Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Hier befinden sich meine Gedichte, die in die Nationalbibliothek deutschsprachiger Gedichte aufgenommen worden sind.

 

 

Im Zeitenlauf

 

Die Zeit eilt davon und zieht dich mit,
oft unbemerkt hältst du mit ihr Schritt.
Was war - ist vergangen, kommt nicht zurück.
Ergreife das Jetzt, schmiede dein Glück.

Ein Tropfen Wehmut steigt in dir auf.
Er rennt viel zu schnell, der Zeitenlauf.
War’s früher anders oder viel besser?
Lag an der Kehle ein schärferes Messer?

Uralte Zöpfe schneide heut’ ab,
schlechte Gewohnheiten wirf jetzt ins Grab.
Blicke nach vorne, erwarte nicht viel,
setz dir ein sinnvolles Lebensziel.

Was kommt auf dich zu? Nimmst alles du hin?
Stell dir die Frage, such darin Sinn.
Du hast die Fäden in deiner Hand,
die Zeit zu gestalten mit klarem Verstand.

 

 

 

Seelenqualen  

 

Oh Schmerzensring, du hältst mich stumm gefangen,
verblichen ist der Hoffnung heller Schein.
Noch keimet still der Seele heiß’ Verlangen,
doch nährt sie sich von Kummer nur allein.

Bedrückend schweigt der Zukunft blauer Himmel,
es lauscht das Ohr vergebens in die Still’,
wo düst’rer Wolken modrig grüner Schimmel,
den letzten Sonnenstrahl ersticken will.

Tief nagt der Qualen Dolch sich ins Gebein,
gibt lüstern frei des Fleisches leis’ Gewimmer.
Erschütternd bebt die Brust im Mondenschein,
wo grauer Schleier birgt den zarten Schimmer.

Traurig winken mir die sich verzehrend’ Sterne,
die müd’ und hoffnungslos erscheinen in der Nacht.
Geblieben ist Erinn’rung nur, in weiter Ferne,
die sich davonschleicht heimlich, still und sacht.

Verstummt ist längst des Herzens fröhlich’ Lachen,
der Sonnentage langer Docht verbrannt.
Doch werd’ nach dunkler Nacht ich hoffnungsvoll erwachen,
sind Angst und Schmerz der Seelenqual gebannt.

 

 

 

Kerzen im Wind  

 

Der Tag schreibt November, den Morgen in Grau,
auf Wegen liegt sterbendes Bunt.
Schon kriecht auf den Wiesen die Dämm’rung im Tau
und neblige Wolken bedecken das Blau.
In Müdigkeit wiegt sich die Stund’.

Die kleine Kapelle steht einsam am Rain,
wacht stumm über friedvolle Ruh.
Tief unter der Erde liegt kaltes Gebein
in Betten aus morschem Gehölz und Gestein
und deckt sich mit Mooskissen zu.

Erinnerung spinnend zieh'n Fäden die Spur
verstorbener Seelen im Grab.
Zum Sterben geboren wird jede Natur
und über den Gründen, auf Täler und Flur,
senkt schweigend sich Trauer herab.

Gebunden sind Kränze von Zweigen aus Tann,
geschmückt ist das Grab von dem Kind.
Vereinzelte Tränen erliegen dem Bann,
wie plötzlich doch alles verändern sich kann.
Erloschen sind Kerzen im Wind.

 

 

 

Zum Lied der Lerche  

 

Wenn dämmernd sich die kalten Nebel ballen,
verhüllen silbrig‘ Licht des Mondes sacht,
erreicht das Tor des Himmels heilger Hallen,
geheimnisvolle, müd‘ geword‘ne Nacht.

Bald räkeln sich erwachend Menschenglieder
in Betten voller Gier und Heimlichkeit,
da unter Daunendecken, fast schon bieder,
sich wallend' Blut erhitzt, zu mehr bereit.

Beim Tanz der wachen Träume miteinander,
naht spielend sich des Morgens graue Flut.
Gefüllt von Rosenduft und Oleander,
weckt neuer Tag Geschehen, das noch ruht.

Mit Luft, die stickig noch, von Nacht gegründet,
vermischt sich flachen Atmens leiser Zug,
wo voll Begehren zueinander findet
im Eins der Körper zweier Seelen Flug,

um dann im Rhythmus gleich und aufwärts schwingend,
zu stürmen auf das Ziel der puren Lust,
wobei im Apfelbaum, vorm Fenster klingend,
der Lerche Lied ertönt aus voller Brust.

 

 

 

Die Witwe 



Im pechschwarzen Mantel, das Haupt leicht gesenkt,
die schleppenden Schritte zum Hügel gelenkt.
Mit bebendem Herzen und seufzendem Ach
verharrt sie ein wenig, denkt schweigend nach.

