Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Zukunftsgrübeln

 

Denk nicht ständig an das Morgen,
was die Zukunft dir noch bringt.
Grübelt ständig man voll Sorgen
sind Gedanken nur bedingt.

 

Frag dich nicht: was wird noch kommen?

Es zermartert dir den Geist.

Morgen schon hat Heut genommen,

was das Gestern dir beweist.

 

Achte auf die Kleinigkeiten,

die dir heute sind bereit.

Denn was kommt in Zukunftszeiten

liegt noch tief in Dunkelheit.

 

Ob das Schicksal dich erachtet,

sei`s im Guten oder nicht,

fällt oft, wenn man es betrachtet,

nur dein Grübeln ins Gewicht.

 

Nimm die hingestellten Weichen

niemals als nur Zufall hin.

Willst im Leben viel erreichen,

schärf dein Auge und den Sinn.


Hat die Liebe dir gewunken,
frag nicht, ob‘s die wahre sei.
Bist in Zweifel du versunken,
fliegt sie rasch an dir vorbei.

 

Leb im Jetzt stets gern, besonnen,

und gebrauch auch den Verstand.

Ist dein Leben erst zerronnen,

bleibt dir nur die Todeshand.

 

 

 

 

Alles wird gut

 

Viel zu oft durchlebst du Tage,

wo du weißt nicht aus noch ein.

Immer mehr bedrängt die Frage:

Was wird morgen wieder sein?

Es gibt vieles, das nicht stimmt

und dir deine Ruhe nimmt.

 

Manchmal denkst du an die Zeiten,

wo dir‘s Leben Freude gab

und du lässt dich schnell verleiten,

dass der Frust dich zieht hinab.

Dann verebbt in dir die Kraft.

Depression nimmt dich in Haft.

 

In Verzweiflung gehst du baden,

die dich willenlos ertränkt,

siehst versinkend nicht den Faden,

der im Hoffnungsschimmer hängt.

Spürst die Angst, die in dir reift,

wie der Strudel dich ergreift.

 

Immer leiser werden Stimmen,

die dich rufen noch zurück.

Fange endlich an zu schwimmen

und verlass dich nicht auf Glück.

Flieh vor diesem dunklen Sog,

der um Freiheit dich betrog.

 

Willst du dieser Macht entrinnen,

wird dein Mühen auch belohnt.

Kannst den Lebenskampf gewinnen,

wenn die Hoffnung in dir wohnt.

Sie ernährt den schwachen Mut.

Irgendwann wird alles gut.

 

 

 

 

Im Hinblick

 

Schreitest du beim Lebenswandern

näher auf das Ende hin,

schaust im Blick auf manchen andern,

der noch steht am Anbeginn,

mag in dir der Wunsch erwachen:

Ganz von vorn und anders machen.

 

Blickst zurück auf viele Jahre,

die Erinnerung umnetzt,

als ergrauten deine Haare,

dich der Kummer hat verletzt,

du durch tiefes Tal gegangen

und dein Altern angefangen.

 

Hast viel Bitterkeit getrunken

aus dem Kelch, der hingestellt.

Doch hat dir auch stets gewunken

manches kleine Glück der Welt.

Blindheit wollte oft dich schlagen.

Hoffnung ließ dich Bürden tragen.

 

An Erfahrung hast‘ gewonnen,

die das Leben dir beschert‘.

Vieles nimmst du heut besonnen,

dem dich früher noch verwehrt.

Manche Stunden, die verflogen,

hast du um den Sinn betrogen.

 

Deine Zeit, dich vorwärts treibend,

siehst du perspektivlos zieh’n.

Auch die Zukunft, die verbleibend,

stellt sich ungewiss dir hin,

weil des Alterns graue Schatten

deine Kräfte lässt ermatten.

 

Nimm die noch verblieb’nen Reste

deiner kurzen Lebenszeit

als des Schicksals gute Geste

ganz bewusst voll Dankbarkeit.

 

 

 

 

Kyrill

 

Hörst du den Sturmwind, sein gieriges Fauchen,

wie es von Ferne die Stille bedroht?

Unheimlich flackernde Lichter verrauchen,

färben den Himmel in glühendes Rot.

