Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Solitario

 

Hörst du denn mein Herz nicht schreien,

wie es liebend sich verzehrt?

Konnte dieses nur gedeihen,

weil viel fehlte, wurd‘ verwehrt.

 

Sucht‘ es lang nur nach dem Einen,

dem’s allein sich hat geschenkt,

doch wenn manche Augen weinen,

selbstlos handelt, viel bedenkt.

 

Als es schien, als wär zerbrochen

alles, woran es geglaubt,

litt es Qualen sechzig Wochen,

fühlt‘ des Lebens sich beraubt.

 

Kleine Dinge, die geschahen,

gaben Hinweis, Wer und Wo.

Würd‘ dein Herz sich wieder nahen,

gäbs kein Solitario.

 

Bald jedoch wird man entscheiden:

Neues Leben oder Tod.

Herzen, die in Liebe leiden,

hoffen auf ein Morgenrot.

 

 

 

 

 

 

 

 Ich habe gelernt

 

Ich habe gelernt kein Vertrauen zu schenken,

nicht Worten zu glauben, die gern man verteilt.

Auch musst‘ ich Versprechen  oft  nüchtern bedenken,

selbst Träume verlassen, in denen man weilt.

 

Enttäuschung hat oftmals das Herz mir zerschnitten,

und Hoffnungen hat man mir vielmals zerstört.

Kommt heute entgegen mir jemand mit Bitten,

so kann ich nicht anders, er wird überhört.

 

Wie hat mich durch solches das Leben verbogen!

Selbst mir gegenüber Empfindung scheint fremd.

Hab ich mich denn immer nur selber belogen,

indem ich vertraut hab,  naiv bis aufs Hemd?

 

Gebrandmarkt,  erschüttert, verletzt  und verbittert.

Wenn Tränen nicht rinnen, ist da noch Gefühl?

Mein Herz schlägt in Angst, denn die Seele erzittert.

Beherrscht wird's von Vorsicht und schweigt in Kalkül.

 

 

Auf der Brücke

 

Es ist vollbracht, die Brücke steht.

Nun musst du sie beschreiten.

Du weißt, wohin der Weg dann geht,

Erkenntnis wird dich leiten.

 

Was fürchtest du? Fang an zu gehn!

Der Pfad ist schmal, doch eben.

Auch kannst du die Begrenzung sehn,

dein Fuß tritt nicht daneben.

 

Ich halte meine Hand dir hin,

werd warten in der Stille.

Vielleicht erkennst du's ohnehin

doch zählt dazu dein Wille.

 

Selbst wenn du zögerst  irgendwann,

auch zweifelst‘  nur ein Stück,

geh weiter, Schritt für Schritt voran

und blick nicht mehr zurück.

 

Rosarot

 

Wollt‘ gern mich wieder neu verlieben.

- Ich glaub, ich hab’s schon mal geschrieben -

Drum schaut‘ ich mich, bin ja nicht dumm,

nach männlichen Klienten um.

 

Möcht kurz und knapp euch schnell erzählen

was mir geboten wurd‘ zu wählen.

 

Da standen welche, zwar nicht lange,

in einer Auswahlwarteschlange.

Doch schnellstens wurde mir hier klar,

dass jeder “dritte Wahl“  nur war.

 

Ein junger hübscher, dunkle Haare,

Modell von bester Vorzeigware,

charmant, trug obendrein Jackett.

(Der wär auch sicher was fürs Bett).

 

Hab überlegt dann eine Weile,

Entscheidung zwingt ja nicht zur Eile,

und dachte mir, nur  könnt‘ es sein:

So’n Typ gehört mir nie allein.

 

Mit ihm geschmückt, liegts schon im Klaren:

Ich käm zu kurz dann mir den Jahren.

Denn so ein  Mann ist nicht nur schön,

 er kann auch Frauen gut verstehn.

 

Ein Älterer schien mir gediegen.

Hat in der Schweiz Moneten liegen.

Auch Treue fiel ihm gar nicht schwer !

(Der „kann“ wahrscheinlich schon nicht mehr).

 

Sein Kopf, man konnte es vermuten,

lag länger brach schon bei dem Guten.

Auch trug er Falten überall.

Nein, Danke- leider nicht mein Fall.

 

Ein Anderer, der schon was grauer

dem Anschein nach ein Oberschlauer,

behauptete gleich steif und fest,

er wär der Beste von dem Rest.

 

Doch stierte er mir auf die Beine,

als wär’n’s nicht meine, sondern seine.

Auf so ein Exemplar von Mann

ich allemal verzichten kann.

 

Bald stand vor mir, ich konnt es ahnen

ein Kandidat mit Bauch und Fahnen.

Ich roch die Knoblauch-Bier-Mixtur

mit Achselschweiß von Weitem pur.

 

Der arme Wicht war sicher ehrlich,

doch schien er mir extrem gefährlich.

Das fand ich nun schon wirklich krass.

