Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Sternengriff

 

Ich griff so manches Mal nach Sternen.

Sie sind zu oft mir viel zu nah.

Doch  musst‘  ich immer wieder lernen:

zum Greifen sind sie gar nicht da.

 

Ein ganzes Heer bot mir der Himmel.

Die Auswahl fiel mir meistens schwer.

So schöne waren im Gewimmel,

die hell erstrahlten um mich her.

 

Verlockend funkelten die Spitzen.

Sie blinkten farbenfroh zu mir.

Ich wollt‘ nur einen gern besitzen,

ihn halten in den Händen hier.

 

Doch jedes Mal, wenn ich‘s probierte

und einen einzigen mir stahl,

erlosch sein Licht und ich kapierte:

Er war der Falsche meiner Wahl.

 

Würd wieder nach den Sternen greifen.

Hab’s sicher viel zu oft getan

um immer wieder zu begreifen:

Enttäuschung fängt von vorne an.

 

 

 

 

 

Kreislaufkollaps

 

In Sommertagen, heißer Glut,

geht‘s vielen Leuten oft nicht gut.

Gefahr droht auch und ungeniert,

denn mancher schon ist kollabiert.

 

Erst zeigt sich Röte im Gesicht.

Von Hitzestau man ernsthaft spricht.

Der Körper zittert, Beine, weich.

Man fällt zu Boden kreidebleich.

 

Ein Ventilator ist dann toll,

kühlt heiße Luft ganz wundervoll.

Ich steh davor - warum auch nicht?

Sein Wind erfrischt mir das Gesicht.

 

Er dreht sich hin und her, im Kreis.

Schnell läuft er rund und mir der Schweiß.

Auch brummt er leise, immerfort,

bewegt die Luft von hier nach dort.

 

Ganz plötzlich fängt er an zu spucken.

Was fällt ihm ein nun aufzumucken?

Er röchelt heiser vor sich hin.

Ein Glück, dass ich nun bei ihm bin.

 

Das  Ächzen wird bedrohlich laut.

Ob sich bei ihm auch Hitze staut?

Mit einem Male ist‘s passiert,

sein Kreislauf scheint nun kollabiert.

 

Ich ahne Schlimmes, will‘s verhindern,

um diesen Anfall rasch zu mindern

und ziehe, drin bin ich famos,

kurzum  den Stecker aus der Dos‘.

 

Mit einem Ruck jetzt steht er still.

Tut er nun wirklich, was ich will?

Ich steh vor ihm und rufe: „Mist!

Mir scheint, dass der hinüber ist!“

 

 

 

 

 

 

Der Tintenweber

Er saß schon eine Weile,
die Feder in der Hand,
Es trieb ihn an zur zu Eile.
Gedanken, ungebannt.

Ein Seufzer war zu hören,
quoll leis aus seinem Mund,
als könne er zerstören
die Ohnmacht dieser Stund.

Sein Kopf schien nichts zu halten
von Wörtern und Gesang
um Sätze zu gestalten
voll Fantasie und Klang.

Die Zeit schien stehn zu bleiben.
Doch Stund um Stunde schlug.
Was sollte er nur schreiben?
Nichts war ihm gut genug.

Da klopfte es ans Fenster.
Wie konnt‘ denn solches sein?
Sah nun er schon Gespenster?
Wer wollt' zu ihm herein?

Gebannt sah er auf Hände
im weißen Rauch, doch kalt.
Sie kamen durch die Wände
als helle Nachtgestalt.

Im Flüsterton, ganz leise,
hat sie ihm was erzählt.
Er lauschte dieser Weise,
den Worten, die gewählt.

Dann tauchte er die Feder
ins schwarze Tintenfass
umhüllt von feinem Leder
und aus besondrem Glas.

Bald webte er die Tinte
auf weißem Pergament,
schrieb Worte als Gebinde,
Geschichte, die man kennt.

Von Feen, Hexen, Geistern,
des Einhorns letzter Spur
und Feuer, Schlössern, Meistern,
dem Zauber der Natur.

Er schrieb von Liebe, Hoffen,
Verrat, Betrug und Geld.
Die Tore standen offen
zu seiner Tintenwelt.

Fast schien er wie von Sinnen
und webte Wort um Wort
vom Tod und Neubeginnen.
Gen Morgen war er fort.

Im Tintenweberzimmer
lag Zauber wie Magie.
Schrieb er denn nicht wie immer?
Gefunden wurd‘ er nie.

Die Feder, die ihn kürte,
so hat man sich erzählt,
zog, als er nachts sie führte,
ihn in die Tintenwelt.

Denn liest man die Geschichte,
ob Märchen oder wahr,
sieht man im schwachen Lichte
was damals nachts geschah.

 

 

 

 

 

 

Eben noch

 

Feurig tauchten Sonnenstrahlen

Unsren Tag  in gleißend‘ Hell

Ehe sich als Bild ließ malen

Rotgefärbtes Himmelsgrell

 

Müd schon lächeln Tageslichter

Auf die Stadt und heißen Staub

Ruhe streichelt die Gesichter

Kühler Wind der Bäume Laub

Unterwegs in bunten Straßen

Schwelt die Luft als atemschwer

Wo die Schatten bald verblassen

Eilt hindurch noch Stadtverkehr

Rabenschwarz in weiter Ferne

Tritt die Dämmerung herein

Hinter ihr der Mond und Sterne

Mindern ihren dunklen Schein

Abend will den Tag vertreiben

Nacht an der Geschichte schreiben

Neuer Traum geboren sein

 

Illusionen schwinden sachte

Nun auch manches liebe Wort

Lebenslust und Freude lachte

Immer stiller wird der Ort

Elfenstaub legt sich auf Blumen

Blütenduft lag auf Bitumen

Eben noch



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