 

Schrecken erfasst schon die Tiere in Ställen,

zitternd erklingt ihr verängstigter Schrei.

Wiehernd und blökend, sie stampfen und bellen,

hektisch, in Panik und drängen ins Frei’.

 

Pfeifend und berstend hallt Sturmwindes Klage,

rastlos verbiegt er, was schmächtig ihm scheint.

Düster die Wolken am helllichten Tage,

auch schon der Himmel in Furcht vor ihm weint.

 

Fegt um den Schornstein, entblößt das Darunter,

reißender Wirbel ein Dach mit sich zieht.

Wachsend sein Wüten, er treibt’s immer bunter.

Licht in der Wohnung im Kurzschluss verglüht.

 

Fahrräder fliegen mit ihm durch das Weite,

die er sich brüllend zum Spiel auserwählt.

Autos, geparkt, wirft er einfach beiseite,

wahllos durchbricht er, was schien doch gestählt.

 

Angstvoll ergibt sich die Stadt seinem Kochen.

Immer noch tobt er, an Bäume gekrallt.

In den Alleen sind Fichten gebrochen.

Menschen erfasst er mit roher Gewalt.

 

Zuckende Blitze entfachen ein Zischen,

grollender Donner vermischt sich mit Wut.

Kann man die Spuren der Schrecken verwischen?

Drohende Stille, die lange nicht ruht.

 

 

 

 

Sterbende Welt

 

Unsre Zeit lässt offenbaren:

Welt erreicht den Todesrand.

Liegt ihr Schicksal doch seit Jahren

offen in des Menschen Hand.

 

War sie einst als Paradiese

rein, vollkommen, blühend, klar,

liegt sie nun in schwerer Krise

schmutzig, krank und fiebernd dar.

 

Zeitenlang hat sie geschwiegen,

nahm geduldig hin ihr Leid.

Wird der Tod sie bald besiegen

durch der Menschen „Menschlichkeit“?

 

Klimakatastrophen lauern,

Missgeburt von Mensch und Tier.

Unsre Zukunft, zu bedauern,

liegt schon sterbend im Visier.

 

Treibgasgift in Himmelssphären,

auch viel saurer Regen fällt,

Chemikalien ätzend gären,

folgenschwer für unsre Welt.

 

Stündlich baut man an Raketen,

Waffen, Bomben - atomar.

Massenhaft sind sie vertreten,

drohend, wartend - nuklear.

 

Auf das Ende hingesteuert

wird schon längst im Unverstand.

Geister, die man angeheuert,

wirken heimlich, ungebannt.

 

Gier wird von Profit getrieben,

Macht und Geld alleine zählt.

Sind dem Wahnsinn wir verschrieben,

dass wir diesen Weg gewählt?

 

Nun entgleisen unsre Züge.

Weichen wurden falsch gestellt.

Hoffnung lebt als feine Lüge.

Überlebt sie auch die Welt?

 

Totengräber heißt ihr Pächter.

Qualvoll stirbt sie, wie ihr Sinn.

Mensch, als sein Gehilfe, Schächter,

wo gehst du am Ende hin?

 

 

 

 

 

 

Wie viel ist ein Mensch noch wert?

 

Geht bald unser Land zu Grunde?

Keiner weiß, was noch passiert.

Schon in manchem Kindermunde

liegt viel Frechheit, ungeniert.

 

Was soll aus der Jugend werden,

die respektlos um uns reift

und mit gräulichen Gebärden

Macht der Tyrannei ergreift?

 

Was geht vor in Kreaturen,

die an Unschuld sich vergeh’n?

Täglich Missbrauch – Todesspuren.

Wie lange will noch weg man seh’n?

 

Oft hört man von Staatsverbrechen,

ohne Skrupel, skandalös.

Mannigfaltig liegt Versprechen

im Regierungsmund, pompös.

 

Vieles sucht man zu vertuschen,

selten Wahrheit man erfährt,

Mehrwertsteuer aufzupuschen,

die des Staates Beutel nährt.

 

Löhne werden stark beschnitten,

diktatorisch, wie noch nie.

