach vorn zur Linken.

Die Wassermengen merkt er nicht.

 

Das Ziel ist nah, die Kräfte weichen.

Zum Hafen hin ist’s nicht mehr weit.

Wird er das Ufer noch erreichen,

den Sieg im Wettlauf mit der Zeit?

 

 

Stück für Stück

 

Mit Weh und Ach zerschmettert‘s meine Seele

und Stück für Stück ein Sterben mich ergreift.

Noch nicht bereit , was drängend in mir reift,

dass endlich Ruh ich find, mich nicht mehr quäle.

 

So schwächen mich der Tage Nebelsphären

ohn‘ Sonnenstrahl , der heilend mir verwehrt,

wo tausend Wunden, die von Schmerz  genährt,

das Ende schweigend, blutend, längst begehren.

 

Ach könnte ich, gäb Zeit mir nur ein Zeichen,

vom Himmelsblau noch trinken eh’s verdirbt,

da unaufhaltsam Herz an Herz verstirbt,

vom Rost zerfressen sind gestellte Weichen.

 

Doch bleibt nichts mehr. Die Zukunft liegt im Sterben

noch ehe sie im Morgenrot erwacht.

Mir nahen sich schon Schritte jener  Nacht,

in der die bleiche Hand will um mich werben.

 

 

Der Dichter

 

Im Schein der Lampe, in Gedanken tief versunken,

zum Schreiben hält den Stift er in der Hand,

sitzt hier ein Dichter, dem das Leben hat gewunken,

vor seinem Tische in der Ecke an der Wand.

 

Zuviel der Tränen, die er bitter hat vergossen.

Sein Herz erkaltet und zu Stein erstarrt.

Nur kurz hat er am Glück geleckt und es genossen.

Auch nach wie vor, die Illusion ihn narrt.

 

Zuviel an Liebe, die für jeden er empfunden?

Das Wort „versprochen“ trägt nun Bitterkeit.

Die vielen Jahre haben es zerfetzt, zerschunden,

sind nunmehr Fessel als Gemeinsamkeit.

 

Die Nacht ist dunkel und umwirbt ihn mit der Ruhe,

denn müde, bleiern drückt ihn seine Last.

Der Preis  zu teuer, zög er an die Wanderschuhe,

die ihm des Schicksals Wink hat angepasst.

 

Auf leichten Füßen ist viel‘  Wege er gegangen.

Nun fällt ihm jeder Schritt unsagbar schwer

und tiefe Dunkelheit der Nacht nimmt ihn gefangen.

Der Morgen ruft, doch hört er ihn nicht mehr.

 

Was einst ihm wichtig, drum sein Alles hat gegeben,

trägt wenig Früchte, die des Mühens wert.

Allein gelassen schreibt er weiter um zu leben,

wo jede Seite ihn erneut beschwert.

 

Noch schreibt der Dichter Wort für Wort aus dem Gedächtnis,

solange es die Tinte ihm erlaubt.

Wenn auch das Werk, an dem er formt als sein Vermächtnis

bleibt ungelesen, wertlos dann verstaubt.

 

 

 

 

Wo bleibst du

 

Hier sitze ich und weine

schrei‘ stumm den Schmerz ins Licht

vor Wegen voller Steine,

dass mir‘s mein Herz zerbricht.

 

Die Zukunft deckt sich schweigend

als sei für mich sie Fluch.

Sie zu ergründen neigend

wög schwer ich den Versuch.

 

Die Ziele stehen offen.

Ich weiß nicht mehr wohin

und stehe still, betroffen.

Welch`Weg bringt mir Gewinn?

 

Noch frag ich mich, bedenkend,

was mir mein Schicksal sei,

wo meinen Schritt hin lenkend

ich käm hinaus ins Frei.

 

Der Stimme meiner Seele

hör ich gequält nur zu.

Ein Laut verlässt die Kehle.

"Wo", fragt mein Ich, "bleibst du?"

 

 



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