Im trostlosen Dasein, seit er von ihr ging,
ein düsteres Wolkenfeld über ihr hing.
Die Sonne verschloss ihre eiserne Tür.
Nun ist sie ganz sicher, er sehnt sich nach ihr.

Die Augen verquollen, vom Weinen blutrot,
erblickt sie am Grab ihres Mannes den Tod.
Schon lang sitzt er dort und erwartet sie bald.
Triumph in der dunklen und kalten Gestalt.

Gebückt geht sie nun auf den Sensemann zu.
In ihr der Wunsch nach vollkommener Ruh.
Ermüdet im Herzen, das einsam sich quält.
Geflossene Tränen hat nie sie gezählt.

Jetzt steht sie am Grabe, die Hand ausgestreckt.
Sie schaut auf den Liebsten, den Erde bedeckt.
Dann bricht sie zusammen im abendlich’ Rot
und mit ihr die Liebe, sie raubte der Tod.

 

 

Ich komme nach

 
Ächzend knarrt mein Ruhelager,
Holz hat seinen eig'nen Ton.
Letzte Nacht erschien mir mager,
viel zu schnell flog sie davon.
 
Gähnend streck ich mich im Bette.
Müdigkeit beschränkt den Geist.
Doch, der Schlaf, den ich gern hätte,
flieht vor mir, versteckt sich dreist.
 
Brummend greif ich nach dem Kissen,
das sich aus dem Staub gemacht,
Blick zur Uhr- ich will's nicht wissen-
hab nicht weiter nachgedacht
 
und mich tief darin vergraben,
mich zur Seite umgedreht.
Will noch von der Ruhe haben,
die im Raum hier vor mir steht.
 
"Zeit zum Aufstehn" ruft die Stunde,
"denn der Tag ist lange wach!"
"Möcht noch träumen eine Runde.
Geh schon vor, ich komme nach



 
 Sehnsuchtslied


Der Herbstwind lockt mit zartem,  leisen Klingen
wie einem Sehnsuchtslied in stiller Nacht.
Vorm Fenster hörte ich sein Flüstern, Singen,
als wäre dieses Lied für mich gemacht.

 
Akkorde, voller Harmonie, Begehren,
die lustvoll mir bereiten Herz und Schoß.
Wie könnt ich diesem Zauber mich verwehren,
benebelt er doch zart, lässt mich nicht los.

Wie  Mirabell‘, so süß schmeckt  diese Weise.
Ich bin berauscht als wär‘s  Oktoberwein.
Ganz  leise geht sie weiter auf die Reise,
doch niemals wird sie mir vergessen sein.



 

 

Frage- Zeichen
 
Wo findet man noch Ehre, Treue?
Wer birgt in sich kein Herz aus Stein?
Gewalt und Hass sind ohne Reue
in unsrer Welt heut nicht mehr klein.
 
Wo stecken  Ehrlichkeit, Gewissen
in Worten, die man einfach spricht.
Schläft man noch ruhig auf dem Kissen
bewusst um seine Daseinspflicht?
 
Gibt es noch, Mitleid, Wärme, Liebe?
Zeigt  man dem Nächsten noch Gefühl?
Lebt man stattdessen nur für Triebe,
bedacht,  verpicht nur auf Kalkül?
 
Was kann man heute noch erwarten
in einer Zeit, die Lügen webt,
wo Charaktere sich entarten,
und jeder nur fürs Ego lebt?
 
Wie kann ein Land, die Welt bestehen,
wo Geld korrupt sich  Macht erwirbt?
Kann man noch Zukunftshoffnung sehen,
wenn kalt das Herz im Menschen stirbt?
 


 

Erwachende Sehnsucht
 
Novembertrist will uns verlassen
und jeder nimmt das gern in Kauf.
Der Winter zieht nun durch die Straßen,
setzt weiß der Zeit die Krone auf.
 
Die Nebelwände, die sich recken,
zerfallen bald im Flockenmeer,
das jeden Baum und Strauch will decken
und jeden Zentimeter Teer.
 
Wenn draußen dann im Tanz der Flocken
ein dichter Teppich alles ziert,
bleibt niemand  in der Stube hocken
der träumend sich im Weiß verliert.
 
So manchen hört man fluchen, stöhnen.
Er nimmt den Zauber gar nicht wahr
und sieht nur in dem glitzernd‘ Schönen
die drin verborgene Gefahr.
 
Doch wenn das Licht der vielen Kerzen
sich abends spiegelt im Kristall,
erwacht die Sehnsucht in den Herzen
nach Friedensankunft  überall.
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 

 


 

 



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