Bürgerrechte - sehr umstritten.

Ist das noch Demokratie?

 

Immer enger werden Stricke

durch die Arbeitslosigkeit.

Die Regierung steckt Geschicke

in den Sack „Unmenschlichkeit“.

 

Asozial wird ein Empfänger

mit den Bröckchen aus Hartz IV.

Mancher will nicht leben länger,

sollte sich nichts ändern hier.

 

Zahnersatz , bald ein Vermächtnis,

- hat mein Opa mir vererbt -.

Hat sich das Sozialgedächtnis

unsres Staates so verfärbt?

 

Medizin - sortiert für Klassen.

Jeder Kranke sie begehrt.

Ich kann all das gar nicht fassen.

Wie viel ist ein Mensch noch wert?

 

 

 

 

 

 

Sinn und Ziel

 

Ruhelos bist du auf Suche

nach des Daseins Sinn und Ziel.

Nun zeigt dir das Zeitenbuche

eigens deinen Lebensstil.

Wie du stehst zu allen Dingen,

was du tust und auch warum.

Was dich vorwärts sollte bringen,

das doch grade, biegst du krumm.

 

Unzufrieden, resignieren,

hast du meistens ausgewählt.

Möchtest einfach nicht kapieren,

dass die Tage sind gezählt.

Oft verdrängst du die Gefühle,

die dein Herz dir offenbart,

drehst durch deine Kummermühle

Augenblick und Gegenwart.

 

Weiter irren die Gedanken

im Gestrüpp durchs Labyrinth.

Vielmals stehst du auch vor Schranken,

die im Grunde keine sind.

Dem, was trachtest‘ zu entdecken,

stellst‘ dich nicht, bist blind und taub.

Wo du reinschaust in die Ecken,

findest du nur reichlich Staub.

 

Wollt‘ man durch Erfahrung leihen

dir den Blick auf Sinn und Ziel,

ließt du dein Gespött gedeihen.

Leben ist kein Würfelspiel!

Manchmal triffst du Weggenossen,

die ein Stückchen mit dir geh‘n

und schon bald mit dir verdrossen

wieder vor Zerfall’nem steh‘n.

 

All dein Grübeln über Morgen

rüttelt dich wie starker Wind.

Ferner kannst du dir dich nichts borgen,

wo nur noch Ruinen sind.

In Gewohnheit fest gefahren

bist du in ihr selbst verstrickt

und du merkst es mit den Jahren,

oft hast du begrenzt geblickt.

 

Durftest nicht von Wegen weichen,

die erfahren, eingebrannt.

Übersahst auch viele Zeichen

kleiner Weisungen am Rand.

Halt im Suchen jetzt mal inne,

überdenke deine Zeit

und erkenn‘ dein Ziel im Sinne

deiner eig‘nen Sterblichkeit.

 

 

  

Damokles’ Schwert?

 

Nach Rinderwahn und Schweinepest

liegt Vogelgrippe nun im Nest.

Schon hat sie unser Land erreicht,

sie zu bekämpfen ist nicht leicht.

 

Sie schwebt wie des Damokles’ Schwert

- viel Seuchen werden uns beschert

als Fluch in unsrer großen Welt -

unheilvoll überm Erdenzelt.

 

Der Fleischbestand, der uns ernährt,

wird nun von Seuchen aufgezehrt.

Die Wissenschaft steht ängstlich da

und weiß noch nicht warum’s geschah.

 

Sehn wir mit off’nen Augen hin.

Wo liegt der Katastrophen Sinn?

Tsunamis, Erdbeben und Flut,

Feuersbrunst mit heißer Glut,

Dürre, die vernichtend frisst,

Hungersnöte man vergisst,

Schreckensmeldung, jeden Tag,

immer neu und Schlag auf Schlag.

 

Ungerechtigkeit heut boomt,

Menschenwürde man vermummt,

Krieg und Morde grausam sind,

in Gefahr lebt jedes Kind.

Von Missbrauch überall man hört,

der Kinderseelen rasch zerstört.

 

Doch schauen wir in Gottes Wort,

so finden wir’s geschrieben dort,

dass dieses auch für’s End der Welt

als Zeichen wird dazugezählt.