Er wollt mich mästen bis zum Fass,

 

weil ich, so kam‘s von seinen Lippen,

kein Grammchen Speck hätt auf den Rippen.

Ich sagte höflich und mit Dank

mal wieder NEIN! (Der ist ja krank!).

 

Dann  war da Einer, muss noch lachen,

der wollt von mir perverse Sachen.

Er holte gleich, als wärs normal,

Viagra aus dem Futteral

 

und nahm  sofort,  ich stand daneben,

zwei Pillen um Potenz zu heben.

Doch hatte ich zu seinem Frust

auf Fetischisten keine Lust.

 

Vom Pech verfolgt  und immer wieder

bleib ich jetzt unverliebt und bieder.

Bei, was mir diese Auswahl bot,

seh ich nicht rosa, sondern rot.

 

 

Weißer Flieder

 

Wieder blüht im Garten weiß der Flieder.

Wolkenlos der Himmel, blau, voll Sonnenschein.

Tränen netzen tonlos Augenlider,

tropfen heiß , verstohlen auf Gestein.

 

Jeder Tag aufs neu spielt Melodien,

Weisen der Vergangenheit, woran sie denkt.

Seufzer, die entweichen, lässt sie ziehen,

unbemerkt wird Sehnsucht, sie drängt.

 

Abermals wirkt sie wie melancholisch.

Träumend flieht ihr Blick, unendlich weit.

Baumeskronen locken ihn symbolisch.

Windgeflüster streichelt sanft die Zeit.

 

Wie viel Mal wird weiß noch blüh‘n der Flieder?

Wo sie ums Vergessen sich bemüht

jedes Jahr, aufs Neue, immer wieder.

Duftend steht er dort am Hang und blüht.

 

 

 

 

Not macht erfinderisch

 

Die Füße, die am meisten rege,

bedürfen auch besond‘rer Pflege.

Verfährt man doch und das mal ehrlich,

mit der Beachtung ihrer spärlich.

So hatte ich mir vorgenommen:

heut sollten meine sie bekommen.

Ich lies mir gleich ins kühle Becken

viel Wasser ein, um sie zu wecken.

Das Fußbad mit Aromaspuren

glich sicherlich den kneipp’schen Kuren.

 

Nachdem sie sichtlich dies genossen,

hab ich zu rubbeln sie beschlossen,

nahm obendrein noch eine Feile

und sicher nicht aus Langeweile.

Ganz vorsichtig, sie nicht zu pellen,

entfernte ich die rauen Stellen,

begann sie danach einzucremen,

damit sie meiner sich nicht schämen.

 

Nun wollt ich sie zum Schluss verzieren

und meine Nägel rot lackieren.

Drum suchte ich, um einzukrallen

im Zehraum, nach den Watteballen,

begann mir Haare auszuraufen:

ich hatt‘ vergessen sie zu kaufen!

 

Woher nun nehmen weiße Ballen?

Doch bin ich auf den Kopf gefallen?

Erfinderisch in allen Dingen,

sollt doch mir dieses auch gelingen!

Drum nahm ich als Ersatz, famos,

die  Packung mit den Marshmallows.

 

 

 

 

Verborgene Küsse

 

Verlegenes Schweigen

wenn Blicke sich fanden,

die dennoch nicht zeigen,

dass Herzen sich banden.

 

Im  Sog der Gefühle,

Verantwortung tragend,

mimt  heuchelnd man Kühle

durch Worte, nichtssagend‘.

 

Berührungen, sachte,

wie fast aus Versehen.

Wo keiner dran dachte,

ist heimlich geschehen.

 

Pausierend im Müssen

stehn stumm sie, versunken

in innigen Küssen,

als schienen sie trunken.

 

 

 

 

 

Gesättigt

 

Verhungernd , verdurstend hab lang ich geschwiegen.
Was brachte mein Klagen? Es ließ sich besiegen.
Erkaltet im Herzen durchschritt ich das Tal
wo Tränen verliefen aus Kummer und Qual.

Auf einmal, ganz plötzlich erschien es mir vage,
als würden sich lichten die dunkelsten Tage.
Ich schaute verwirrt und mein Blick wurde weit.
Da sah ich dich stehen, erwartend, bereit.

Umarmtest mich zärtlich, gefühlvoll durchdrungen.
Es war mir als blähten sich auf meine Lungen.
Ich atmete tief und sog ein deinen Duft.
Mit Liebe geschwängert durchzog er die Luft.

Dein Kuss, so berauschend, genoss deine Hände.
Sie wanderten sanft über Brüste und Lende.
Erweckten mit Sicherheit, feinem Gespür,
das, was so lange schien tot schon in mir.

Der Blick meiner Augen ist nun wieder strahlend.
Mein Herz springt vor Freude, im Satten sich aalend.
Ich spür nicht mehr Hunger, mich dürstet auch nicht.

Der Krug geht zum Wasser so oft, bis er bricht.

 

 

 

 



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