Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Unbegehrt

 

Das Leben zieht an dir vorbei.

Es zerrt dich nur noch mit

und Alltag, Pflicht im Einerlei

hält eisern dabei Schritt.

 

Wie sehnst du dich nach Zärtlichkeit,

nach einem lieben Wort,

doch Kühle in Beständigkeit

steht regungslos vor Ort.

 

Die Jahre schreiten rasch dahin.

Dein Blick wird müd und matt.

Worauf noch warten, macht es Sinn?

Du hast auch Hoffen satt.

 

Erfahrung hat es dich gelehrt,

Enttäuschung dich verbog,

Sehr wenig hast‘ für dich begehrt

und man dich drum betrog.

 

Vereinsamt liegst du in der Nacht.

Er neben dir im Bett,

der über deine Tränen lacht.

Sex macht es doch nicht wett.

 

Du blickst zurück so manches Mal,

auf das, was euch verband.

Erkennend wird es dir zur Qual:

es hat nicht mehr Bestand.

 

Nur Schein, Fassade um dich her.

Du nimmst es einfach hin,

verschließest dich bald immer mehr.

Ist das des Lebens Sinn?

 

Dein Herz ist traurig, unbegehrt.

Nicht wertvoll, drum allein?

Ist denn sein Sehnen grundverkehrt?

Es wird nie anders sein.

 

 

Ruhe sanft

 

Stumm steh ich an deinem Bette.

Eben schien dein Blick noch warm.

Ach wie gerne ich jetzt hätte

deinen Trost in deinem Arm.

 

Bleich sind  Hände, Lippen, Wangen.

Starr und reglos liegst du dort.

Leis‘ bist du davon gegangen,

heimlich, hin zum andern Ort.

 

Weich, entspannt sind deine Züge.
Fast ein Lächeln zeigt dein Mund.
Warum ist’s mir nicht genüge?
Warst doch lang nicht mehr gesund.

 

Noch kann ich ihn nicht begreifen,

diesen ungekannten Schmerz,

der im Innern mir will reifen

und sich bäumt in meinem Herz.

 

„Lasst mich gehen!“- deine Bitte.

Werd ich irgendwann verstehn?

Letzter Gang mit schwerem Schritte.

Werden wir uns wiedersehn?

 

Friede zieht nun ein in Stille,

der dem Raum die Trauer nimmt.

Ruhe sanft! Es war der Wille

dessen, der die Zeit bestimmt.

 

Morgenwind

 

Im Morgenwind, wenn Träume weichen,

spielt auf die Nacht zum letzten Tanz

und schleicht  im Tal um alte Eichen,

als würde ihr Bemühen reichen,

denn schon verblasst der Lichterglanz.

 

Mit Feuerrot das Dunkel schwindet.

Bedrängt vom Tag es vor ihm flieht,

der bald behende an sich bindet,

das, was man später in ihm findet

und mit den Stunden weiterzieht.

 

Der Morgenwind rauscht in den Zweigen,

durchstreift mein kurz geschnitt’nes Haar,

als spielt er sanft auf Himmelsgeigen.

Wo auf den Wiesen Düfte schweigen

kriecht grau noch Nebel sonderbar.

 

 

 

Der letzte Tanz

 

Wer holt mir nun die Sonn ans Tor?

Wer putzt für mich die Sterne?

Ich tat’s für dich so gerne.

Wohl  kam es mir fast sinnlos vor,

als ich mich bald an dich verlor

beim Tanz in der Taverne

 

Wer singt mir jetzt mein Abendlied,

zeigt mir den Regenbogen?

War Buntes doch gelogen?

Das Morgenrot vor mir entflieht.

Noch weiß ich nicht was mir geschieht,

fühl mich um Sicht betrogen.

 

Ein Lächeln stehlen möcht ich mir.

Nur lässt sich keines finden.

Mit Seufzen hoher Linden

steht Stille zwischen mir und dir,

wo noch vor kurzem eins im wir

wollt sich ans ewig binden.

 

Im Tal des Schweigens sitz ich kalt

und üb‘ mich im Verzagen.

Wo Fragen über Fragen

und um mich her der Nebel wallt,

des letzten Tanzes Ton verhallt,

lässt sich mein Jetzt beklagen.

 

 

 

Zynismus

 

Mir geht es gut, ich kann nicht besser klagen.

Mein Alltag spricht zu mir, ich hör ihm zu

und stelle ihm auch keine weit‘ren Fragen.

Nur laufe ich nicht mehr in deinem Schuh.

Er passt mir nicht.