 

 

 

 

 

Die Qual der Wahl

 

Heut sollen wir wählen, doch sagt mir nur wen?

Wo soll auf dem Blatt das Kreuzchen denn stehn?

Rechts oder links? Ob schwarz, gelb, grün, rot,

wer ist’s, der uns besseres Leben anbot?

 

Der Eine verspricht, was er sicher nicht hält,

der  Andre will das, was mir auch nicht gefällt.

Von Wahlpropaganda, wie früher sie war,

ist nichts mehr geblieben, das ist bereits klar.

 

Da wird viel geredet, was keiner versteht

und gerne verschwiegen, wo’s wirklich drum geht.

Die eine Partei macht die andre oft schlecht.

Leute, geht wählen, das ist euer Recht!

 

Mehr Arbeitsplätze soll’s rasch wieder geben.

Dies’ würde ich gerne auch bald noch erleben.

Anheben will man die Mehrwertsteuer.

Das wird für den kleinen Mann wieder recht teuer.

 

Hier wird gestrichen, dort wird gekürzt,

Gesundheitsreform ist mit Minus gewürzt.

Zuzahlung hier und Teuerung da.

Oh du meine Heimatland, Armut ist nah.

 

 Hab lang überlegt, mir fehlt der Entschluss.

Ich weiß, dass ich sicher nicht wählen muss.

Bin  gegen politische Lügen immun,

kann niemals bejahen, was sie mit uns tun.

 

Die Karre sitzt tief, auch schon lange im Dreck

und keine Partei zieht sie dort wieder weg.

Nur hoffe ich schlicht, dass mein Kreuz auch zählt.

Bestimmt ist es sinnvoll, wenn trotzdem man wählt.

 

Doch mach ich’s nicht so, wie die Dümmsten der Kälber,

und wähl meinen Metzger am Ende auch selber.

 

 

 

 

Pleite

 

Erhält als Lohn man kein Entgelt,

kann auch die Schulden man nicht zahlen.

Ob’s Absicht, sei dahin gestellt,

doch schmerzvoll nagen Sorgenqualen.

Das Konto wird nicht mehr gedeckt,

Wirtschaftskrise scheint perfekt.

 

Mahnbescheide flattern täglich,

oft früh am Morgen schon ins Haus,

die man gern wegwirft, meist sehr kläglich,

wie ein verdorrter Blumenstrauß.

Der Inkassodienst frohlockt,

weil die Zahlung weiter stockt.

 

Dazu kommen jetzt noch Zinsen,

die meist dem Wucher ähnlich sind,

und rutscht hinein, tief in die „Binsen“.

Ach wäre man nur wieder Kind,

wünscht man sich jetzt öfter doch.

Riesengroß - das Schuldenloch.

 

Irgendwann, nicht zu vermeiden,

steht vor der Tür ein fremder Mann,

der höflich fragt und meist bescheiden,

wann man endlich zahlen kann.

Und wenn nicht, ist gut bekannt

des Gerichtsvollziehers Hand.

 

Magenschmerz in langen Nächten,

in denen man sich schlaflos wiegt.

Stumm umkreist von dunklen Mächten

fühlt man schwach sich, fast besiegt.

Arztbesuche sind passee,

selbst zehn Euro tun jetzt weh.

 

Wie soll es nun weitergehen?

Zahlungsmoral sei ja out,

sieht man gern geschrieben stehen,

wenn man Zeitungsseiten schaut.

Betroffen, meist der kleine Mann

der oftmals dazu gar nichts kann.

 

Er würde gerne Zähne zeigen,

wenn er eigene noch hätt’.

Kassezuschuss -  mag’res Schweigen,

Staatsgehälter jedoch fett.

Groß’ Fiasko stellt sich ein,

muss Zahnersatz und Brille sein.

 

Steuergelder sind zu zahlen.

Die verausgabt dann der Staat.

Für Propaganda neuer Wahlen

liegen sie zu Hauff parat.

Doch, wo’s wirklich nötig ist,

wird’s gestrichen. Es ist wie’s ist!

