Lyrische Momente mit Anette Esposito
Home
Vita
eMail
Gästebuch
Kontakt
Impressum
Fotos
Meine Bücher
Liebesgedichte
Erotisches
Balladen
Rund um die Zeit
Humorvolles NEU
Mittelalterliches
Problematisches
Religiöses
Liebesschmerz
Frühling
Ostern
Sommer
Herbst
Novemberliches
**Winter**
**Weihnacht**
*Jahreswechsel*
Morgenstimmung
Abendstimmung
Autobiogr.1
Autobiogr.2
Autobiogr 3
Krise
Katastrophales
Menschen 1
Menschen 2
News
Liedtexte
Limericks
Finale
Neuigkeiten NEU
Tröstliches NEU
Unsinniges NEU
Baumiges NEU
Vorurteile Neu
Memoriam
Italienische Lyrik
Oktober 2008
November 2008
Dezember 2008
Januar 2009
Februar 2009
März 2009
April 2009
Mai 2009
Juni 2009
Juli, August o9
November 2009
Nationalbibliothek
Presseartikel
aktuelle Termine
Aphorismen
Oktober 2010
gemischtes April 2011
Neapel....
Songtexte
Mein Hund Dino

 







DIE PIAZZA

 

Die Piazza liegt in tiefem Schlummer,

es ist schon weit nach Mitternacht.

Vergessen sind nun Freud’ und Kummer,

die ihr der Tag vorbeigebracht.

 

Die Lichter sind davon gegangen,

Musik und Tanzen längst verstummt.

Nacht hat alles eingefangen,

den Mond am Himmel bleich vermummt.

 

Sie liebt das ewig bunte Treiben,

schaut sich gern das Leben an,

 könnte viel’ Geschichten schreiben

über sich und jedermann.

 

Bis zum kühlen späten Abend

saßen Männer auf den Bänken

beim Kartenspiel, mit Wein sich labend,

um sich vom Tage abzulenken.

 

Sie sah Kinder, die mit Bällen

fröhlich auf dem Pflaster hüpften

und wie manch düstere Gesellen

der Polizia doch entschlüpften.

 

Den Verliebten, eng umschlungen,

im Licht der alten Gaslaternen,

hat sie Lieder vorgesungen

von Sehnsucht und von weiten Sternen.

 

Wenn auch am Tag die heiße Sonne

erbarmungslos hernieder stach,

liegt sie nun in sel’ger Wonne

und wird im Morgenrot erst wach.

 

In ihrem Schoß ein Baum, ein stummer,

sich wiegend ihren Schlaf bewacht.

Die Piazza liegt in tiefem Schlummer,

es ist schon weit nach Mitternacht.

 

 

 

 

Neapel sehen…

 

Du stolze Stadt liegst dem Vesuv zu Füssen,

lässt streicheln dich von sanften Meereswellen.

Vom Sonnenschein lässt’gerne dir versüßen

die prachtvoll schönen kulturellen Stellen.

 

Gebaut wardst du nach Ausbruch des Vulkans

- Pompei starb in heißer Lavaglut -

in Schutt und Asche zerfiel der helle Glanz.

Mit neuen Mauern wuchsen Stolz und Mut.

 

Ich wand’re oft durch deine Pflasterstrassen,

betracht’ voll Ehrfurcht  Schlösser und Ruinen,

Quartieri spagnoli mit ihren engen Gassen,

lass mich von Pulcinella gerne dort bedienen.

 

Castel dell’Ovo liegt an der Meeresküste,

Maschio Angioino gar nicht weit davon,

viel läng’re Zeit ich wirklich haben müsste

für den Palazzo mit seinem alten Thron.

 

Auf dem Berg steht strahlend San Martino,

blickt lächelnd auf den silbern’ Golf herab.

Entfern’ ich mich vom schönen Posillipo

find schließlich ich auch Katakombengrab.

 

Bewundernd steh ich, schaue mir noch an

die Statue Dantes und die von Garibaldi.

Am Abend, im Teatro di San Carlo dann,

entspann ich mich bei Klängen von Vivaldi.

 

Welch Panorama hat die Küste von Amalfi,

fahr südlich weiter ich, Richtung Sorrent,

genieß sehr gern, bei Pizza und auch Vini,

beson’dre Gastlichkeit, die man dort kennt.

 

Du stolze Stadt mit deinem goldnen Herzen,

ein Denkmal bist du in der weiten Welt.

Voll Sehnsucht, Lieb’ und Seelenschmerzen

sind die Geschichten, die man von dir erzählt.

 

Ich darf dich kennen und werde stets dich lieben,

für deine Kunst und Schönheit will ich werben.

Große Männer haben’s schon geschrieben:

Neapel sehen – und dann sterben.

 

 

und dann sterben

 

Doch gibt es auch die große Schattenseite,

vor der du schamhaft birgst dein Angesicht.

Der Banden viele liegen längst im Streite

und angstvoll man von der Camorra spricht.

 

Sie halten Stadt und Leute in den Händen,

sind skrupellos und handeln sehr brutal.

Willst du dich aus ihren Schlingen wenden,

wird’s am Ende sicherlich fatal.

 

Es geht um Macht nicht nur, nicht bloß um Geld,

das Böse selbst ist’s das will siegen.

Es greift um sich wie Unkraut auf dem Feld,

zerstört das Leben und lässt’s am Boden liegen.

 

Du hast vor diesen Mächten keine Chance,

Verbrechen sind sehr gut organisiert.

Die Leute akzeptier’n aus Angst das Ganze

und flüstern nur: „Wohin uns das wohl führt?“

 

Es wird geraubt, gemordet und erpresst.

Man macht sogar vor Kindern keinen Halt.

Zahlst du kein „Schutzgeld“ für dein eig’nes Nest,

dann bist du dran, man bringt dich um – eiskalt.

 

Die Gäste in der Stadt möchte ich warnen:

Liegt in Neapel schlafend Abendrot,

lasst euch von ihrer Schönheit nicht umgarnen

Neapel sehen – kann auch bedeuten - Tod.

 

 



Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor der Homepage. Kontakt

Kostenlose Homepage von rePage.de


Anzeige:    Freunde finden leicht gemacht

Lyrische Momente mit Anette Esposito