Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Weder noch

 

Bin weder glücklich, noch zufrieden,

Das was ich hoffte, hat sich nicht erfüllt.

Viel Wenig wurde mir beschieden,

doch hat es all mein Sehnen nicht gestillt.

 

Ich gab mein Alles hin für Alle.

Zurück bekam ich meistens nie genug.

Nun sitz ich hier in dieser Falle,

umgeben nur von reinem Selbstbetrug?

 

Jetzt, in der Mitte meines Lebens

frag ich mich ernsthaft noch wozu, wofür?

Muss ich noch weiter und vergebens,

weil nirgends öffnet sich mir jene Tür,

 

wo hinter ihr ich möcht verweilen

und füllen meinen leer geword’nen Tank.

Doch wird mich sicher nie ereilen,

Respekt noch Achtung, weder Liebe, Dank.

 

 

 

 

 

Falsche Träume

 

Der Tag wird alt und mit ihm meine Träume,

die mich umflogen früh am morgen schon in Bunt.

Verblassend, träge ziehen sie durch Räume,

zerfließen bald im Nichts der Abendstund.

 

Erhoffte, auch so manche kleine Werte,

die oftmals man nur im Verborgenen entdeckt

und die für mich stets suchend ich begehrte,

fand ich nicht mehr, was nüchtern mich erschreckt.

 

Enttäuscht, verlassen fühl ich mich von vielen,

die lohnversprechend doch sich zeigten gern.

Ich hab es satt, dass nur mit mir sie spielen.

Bin müde, leer und halt sie mir nun fern.

 

Reales wird mich stündlich jetzt besiegen.

Den falschen Träumen geb‘ mich nicht mehr hin

und sollt mich einer wieder mal umfliegen

so wink ich kurz ihm zu, doch ohne Sinn.

 

Noch stelle ich mir jedesmal die Frage:

Sind Träume die ich hege denn verkehrt?

Legt man Reales mit auf eine Waage

ist diese Seite bleiern stets beschwert.

 

 

 

 

Heiße Luft

 

Erst neulich war’s, will’s  hier erzählen

musst‘ ich mit Schmerzen arg mich quälen.

Ich schleppt‘ mich hin so manche Stunden

als hätt im Bauch ich lauter Wunden.

Ein Arztbesuch, zwar recht beschwerlich

erschien mir doch nicht unentbehrlich.

Als ich mich krümmte wie in Wehen

blieb vor mir eine Dame stehen.

Ihr Blick war schon recht sonderbar,

doch nahm ich den am Rand nur wahr.

„Ach arme Frau, ich kann es sehen,

Sie können ja noch nicht mal gehen.

Mir scheint, Sie sind ein armes Wesen,

ich kann‘s in ihren Händen lesen.

Möcht gern so fern Sie daran glauben,

den Blick in Zukunft für Sie rauben.

Auch ihre Schmerzen könnt ich heilen,

wenn Sie bei mir ein Stündchen weilen.

Ich hab im Netz sogar ne Page,

gehör zur Gruppe von New Age.“

Ich dachte mir, es wird nicht schaden

dass sie mich zu sich eingeladen.

Zu Haus bei ihr lag auf dem Tische

ein Bündel Karten, nicht ganz frische.

Die sollten mir die Zukunft zeigen

und auch mein Leiden nicht verschweigen.

Tarot! Von Hexen hatt‘ ich schon gelesen,

sah stumm mich um nach Krähen, Besen,

okkultem, Wünschelruten, Tand,

Magneten, Drähten an der Wand.

Dann kam heraus und ich in Nöten!

Sie wollte hundertachtzig Kröten

zwecks der Behandlung Life- Style- Masche

aus dem Ersparten meiner Tasche

Wenn ich es bar nun würd vergüten,

erhielt von Bach ich dazu Blüten.

Den Bach, den kannt‘ ich aus den Listen.

Er zählt zu großen Komponisten.

Doch dass der sich mit Blüten schmückte

und Falschgeld aus der Börse zückte,

ich zweifelte nun am Verstand,

war mir bis dato unbekannt.

Mir schien die Frau nicht mehr geheuer.

Womöglich spart sie auch an Steuer.

Ich hätt `nen Sprung doch im Gehäuse,

gäb ich ihr bar so viele Mäuse.

Dann faselte sie von Magie,

von schlechtem Karma, aber wie!

Ich sei ganz sicherlich verflucht

und obendrein gewiss betucht.

Mir platzte Kragen und Geduld.

New Age - vielleicht ein Zockerkult?

Sprang auf vom Stuhl und auf der Stelle

gleich hin zu jener Haustürschwelle

in frische Luft die ich begehrte,

als sich mein Darm geräuschvoll leerte.

Die Schmerzen waren durchs Vergasen

von jetzt auf gleich wie weggeblasen.

 

Fazit:

Man braucht, ihr könnt es sicher ahnen

bei Flatulenzen den Schamanen.

 

 

 

 

 

Ist es falsch

 

Ist es denn falsch sich ein Stück Glück zu schneiden

vom Kuchen, der doch allen zugeteilt?

Momente, die man ohne still zu leiden,

bewusst genießt, drin schweigend gern verweilt.

 

Ist es so falsch sich etwas Zeit zu stehlen,

um für sich das zu nehmen, was erfüllt?

Es sind die Dinge nur, die längst doch fehlen,

und oft verkümmern, weil sie ungestillt.

 

Ist es denn falsch sich einfach das zu rauben,

was voller Lieb das Herz sich hat erwählt.

Ist es auch falsch, an Fehler, Schwachheit glauben,

wenn‘s Schicksal unverhofft nur Weichen stellt?

 

 

 

 

Clown und Meister

 

Ich bin ein Clown und Meister meines Lebens.

Man kennt mich, doch im Grund nur mein Gesicht.

Mich wollt so mancher schon enttarnen, doch vergebens.

Ich lass nicht zu, dass man Fassade mir durchbricht.

 

Mein Lächeln hat schon vielen viel gegeben

und Güte reich aus meinen Augen strahlt.

Doch immer galt und gilt noch mein Bestreben:

dass Äuß’res nichts vom Inn‘ren offenbart.

 

Denn lies ich nur ein wenig daraus weichen,

gab frei Signale winzig, doch genug,

so tat ich stets nur eins damit erreichen,

dass ich mich fand enttäuscht oft durch Betrug.

 

Hat es auch Sinn sich zu entblättern, zeigen,

das was im Innern vielerlei mir fehlt,

so ist Erfahrung, die ich machte eigen.

Verberg es lieber als dass man mich quält.

 

Ich bin zu der Erkenntnis längst gekommen.

`s ist besser doch, wenn Masken aufgesetzt.

Die Illusion von Glück ist mir genommen.

Zu tief hat man mich oft genug verletzt

 

Wer glaubt mich zu durchschauen, zu entdecken,

zu kennen mich, ist Narr, es sicher bleibt.

Ein Clown mit seiner Maske wird ihn necken,

der meisterlich sein Leben lebt und schreibt.

 

 

 

 

 

 

 

 



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