Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Resignation

Im Eis, der Hoffnungsschimmer,
die Lieb, die ich gekannt.
Die Tage werden schlimmer,
voll Sehnens, ungebannt.

Gefühle sind erkaltet.
Man nahm sie selten wahr.
Mich hat die Pflicht verwaltet,
- normal doch, offenbar.

War ich nicht stets bescheiden?
Hab Großes nie verlangt.
Doch sind‘s viel‘ Kleinigkeiten,
an denen `s Herz erkrankt.

Nun kann ich nicht mehr weiter.
Zuviel ist mal zuviel.
Zu steil die Lebensleiter,
das Wasser, über Kiel.

Worauf kann ich hier bauen?
Mein Mühen ist nichts wert.
Auf Bess‘rung zu vertrauen,
ist, denk ich oft, verkehrt.

Zu lang hab ich geschwiegen,
geduldig nahm ich hin.
Nun Ohnmacht zu besiegen,
hätt‘ sicher einen Sinn.

Jedoch die Kräfte weichen.
Was bringt das mir noch ein?
Ich will nicht mehr erreichen,
als nur zufrieden sein.

Das Glück noch zu erleben,
wäg’ ich in weiter Fern…
Mehr kann ich euch nicht geben,
gab stets mich selbst und gern.

Hier sitz ich im Gedanken,
der sich mit mir verliert.
Umgeben von viel' Schranken,
mein Wille resigniert.

 

 

 

 

 

Ruinen

 

Du stehst vor Ruinen,

vor kaltem Gestein.

Es fielen dort Minen

zerstörerisch ein.

 

Die Mauern, einst prächtig,

als gold’ner Palast,

stehn brüchig, bedächtig,

von Moos nun befasst.

 

Der Wind, ungeheuer,

fängt selbst sich drin ein.

Doch dringt ins Gemäuer

das Licht noch hinein.

 

Viel‘ Wildrosen ranken

im dornigen Kleid,

wo Worte versanken

in törichtem Streit.

 

Ruinen, im Schimmer

von abendlich‘ Rot.

Der Glanz kehret nimmer,

ihn raubte der Tod.

 

Genau wie die Mauern

verfallen der Zeit,

kann Liebe nicht dauern

bei ewigem Streit.

 

 

 

Zerbrochen

Hör auf zu hoffen und zu glauben.
Man hat dich wieder nur benutzt.
Oft tat man dir Gefühle rauben,
hat dann die Flügel dir gestutzt.

Auch hat man wieder dich belogen,
Versprechen gab man dir sogar.
Du fühlst den Boden fortgezogen.
Doch siehst du nun die Wahrheit klar.

Dir schmerzvoll wieder, dein Erkennen,
gebrandmarkt warst du schon genug.
Wie immer man es möge nennen,
es war und ist und bleibt Betrug.

Zerbrochen starrst du nun ins Leere,
dein Dasein kommt dir unnütz vor.
Im Mantel deiner Seelenschwere
lebst weiter du als Narr und Tor.

 

 

 

 

 

 

Im Wirbelsturm

Ein Häufchen Elend sitzt auf deinem Stuhl,
auf dem noch gestern Lebenspower saß.
Hoch schlagen Wellen im Gefühlepool,
der die Gefahren eines Sturms vergaß.

Sie schwappen über die verletzte Seele.
Ein Wirbelsturm dein Leben hat erfasst.
Ersticken fühlst du dich in deiner Kehle
und bist dir letztlich selber gram, verhasst.

Den steilen Berg siehst du jetzt vor dir stehen,
ihn zu besteigen es nun für dich heißt.
Auch kannst du seinen Gipfel nicht ersehen,
der oben neues Leben dir erweist.

Ermattet schwimmst du noch im Lebensmeer
und weißt nicht, was du weiterhin sollst tun.
In deinem Innern bist du kalt und leer
und gegen irgendein Gefühl immun.

Du weißt, was du in Zukunft wirst vermissen.
Nicht alles war im Grunde wirklich schlecht.
Doch eines sollst und darfst du sicher wissen:
Die Liebe steht zu dir und sie ist Recht!

Sie wartet ganz geduldig und besonnen,
bis sich das Chaos deines Herzens legt
und hat doch längst zu handeln schon begonnen,
dass Balsam sich auf off'ne Wunden legt.