 

Verständnis hab ich oft genug bewiesen.

Hab längst zuviel doch nur an dich gedacht.

Ich mag nicht mehr Vergangenheit begießen

mit heißem Tränenfluß in mancher Nacht

bis früh ins Licht.

 

Du warst das Non plus Ultra meines Lebens,

warst das, was insgeheim man sich erträumt.

Nur  dir zu glauben, war im Grund vergebens.

Du brachst mein Herz, das voller Qual sich bäumt

Doch sag ich's nicht.

 

Es geht mir gut. Ich mag mich nicht beklagen,

nehm ab sofort für mich nur bestes an.

Mit Hass wird mein Zynismus dich verjagen,

wo ich mich sicher drauf verlassen kann,

dass dies'  dich bricht.

 

 

Gemeinschaftswerk mit Arne Bister

Schweigendes Blatt


Es schweigt, wer nichts zu sagen hat
und schreibt sich nichts aufs leere Blatt
Obgleich zieht dieses feine Spur
von einem Armutszeugnis nur.

Zu sagen wär noch, ach so viel...
doch gilt's als Regel nicht im Spiel!
Drum bleibt nichts übrig, als zu schweigen.
So kann das Blatt auch nichts bezeugen.

Den Bäumen, die kein Blatt beschreiben,
wird dann im Herbst kein einz'ges bleiben.
Sie stehen nackt und lesen nur
im Schnee die Launen der Natur

und denken viel zu spät zurück
an jenes kurze Sommerglück,
das sie nicht schätzen, als es galt.
Letztendlich ist ihr Herz sehr kalt.

Dies wird dann ein Geheimnis bleiben,
was man darunter auch wird schreiben.
Dort steht dann nichts auf leerem Blatt,
weil man sich nichts zu sagen hat.

Veränderungen

 

Wenn in Tälern feuchter Nebel sich verzieht

und das Traumbild vor dem jungen Tag entflieht,

tauchen Lichter ihren müden blassen Schein

zum erlöschen in den Morgendunst hinein.

 

Im Erwachen, spürt man, liegt auch die Natur.

Bald verlässt uns kalter Qualen letzte Spur.

Dort, wo Knospen an den Bäumen man erspäht,

hat der Frühling seine Wunder schon gesät.

 

Vieles ändert sich im Laufe unsrer Zeit,

oft liegt Neues schon in Umkehr still bereit.

Immer wieder kehrt ein Wechsel bei uns ein

und wie könnte es auch diesmal anders sein?

 

Scheint die Liebe auch in manchem zu verblühn,

kehrt sie neu zurück und lässt die Herzen glühn

und im Ende mit dem Leben uns bestückt,

ist so vielen doch ein Neubeginn geglückt.

 

Lebenszeche

 

Tag für Tag sitzt du am Tresen,

an der Vielfalt Lebensbar.

Doch was gut ist für dein Wesen,

nimmst meist ungenügend wahr.

 

Lose Reden schwingst im Rausche,

trunken voller Lebenswein.

Halte inne doch und lausche

in dich selber mal hinein.

 

Dann bemerkst du deine Leere,

fühlst dich hungrig, müd und matt

und der Wahrheit alle Ehre;

was du wähltest, macht nicht satt.

 

Auf der Rechnung abzulesen,

trägst dein Zechen du als Last.

Zahlen musst‘ allein die Spesen,

die du selbst verursacht hast.

 

 

Sinn

 

Verletzt, enttäuscht, sitzt du im Zimmer.

Dein Seelenschmerz nimmt dich in Bann.

Warst du nicht da für sie und immer?

Tat‘st alles, was man machen kann?

Es hatte Sinn.

 

Gegrämt hast du dich manche Stunden,

umsorgtest sie mit Liebe, Fleiß.

Die Plackerei hat dich geschunden.

Das Brot verdientest du mit Schweiß.

Es hatte Sinn.

 

Viel Luxus konntest‘ nicht erlauben.

Ermöglicht hast doch manchen Traum.

Für sie tatst du dich selbst berauben.

Nun grollt man dir, du glaubst es kaum.

Wo liegt der Sinn?

 

Hast immer doch für Tochter, Sohn

gesorgt, gearbeitet und hart,

erscheint‘s dir jetzt wie blanker Hohn,

was man im Groll dir offenbart.

Was ist der Sinn?

 

Es schmerzt dich sehr, doch tust du schweigen.

Die Nacht war dunkel, tränenreich.

Du bist ein Vater, willst‘s nicht zeigen

und liebst sie weiter, immer, gleich.

Das ist der Sinn.

 



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