Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Mein Hund Dino

 


 

 

Morgenstimmung

 

Ein Sonnenstrahl durchs Fenster dringt,

weckt mich mit sanftem Kuss.

Ein Vöglein in den Zweigen singt,

die Nacht nun weichen muss.

 

Es zwitschert fröhlich sein Gebet,

putzt sich dabei’s Gefieder.

Der Wind die Blätter sanft bewegt,

sie singen ihre Lieder.

 

Der Tag erwacht, die Schatten flieh’n

vor’m hellen Licht der Sonne.

Graue Wolken sich verzieh’n,

öffnen das Tor zur Wonne.

 

Die Blumen strecken sich empor

und heben ihre Köpfe,

sie wiegen sich ganz leis’ im Chor,

sind es nicht herrliche Geschöpfe?

 

Ein Spinnennetz, versteckt im Gras,

bedeckt mit Tau vom Morgen,

merkt nichts von dem kühlen Nass,

fühlt sich darin geborgen.

 

Im Grün der Wiese funkelt’s hell,

gleich Diamanten rein,

bedeckt das Erdreich wie ein Fell

aus Perlen, zart und fein.

 

Ein Mäuschen kriecht aus seinem Nest,

putzt sich behend’ die Augen,

verschwindet dann in dem Geäst

blitzschnell, man kann’s kaum glauben.

 

Es atmet tief die reine Luft

Mensch ,Tier und jede Pflanze.

Die Blumen sorgen für den Duft

und runden ab das Ganze.

 

Die Wunder Gottes spür’ ich fein,

er ist’s der plant und lenkt.

In ihm will ich geborgen sein,

weil er auch an mich denkt.

 

Mein Dankgebet soll laut erschallen,

soll preisen seine Güt’ und Macht.

Als Echo soll’s im Tale hallen

nach dieser dunklen Nacht.

 

 

 

Ein junger Tag

 

Der junge Tag verlässt sein Ruhelager,

verwebt am Horizont ein helles Band.

Er schreitet in Gestalt noch etwas mager

und reicht der Nacht zum Abschied seine Hand.

 

Noch wandern still die ruhgenährten Stunden

im Schutz der Dämmerung am Wegessaum,

wo nun geflocht‘ne Träume, nachtgebunden,

sich zögernd lösen aus dem Zeitenraum.

 

Auf nassen Wiesen kriechen kalte Schleier

und drängen sich empor zum warmen Licht.

Es ruht im Schoß des Tals der kleine Weiher,

auf dem das Morgenrot sich spiegelnd bricht.

 

Die frühen Stimmen ziehen mit dem Wehen

der milden Luft durch ruhende Natur,

so dass es scheint, wenn sie vorüber gehen,

als folgten bunte Farben ihrer Spur.

 

Schon spürt man frische Düfte sich erheben

und streunend atmen sie die Freiheit ein.

Bald werden sie in raschem Flug entschweben

und etwas später noch vergessen sein.

 

Ich stehe fröstelnd hier am off‘nen Fenster

in Neugier, was der Tag mir offenbart.

Noch immer tanzen nächtliche Gespenster

und narren mich mit ihrer Gegenwart.

 

Erwartend bilden sich wie Schaumeswogen

die leisen Hoffnungen im Anbeginn.

Oft fühlen sie am Abend sich betrogen

und fließen unerfüllt, enttäuscht dahin.

 

Ein waches Mahnen streift mich in Gedanken.

Ergreifend nehme ich es in Gewahr.

In scheuer Angst will’s weiter vorwärts wanken,

als bürg’ der neue Tag in sich Gefahr.

 

Doch munter reckt er seine jungen Glieder,

verschenkt mit reinen Händen frohen Mut.

Erbauend singt er alt bekannte Lieder.

Auch seine Stimme klingt vertraut und gut.

 

Begrüßend  lasse ich ihn froh gewähren.

Er winkt mir zu in strahlendem Gewand

und will mir heut sein Wesen neu gebären,

das gestern ich zu deuten  nicht verstand.

 

 

 

 

Guten Morgen

 

Die Sonne wirft goldene Strahlen

dem Morgen ins müde Gesicht

und Dämmerungsstunden bemalen

den Tag mit erwachendem Licht.