 

Drohend kreist der Pleitegeier,

löchrig’ ist das Portemonnaie

und ein Kuckuck beim Herrn Maier

ich schon länger kleben seh’.

Steht im letzten Hemd bereit,

leistet Offenbarungseid.

 

Stets hat man sich schwer geplagt,

geschuftet wie ein Ackergaul.

Danach wird nicht mehr gefragt,

offen steht das Fiskusmaul.

Eigentum, bald futsch und hin.

Ist das der Mühen Lohn und Sinn?

 

Wohin führt die Wirtschaftskrise,

die am kleinen Beutel nagt?

Rote Zahlen, reichlich Miese,

jedermann darüber klagt.

Existenzangst im Gesicht -

Wie’s weitergeht?

Ich weiß es nicht.

 

 

 

 

 

Naturgewalten

 

Plötzlich, ohne eine Warnung,

sind sie da, mit großer Macht.

Friedenstille ist nur Tarnung,

der Tag wird gleich zur Nacht.

 

Die Erde bebt, es kommt die Flut

- Menschenleben, was ist’s wert? -

Sturm und Hagel, heiße Glut,

die viel Leben rasch verzehrt.

 

Gefräßig sind Naturgewalten,

ohne Mitleid, ganz brutal.

Sie lassen sich von niemand’ halten,

Menschen haben keine Wahl.

 

Schnell zerstören diese Mächte

was mit Mühen wurd’ geschaffen.

Lebewesen - ohne Rechte?

Oder will man sie bestrafen?

 

Mensch, was bist du hier auf Erden?

Nur ein Staubkorn, winzig klein.

Dachtest, du könnt’st Herrscher werden,

über alles mächtig sein?

 

Gottes Finger zeigt jedoch,

dass deine Rechnung geht nicht auf.

Auf dir ruht das Todesjoch,

wirst niemals ändern Weltenlauf.

 

 

 

 

 

 

Der Reiche und der Arme

 

Wenn Abschied nimmt von seinem Leben

ein Mann mit Rang und Namen,

dann wird es sehr viel Rummel geben,

in übergroßem Rahmen.

 

Die Medien sind life dabei

und streiten um die Plätze,

wer wohl in nächster Nähe sei

und formt die besten Sätze.

 

Nicht nur im Staat wird dann getrauert

auch weit in aller Welt,

und jeder Clevere nun lauert

dran zu verdienen sehr viel Geld.

 

Die Preise für `ne Kleinigkeit,

oft grenzen schon an Wucher,

doch gern zu zahlen ist bereit

der Pilger und Besucher.

 

Der Tote wurd’ schon sehr verehrt

als er noch war am Leben.

Er machte wohl nie was verkehrt,

hat Gutes nur gegeben.

 

Wenn Abschied nimmt von seinem Leben

der ohne Rang und Namen,

dann wird es keinen Rummel geben

in übergroßem Rahmen.

 

Auch er war gut in all den Jahren,

tat niemand was zuleide,

doch er wird nicht zum Grab gefahren

in Luxus, Prunk und Seide.

 

Er liebte die Bescheidenheit,

tat Gutes nur im Stillen.

Zu leben war er stets bereit

nach Gottes heil’gem Willen.

 

Warum wird soviel „Wind“ gemacht?

Ein Toter merkt nichts mehr.

Ich hab darüber nachgedacht;

es fiel mir gar nicht schwer.

 

Zum Glück wird es in Gottes Armen

nie Unterschiede geben.

Jeder Mensch braucht sein Erbarmen

und Gnad’ zum ew’gen Leben.

 

 

 

 

 

Im Paradies

 

Die Zukunft liegt im Dunkeln, wage,

niemand weiß was vor uns liegt.

Hoffnung auf viel bess’re Tage,

wie ein Traum im Herz sich wiegt.

 

Der Tage Schatten eil’n voraus,

mühsam ist der Kampf der Zeit.

Manchmal steht man vor dem Aus,

Angst aus vielen Herzen schreit.

 

Existenzen sind bedroht,

Arbeitsplätze, Gelder knapp.

Wo man hinschaut macht die Not

Herzen und die Glieder schlapp.

