Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Der Brief

 

Gedankenverloren, den Brief in der Hand,

betritt sie die Brücke am äußeren Rand.

Das Holz knarrt im Takt so, als wäre ihm bang,

begleitet die Schritte mit ächzendem Klang.

 

Mit Tinte geschrieben, die Worte in rot.

Ein Stückchen Papier offenbart ihr den Tod.

Zerrissen, verzweifelt und unter ihr Schlucht,

hat nun sie entschlossen Vergessen gebucht.

 

Der Weg führt hinaus sie, weit  über die Flut,

mit tränenden Augen, das Herz voller Blut.

Die zitternden Hände umklammern den Brief.

Jäh hält sie inne und blickt in das Tief.

 

Warum schlägt das Leben so grausam oft zu?

Sie sehnt sich befreiend nach innerer Ruh.

Noch einmal  zieht kurz die Erinn‘rung  vorbei.

Im  tosenden Wasser verliert sich ihr Schrei.

 

Schon nimmt sie den Brief, entlässt ihn ins Nass

und plötzlich verspürt sie den keimenden Hass.

Sie will nicht mehr leiden, hat’s Leben so satt,

lässt schweifen den Blick noch, der müd wird und matt.

 

Dann spürt sie sich fallen in Tiefe hinab,

wo Flut und die Wellen sich öffnen als Grab.

Vorbei, nah  am Ufer, als `s Dörfchen noch schlief

trieb stumm auf dem Wasser, verwaschen, ein Brief.

 

 

 

 

 

 

Gestrige Leere

 

Im Glanz deiner Augen möcht tief ich versinken,

die oft nach mich suchen, drin schaudernd  ertrinken.

Dein Lächeln ereilt mich wo immer ich bin,

begegnet mir zärtlich mit liebendem Sinn.

 

Dies‘ leise Begehren, kein Fordern, kein Drängen,

ist vielmehr ein Schenken von wohligen Klängen.

Voll stummen Verstehens im zärtlichen Blick,

liebkosendes Streicheln mit Wärme, Geschick.

 

Unendliche Zartheit - auf Lippen  zu spüren

die Leidenschaft die sich erwachend lässt schüren,

neigst du dich herunter ganz vorsichtig, sacht -

wirbt hingebungsvoll um den Rausch einer Nacht.

 

Fühl leicht mich, umsorgend, getragen auf Schwingen

und merke, dass Tage mir besser gelingen.

Mich füllen die Stunden mit Glück, Harmonie.

Was ist nur geschehen? Ich wüßt‘ auch gern : Wie?

 

Doch mag ich nicht fragen, das Schicksal hat Gründe.

Geliebt werden, lieben, ist sicher nicht Sünde.

Dein Dasein bereichert mich, schenkt mir Gewinn,

weil ich „die von gestern“  ab jetzt nicht mehr bin.

 

Will gerne dich lieben, dein Sehnen erfüllen,

vermagst du doch meines genauso  zu stillen.

Die Leere, die mich lies erstarren zu Stein,

zählt nunmehr zu gestern und ist nicht mehr mein.

 

 

 

 

 

Tagesabschied

 

Schleichend zieht der Tag nun schon von dannen.

Sonnenstrahlen,  hoch am Firmament

suchen Hektik, Mühen rasch zu bannen,

ehe noch der Himmel feurig brennt.

 

Grau getünchte Straßen ruhn im Schweigen

Abendröte schleicht schon um mich her

Hoher Bäume lange Schatten sich verneigen

Abschied eines Tages - leicht und schwer.

 

Eben noch trieb Lärm, Tumult durch Gassen

ruhelos lief mancher dort vorbei

Zeit schien sich von selber zu verprassen

reich gefüllt mit Tagesallerlei

 

Jede Stunde war geprägt von Plage

selbst Minuten schienen atemlos

Freud und Kummer hielten sich die Waage

treiben nun gemeinsam auf dem Floß.

 

Fahrt hinunter durch das Tal Vergessen

Morgen schon ereilt  ihr neues Land

Habt ihr mich an diesem Tag besessen,

reich ich dann erneut euch meine Hand.

 

 

Himmelsröte

 

Blumenwiesen grüßen zart den Morgen.

Eben flog die Dämmerung herein

Ruhgefüllte Stunden ohne Sorgen

Neigen nun ihr Haupt in müdem Schein

 

Deine Hände tasten auf dem Seiden‘

Eilig und im Schlaf nach meiner Brust

Süße Düfte schwängern von uns beiden

Chloroform betäubte nächtlich‘ Lust.

 

Hundebellen klingt in weiter Ferne

Nackt, erwachend räkelst du dich sacht

Einsam blinken noch die letzten Sterne

Rot der Himmel, zeugt von letzter Nacht

 

Schweigend liegst du dort auf weichem Kissen

Liebevoll dein Blick den meinen fängt

Wieder mal, berauscht von heißen Küssen,

Sich mein Körper an den deinen drängt

 

Wie der Himmel röten sich die Wangen

Sanft und zart ist deiner Lenden Stoß

Kochend rauscht das Blut in Lust, Verlangen,

Bis Erfüllung ruht in meinem Schoß

 

 

 

Schattengeister

 

Gefesselt hab ihr mich, ihr Schattengeister,

mit bunten Flechten aus der Liebe Zwirn,

als wäret ihr des Schicksals Herren, Meister,

und bötet jedem Widerstand die Stirn.

 

Mit Flüsterstimmen habt ihr mich beschworen,

gesungen mir ein Zauberlied ins Ohr,

die sanften Töne dazu auserkoren,

als kämen sie wie Harfenklang mir vor.

 

Wie oft hab ich mich eurer doch entzogen.

Geflohen bin ich auch aus jenem Bann

und dennoch hab ich dieser Kunst erwogen

mich hinzugeben, wenn auch dann und wann.

 

Nun lass ich mich erneut von euch bezwingen

entgegen der Vernunft  im schwachen Ich

und schenke eurer Dreistigkeit Gelingen

als lies mich vollends mein Verstand im Stich.

 

Erwöge ich es auch zu überdenken,

da blanker Wahn das Herz  gefangen hält,

müsst' auch auf Ordnung, Regeln mich beschränken,

verschmähen was sich dem entgegen stellt,

 

entzöge ich mich damit eurer Mächte,

die immerwährend lauern wie der Tod?

Was hülfe mir zerschmettern jenes Schlechte,

das stets zu suchen mir die Norm gebot?

 

Gefesselt hab ihr mich, ihr lieben Geister.

Tracht‘ nun nicht mehr die Freiheit zu erflehn

und beuge mich hingebungsvoll dem Meister,

der mich die Kunst zu lieben lässt verstehn.

 

 

 

 

 



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