 

Schon löst sich die nächtliche Dichte.

Im feurigen Schein ruht die Stadt.

Der Mond schreibt am Himmel Geschichte

mit blassem, entschwindendem Matt.

 

Bald streifen erfrischende Winde

die Wipfel der Bäume im Tal.

Geschlossene Blüten der Linde

verbergen ein köstliches Mahl.

 

In Reinheit der wehenden Lüfte,

erquickend nach nächtlicher Ruh,

verschenkt die Natur ihre Düfte

und ruft „Guten Morgen“ dir zu.

 

 

 

 

 

Aprilmorgen

 

Was klopft von draußen an die Scheiben,

am frühen Morgen im April,

und bildet Furchen, die beschreiben,

dass trüb der Tag beginnen will?

 

Erwacht bin ich mit stillem Ahnen

und die Erkenntnis fällt mir schwer:

Heut will der Tag den Weg sich bahnen

im Regenfluss, wie der vorher.

 

Die leise Hoffnung wird entschwinden,

die gestern mir noch war geschenkt,

dass neuer Tag im Sonnenwinken

beschwingt und leicht die Schritte lenkt.

 

Wann will beglücken warmes Scheinen,

das strahlend meinen Tag begrüßt?

Wann hört der Himmel auf zu weinen,

der nass und kalt die Erde küsst?

 

Doch zartes Zwitschern in den Zweigen,

im kahlen Baum am Wiesenrand,

will sicher wissend nicht verschweigen

des Winters Flucht vor Frühlingshand.

 

 

 

 

Fünf Uhr morgens

 

Ganz langsam weicht nächtliches Dunkel dem Licht

und schleichend der Tag die Dämm’rung durchbricht.

Ich lieg in den Federn, bin noch nicht ganz wach,

die bleierne Trägheit hält fest mich im Schach.

 

Da dringt mir ein Pfeifen und Zwitschern ins Ohr,

die Vögel begrüßen den Tag laut im Chor.

Sie singen und trällern, es ist ein Genuss,

umarmen den Morgen mit fröhlichem Gruß.

 

Die Stimmen der Vögel berühren mein Herz

und dankbare Freude entweicht himmelwärts.

Ich lobe den Schöpfer, denn er ist es wert,

für dieses erquickende Morgenkonzert.

 

Doch plötzlich verstummt dieser frohe Gesang.

 Ich lauschte ihm gerne noch – stundenlang.

Sein Echo fliegt winkend dem Tage davon.

Nun schrillt auch mein Wecker in grässlichem Ton.

 

 

 

 

 

Morgenrauschen

 

Die Nacht verbirgt ihr Angesicht

vor Schatten fahlen Hell’s

und durch verträumte Stille bricht

sich Licht am kahlen Fels.

 

Verhangen sind noch Stimmungen,

die über Täler geh’n.

In neblig’ weichen Schwingungen

im Morgengrau sie weh’n.

 

Weit hinter stolzem Bergeszipfel

lädt sich der Tag rasch ein,

umhüllt facettenreich den Gipfel

mit goldnem Sonnenschein.

 

Der Fichtenhain liegt rauschend wach,

im Tal von grünem Band.

Dem Nadelschoß entflieht ein Bach,

verlässt den Waldesrand.

 

In Purpurrot erwachtes Hoffen

bezwingt die nächtlich Still’,

die wundenreich, im Kampf getroffen,

im Licht versinken will.

 

Vorm Morgenrauschen stumm verblichen,

der Hauch geheimer Macht

und junger Atem, tagumschlichen,

erstickt den Schweif der Nacht.

 

 

 

 

 

Sonntagmorgen

 

Grau liegen  Straßen in der Gegend umher,

das Geschäft um die Ecke ruht vom Trubel sich aus.

Die Häuser erscheinen verlassen und leer.

Die Vorstadt im Grünen kehrt Alltag hinaus.

 

Nur sonntags  knarren die Betten viel länger,

auch der große Fabrikschornstein schweigt heute still.

An seinen Geliebten legt gern man sich enger,

weil jeder den Traum noch beendigen will.

 

Jegliche Sorgen bleiben heut auf der Strecke.

Ein Telefon klingelt, niemand macht sich was draus.