Du wirst den neuen Weg auch weitergehen,
der dich ins Ungewisse endend führt.
Sein gutes Ziel kannst du im Licht nicht sehen,
wenn du nicht willst, dass sie dein Herz berührt.

 

 

 

 

 

 

Altlast

Vielleicht hat jeder Zweifel bald ein Ende,
auch stet’ges Hoffen findet endlich seine Ruh.
Auf dass ich mich schon bald im Frieden fände,
und deckte alles Ungewisse gleichsam zu.

Das Hin und Her, gefangen in Gefühlen,
zermartert mich im Blut, hat kalt mich doch erfasst.
Noch immer sitz ich zwischen beiden Stühlen,
weil mancherlei doch so nicht zueinander passt.

Denn das, was noch vor kurzem lag im Klaren,
so unbeschreiblich schön und einfach ideal
beschreibt ein Bild, dass nun ich muss erfahren,
was mir die Glücksmomente füllt mit Seelenqual.

Bereit war ich, den Ballast zu entsorgen,
der mich am Weiterkommen hindert und verletzt.
Doch schau ich voller Angst in jenes Morgen,
das wiederum mit alten Lasten sich besetzt.

 

 

 

 

 

Zeit heilt Wunden

Noch weinst du manche Tränen,
dich drückt des Kummers Schuh,
kannst nicht den Schmerz bezähmen,
und findest keine Ruh.

Entscheidung ist getroffen.
Der Richtungswechsel um.
Dir scheint kein Ziel mehr offen,
und deine Wege, krumm.

Die Liebe gab dir Leben,
hat dich genährt, gestählt,
und was sie dir gegeben,
zu deinen Schätzen zählt.

Sie ließ dich einfach fallen,
hat dich mit Schmerz besetzt.
Mit scharf geschliff‘nen Krallen,
hat man dich sehr verletzt.

Nun ist sie fortgegangen,
ließ einsam dich zurück.
Dein Herz möcht‘ Glück erlangen,
doch fehlt ein großes Stück.

Wenn zwar auch noch nach Jahren
vernarbtes bei dir weilt,
wird das dir offenbaren,
dass Zeit nur Wunden heilt.

 

 

 

 

 

Tränen lügen nicht

Der Nebel hat Gefühle
ins Unsichtbar verbannt.
Gezeigte Herzenskühle
ernährt sich von Verstand.

Geliebt hast du von Herzen,
doch durfte es nicht sein.
Nun brennen deine Schmerzen
dir tiefe Wunden ein.

Nennst „nichts“ das, was „gewesen“,
doch hat es dich verbrannt.
Jetzt musst in Asche lesen,
was Liebe du genannt.

Die Wahrheit scheint erkennend.
Erfüllt sie ihren Zweck?
Was liebend, rein sich nennend,
ist stets doch ohne Dreck.

Schau hin, und sieh genauer,
erkenn‘ den wahren Wert.
Wer liebt, liebt meist von Dauer,
doch bleibt nicht unversehrt.

Was scheinbar liegt im Klaren,
ist nicht, so wie du’s siehst.
Die Wahrheit wirst erfahren,
wenn du in Tränen liest.

 

 

 

 

Neue Ufer

Nach fernen Ufern Ausschau halten
mit klaren Blicken und Verstand,
das Ziel erkennen und verwalten,
dich auch mal lehnen über‘n Rand,

Gewohnheit hinter dir zu lassen,
die dich nicht weiter vorwärts bringt,
die ausgestreckte Hand zu fassen,
die liebend dir herüber winkt.

Um dorthin schließlich aufzubrechen,
erfordert es ein wenig Mut
und keiner kann dir hier versprechen,
ob drüben lebst dein Leben gut.

Dein Zögern heißt: Werd ich bereuen?
Die Wahl liegt nun in deiner Hand.
Wirst du vor weit’ren Schritten scheuen,
bleibt mit dir Sehnsucht stehn am Rand.

Zu neuen Ufern hin dich wagen,
entscheidest du für dich allein.
Lässt‘ dich von Gottes Händen tragen,
wird’s spannend, Abenteuer sein.

Dann öffnen sich dir Horizonte,
von denen du bisher nicht weißt.
Denn was dich hier erfreuen konnte,
ist lange vor dir abgereist.

Vertrau auf deines Schöpfers Treue.
Er will für dich der Fährmann sein.
Brichst auf mit ihm zu Ufern, neue,
läufst du in sich‘re Häfen ein.

 



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