 

Erinnerung an schöne Zeiten,

als man sich was leisten konnt’,

liegt in ungreifbaren Weiten,

hinter hohen Mauern wohnt.

 

Der Tag beginnt am frühen Morgen

mit der Angst, dass er nicht gut.

Die Probleme und viel’ Sorgen

rauben unsern Lebensmut.

 

Lebenshaltungskosten steigen

schier ins Unermässlich’ an.

Wo soll man denn nun noch abzweigen,

damit man sie bezahlen kann?

 

Die großen Herren an der Macht,

ein jeder sich ins Fäustchen lacht,

schneiden sich mit viel Geschick

vom Kuchen je ein großes Stück.

 

Für den kleinen Mann indessen,

ist Brot und Wasser schon Genuss.

Geld für „was mehr“, das er besessen,

ins Steuersäckel wandern muss.

 

Den Kopf zerbrechen tun sie sich -

übers neue Schreibsystem,

und denken: „Ach, was kümmert’s mich?

Mein Sessel hier ist sehr bequem.

 

Ich hab doch vorgesorgt für’s Leben,

mit meinem Stück hab ich genug.

Dem kleinen Mann was abzugeben,

ist für mich fast Staatsbetrug.

 

Bescheidenheit dürft ihr nun lernen.

Weil Brot und Wasser euch gewiss,

müsst ihr nicht greifen nach den Sternen.

Ihr lebt doch schon…

im Paradies

 

 

 

 

 

Unsre gute alte D-Mark

 

Was waren das noch gute Zeiten

als uns’re  Deutsche Mark regierte

und dieses Wort, auf beiden Seiten,

Schein und Münzen noch verzierte.

 

Die alte Währung, doch stabil,

und dem kleinen Mann genug.

Der Regierung war es Ziel,

sie auszulöschen, mit Betrug?

 

An der Börse, in der Welt,

galt unsre Mark als fester Kern,

denn man bekam für dieses Geld

in unsrem Land noch einen Stern.

 

Die Wende kam, man hat gehofft,

es bliebe alles wie bisher.

Man irrte heftig, wie schon oft,

denn für den Euro gibt’s nichts mehr.

 

Was mal `ne Mark gekostet hat,

nun einen Euro muss man blechen.

Der kleine Mann wird nicht mehr satt,

ich hoff’, das wird sich rächen.

 

Der Arbeitslohn wurde halbiert

mit viel Geschick und Hinterlist.

Was nun mit diesem Land passiert

wird immer schlimmer, wie ihr wisst.

 

Die Zahl der Arbeitslosigkeit

steigt täglich schneller in die Höh’.

Der kleine Mann um Hilfe schreit,

doch ihm nützt kein Ach und Weh.

 

Die Regierung streitet sich

hier um jeden Pillefitz.

Wenn ich das höre ärgert’s mich,

glaube fast an einen Witz.

 

Können die denn nicht mehr zählen?

Das Einmaleins ist auch nicht schwer.

Man würde denen gern befehlen,

dass unsre Mark soll wieder her.

 

Ich denke, dass in kurzer Zeit,

in diesem Lande wird es geben,

nur ganz Reiche, nah und weit.

Der „Kleine“ muss in Armut leben.

 

Der Mittelstand wird ausradiert,

scheint wohl der Regierung Ziel.

Mal seh’n, was danach noch passiert

mit uns, nach ihrem Spiel.

 

 

 

 

Geiz

 

Du hast es weit gebracht

auf deiner Lebensreise.

Ein Ziel dir ausgedacht

hast du auf deine Weise.

 

Es hat dich viel gekostet

an Arbeit und an Schweiß.

Nie bist du eingerostet,

wie jeder von dir weiß.

 

Der Ehrgeiz packte dich

schon früh, in jungen Jahren.

„Berühmt werden will auch ich“,

einst deine Worte waren.

 

Du hast gekämpft, so wie ein Tier

und hast nie aufgegeben.

Den Lohn bekommst du jetzt dafür,

am End’ in deinem Leben.

 

Nie hast du nach rechts geschaut,

noch nach der andren Seite,

keinem hast du je vertraut.

Es war nicht gut, du weißt es heute.