Einsam und müd’ döst der Baum an der Ecke,

voll Ungeduld wartet der Hund schon im Haus.

 

Von Fern hört man leise die Eisenbahn pfeifen

und von irgendwo her spielt ein Radio sein Lied.

Ein verspätetes Auto auf schmutzigen Reifen

rast laut um die Kurve, der Nacht es entflieht.

 

Vom Kirchturm läuten alsbald frühe Glocken.

Sie rufen zur Messe, es ist schon fast zehn,

und gähnend schlüpft, hier und da, wer in die Socken.

Noch schlaftrunken winkt neues Tagesgescheh’n.

 

Ganz langsam erwacht nun das Leben am Morgen.

Der Duft frischen Kaffees durchwandert die Stadt

und friedvoll fühlt jeder im Tag sich geborgen,

weil man Arbeit und Hektik heut ausgesperrt hat.

 

 

 

 

 

In der Frühe

 

Zartes Rot den Himmel färbt,

es löscht der letzte Stern sein Licht,

ein frischer Wind den Morgen gerbt,

der sacht umweht des Tag’s Gesicht.

 

Heimlich flieht der süße Traum

der Dämmerung mit leichtem Schritt

und gold’ner Sonnenkleidersaum

zieht den Tag nun funkelnd mit.

 

Lächelnd streift er durch die Ritzen

in seinem strahlend’ hell Gewand

und vom Kopf bis zu den Spitzen

schmückt ihn ein bunt gewebtes Band.

 

Knarrend öffnen sich die Läden

der Fenster von dem Nachbarhaus

und die fein gesponnen’ Fäden

der dunklen Nacht wehen hinaus.

 

Gähnend streck’ ich meine Glieder,

noch sinn’ ich träumend vor mich hin,

weil unter meinem Bettgefieder

ich besonders gerne bin.

 

 

 

 

Morgenlied

 

Ein Vogelkonzert in den Bäumen

verkündet: der Morgen ist nah.

Ihr Menschen, erwacht aus den Träumen,

seht doch, der Tag ist schon da.

 

Kommt, streckt eure schlafenden Glieder,

erhebt euch mit fröhlichem Mut

und singt eure Morgenlieder

voll Hoffnung, der Tag wird heut gut.

 

Vergesst all das Mühen von gestern,

die Sorgen, die Angst und das Leid

und jubelt, ihr Brüder und Schwestern,

der Tag hält viel Freude bereit.

 

Lasst gern helle Sonnenstrahlen

ins Herz euch tief dringen hinein,

dann schwinden bald Kummer und Qualen,

und ihr werdet glücklicher sein.

 

Nun dankt eurem Gott für das Leben,

für alles, was er euch heut’ schenkt

und bittet mit ganzem Bestreben,

dass er diesen Tag für euch lenkt.

 

 

 

 

 

Der Tag

 

Der Tag kriecht heran, dringt in die Ecken.

Mensch, komm hervor, musst dich nicht verstecken.

Er ist gefüllt bis weit über’n Rand,

mit Dingen, die gestern noch nicht hast’ gekannt.

Er lächelt dir zu, er wartet auf dich,

mit ihm wird’s sicher nicht langweilig.

 

Mache dich auf, nütze den Tag,

nimm an was er dir bringen mag.

Öffne die Augen, kost’ willig ihn aus,

dann siehst du am Abend glücklicher aus.

 

Doch denke daran, sei auf der Hut,

nicht alles von ihm ist wirklich gut.

Du findest sehr leicht in manchen Lücken

allerlei List und mancherlei Tücken.

 

Wäge fein ab, gebrauch den Verstand.

Erst überlegen, steht auf dem Bild an der Wand,

eh’ du was sagst bevor es zu spät,

und du nicht mehr weißt wie’s weitergeht.

 

Ein Wort unüberlegt ausgesprochen

hat schon so manches Herz zerbrochen.

Scherben, die dann herumliegen im Leben,

lassen sich nie wieder unsichtbar kleben.

 

Ich rate dir gut, nimm du das Band,

die Zügel des Tages, fest in die Hand.

Du musst ihn lenken in allen Dingen.

Mit Hilfe von oben wird dir’s gelingen.

 



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