 

Bist reich geworden und berühmt,

so wie du es wolltest.

Vom Schicksal wird es nun gesühnt,

weil du mit allen grolltest.

 

Ruhm und Reichtum nutzlos sind

wenn keine Liebe hast’ verschenkt.

Sie sind vergänglich wie der Wind,

dein Leben hast du falsch gelenkt.

 

Du hättest früh beachten sollen

dass Nächstenlieb’ dich weiterbringt.

Du konntest schenken aus dem „Vollen“,

Dank hätte dir zurückgewinkt.

 

Geiz, Reichtum, Ruhm und Stolz,

wachsen oft auf einem Holz.

Die Dummheit zählt jedoch dazu.

Das, lieber Freund, weißt jetzt auch du.

 

Hier sitzt du nun, alleingelassen

von deinen Kindern und der Welt.

Du kannst es leider noch nicht fassen….

 

Was nützt dir jetzt das viele Geld?

 

 

 

Krieg

 

Die Nacht ist schwarz, noch schläft die Stadt,

auf Lichter man verzichtet hat.

Plötzlich hört man gegen zwei,

angstvoll, der Sirenen Schrei.

 

Die Bewohner, voller Schrecken,

müssen sich nun schnell verstecken.

„In die Bunker, in die Keller,

lauft nur Leute, schneller, schneller!“

 

In der Ferne hört man schon

des Geschwaders Todeston.

Bald vernimmt man lautes Knallen,

Zeichen, dass nun Bomben fallen.

 

Panik lähmt der Menschen Glieder,

Bomben fallen immer wieder.

Krieg mit unmenschlicher Gewalt

macht auch vor dieser Stadt nicht halt.

 

Kinder weinen, Eltern zittern,

Explosionen die Erde erschüttern.

Beleuchtet ist das Himmelszelt

vom Feuer, das die Nacht erhellt.

 

Bombenhagel die Stadt umringt,

in Schutt und Asche sie versinkt.

Die starken Mauern, butterweich,

dem Erdboden sind sie jetzt gleich.

 

Das Geschwader zieht vorüber,

am Himmel herrscht nun Ruhe wieder.

Menschen auf die Straße rennen,

überall sieht man es brennen.

 

Verzweiflung lässt die Hoffnung schwinden,

in Armut sie sich wieder finden.

Verloren ist ihr Hab und Gut,

nichts ist geblieben, auch kein Mut.

 

Die Todesschreie, die erschallen,

letztendlich in der Nacht verhallen.

 

 

 

 

Weltende

 

Wir leben in der letzten Zeit,

bald wird der Heiland kommen.

Das Ende hier ist nicht mehr weit,

hast du die Zeichen auch vernommen?

 

Die Welt kann so nicht lange mehr steh’n,

alles sehnt sich nach dem Ziel.

Mit offnen Augen kannst du’s seh’n,

die Zeit, die bleibt, ist nicht mehr viel.

 

Das Böse nimmt hier überhand,

an Nächstenliebe fehlt es sehr.

Wie’s damit endet ist bekannt,

steht in der Bibel, seht nur her.

 

Einst hat der Herr, vor vielen Jahren,

mit einer Flut, die er gesandt,

weil alle Menschen böse waren,

die Welt vernichtet bis zum Rand.

 

Nicht alle wollte er verlieren.

Nur eine handvoll lies er stranden,

die, zusammen mit den Tieren,

vor seinen Augen Gnade fandeen

 

Wenn Jesus kommt in Herrlichkeit,

Posaunen werden es verkünden,

der Lohn für jeden steht bereit,

war gut er oder blieb in Sünden.

 

Das Böse, das man hat gekannt,

wird dann für allezeit gerichtet.

In Satan es den Ursprung fand,

auch er wird endgültig vernichtet.

 

Dann wird erfüllt sein all das Sehnen,

das heut’ in vielen Herzen ist.

Gott selbst wird abwischen die Tränen,

damit das Alte man vergisst.

 

Bedenke, Mensch, noch hast du Zeit,

heute musst du dich bekehren!

Machst du dein Herz für Gott bereit,

wird er die Kron’ dir nicht verwehren.

 



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