Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Hormongesteuert

 

So mancher kann ein Liedchen davon singen,

was vielerlei Hormone mit sich bringen.

Für alles stehn im Körper sie parat.

Wohl dem, der doch sie gleichgewichtig hat.

 

Bei Mädchen, sind sie 10  und schon mal jünger,

da spinnen sie schon rum die kleinen Dinger.

Entwickelnd sich zur Frau sind sie versehrt.

Hormone ticken ständig doch verkehrt.

 

Was später - nun wird‘s sicher interessanter,

Hormonausschüttung pur und  provokanter,

verliebt, stellt sich  `ne Schwangerschaft rasch ein.

Hormone werden Schuld an jener sein.

 

Ein Wechselbad, mal heiß und mal im Kühlen,

schwankt  nun die Frau oft zwischen den Gefühlen.

Nicht immer ist darüber man beglückt,

denn wieder spielen sie total verrückt.

 

Als Ehefrau kann sie damit wohl werben.

Doch auch dem Mann  die Laune sehr verderben:

„Ach Schatz, du wirst mich sicher gut verstehn,

für Sex hab ich zu wenig Östrogen.“

 

Die Wechseljahre wären noch zu nennen.

Hormongesteuert wird sie sich nicht  kennen.

Und noch viel später kommt’s, wie‘s kommen muss,

dann fehlt es am Hormonenüberschuss.

 

Oft zählt die Frau zum Opfer der Hormone,

doch darin ist der Mann auch nicht ganz ohne.

Hat er vom Östrogen nur wenig Spur,

kämpft er jedoch um männliche Natur.

 

Testosteron - in Massenproduktionen,

lässt überall im Körper gern er wohnen.

Da überfüllt ist meistens auch sein Kopf,

ist er, belastet, doch ein armer Tropf.

 

So könnte man  aus diesen Zeilen lesen:

Wir wären besser ohne sie gewesen.

Es gäbe sicher weniger Tumult,

denn meistens sind Hormone daran Schuld.

 

 

Parlez-vous Français?

 

Hinter den Mauern im Herrenpalais,

nah an der Seine, den Champs Elysée,

spielte die Band einen Chanson d`amour

zu schummrigen Lichtern und Alkohol pur.

 

Damen, bekleidet mit Stoffen aus Nichts,

tanzten verrucht in den Armen des Lichts.

Verführerisch räkelten sie sich fast nackt

um Stangen aus Chrom und beschwörend im Takt.

 

An runden Tischen mit Schnäpsen und Bier,

bot man den Herren ein nächtlich’ Plaisir

- vernebelt die Bude durch stickigen Rauch -

zu Karten und Würfeln, so war es hier Brauch.

 

Pokernde Männer verschied’ner Region

qualmten und tranken in schweigendem Ton

als Urlaubsgenießer im nachbarlich’ Land,

doch keiner der Gäste die Sprache verstand.

 

Später, nach Stunden und ohne ein Wort,

lockten die Damen die Herren dann fort

und hinter den Türen im Haus, séparé,

lehrten „französisch“ sie gegen monnaie.

 

Lustvoll das Treiben und ohne Verbot,

 heiser die Stimmen auf seidenem Rot.

 L’amour en français dort im Land vis-à-vis :

«Très magnifique, continue mon chéri.»

 

Sprachproblematik bei solchem Gescheh’n?

Dort konnten alle sich wortlos versteh’n.

In Fremdsprachen sprechen übt gern man Verzicht,

wenn doch die Tat ihrem Sinne entspricht.

 

 

 

 

 

Männer und Technik

 

Mein Mann, der ein Naturtalent

und manche Technik sehr gut kennt,

erweist sich meist als ein Genie

in vielen Dingen - fragt nicht wie.

 

So sitzt er oftmals am PC,

wovon  als Frau ich nichts versteh’.

Er hat Programme installiert

und mit viel Extras programmiert.

 

Doch eines Tages war’s gescheh’n,

er konnt’ es selber nicht versteh’n,

denn sein Computer schien verrückt,

sein Arbeitsvorgang war missglückt.

 

So rief er mich um Hilfe schnell.

Ich war perplex und grad zur Stell’,

derweil ich ihn auch manches Mal

benutze in diversem Fall.

 

„Wie geht das denn?“, so sprach sein Blick,

„was ist nur los mit diesem Stück?“

Ich fand den Fehler schon sehr bald

in Form von männlicher Gestalt.

 

„Warum hat das jetzt einen Sinn?

Wo führt mich dieser Vorgang hin?“

Ganz plötzlich war er fassungslos

und schob mich weg von seinem Schoß.

 

„ Ach lieber Schatz, nimm’s mir nicht krumm.

Du denkst vielleicht ich wäre dumm.

Ich hab zwar nicht PC studiert,

doch vieles einfach ausprobiert.“

 

 

 

 

Missglückt

 

Gebückt ihre Haltung, die Treppe sie putzt,

mit flockigem Staub sind die Stufen beschmutzt,

im T-Shirt, dem knappen, genauso der Rock,

ein Eimer und Schrubber, der Lappen ad hoc.

 

Da tritt in den Hausflur, wie Zufall es will,

ihr Ehemann leise, steht plötzlich ganz still.

Ein loderndes Feuer in Augen ihn brennt,

das er noch von früheren Zeiten her kennt.

 

Er starrt auf die Rundungen vor sich, bewegt,

und merkt, dass sich unten bei ihm etwas regt.

Vom Anblick der Reize, die vor ihm, gebückt,

ist sichtlich nervös er, doch hellauf entzückt.

 

Ihm kribbeln die Finger, es zieht ihn Magie.

Umher schleicht noch ahnend die Warnung: „Entflieh!“

Doch drängt ihn Verlangen, er steht wie gebannt.

Von feuriger Hitze wird er übermannt.

 

Mit lodernden Blicken, geöffnet sein Mund,

erkennt er „die“ Chance zur jetzigen Stund.

Will nun nicht mehr warten, sein Atem wird heiß

und kochend benetzt sich sein Körper mit Schweiß.

 

Nur einen Moment noch - gleich kommt sie herab

und stellt auf die untere Stufe den Stab.

Sie greift nach dem Lappen und bückt sich geschwind

wendet und dreht sich wie wirbelnder Wind.

 

Mit wachsendem Drängen fühlt er sich bestückt.

Das berstende Pochen macht schier ihn verrückt.

Noch immer, dicht vor ihm, sieht er sie, gebückt.

Ein’ Augenblick später, schon scheint’s ihm geglückt

 

und fast explodierend hält nichts mehr ihn still.

Er sieht sich am Ziel und er weiß, was er will.

Es hebt sich die Hand, die ihm nicht mehr gehört,

fixiert auf die Rundung, die lockend betört.

 

Jäh hält er inne. - Sie dreht sich ihm hin,

den Lappen im Eimer und putzen im Sinn,

bemerkt diesen wildernden Blick auf ihr ruhn…!

„Geh mal beiseite, ich muss noch was tun.“

 

Vom Schlag nun getroffen fühlt er sich ganz schlecht.

Er wollte doch nur… und das ist doch recht’.

So lassen, wie immer man hier will’s nun seh’n,

viel weibliche Reize oftmals ihn steh’n.

 

 

Das lässt nach

 

„Mutti, ich bin ja so schrecklich verliebt,

kenn‘ einen Jungen, den’s zweimal nicht gibt.

Äußerst charmant ist er, sieht auch gut aus,

einzig sein Rauchen ist manchmal mir Graus.“

 

„Mädchen, der ist nichts, das glaub mir geschwind.

So eine Macke ist schlecht für dich, Kind.

Denn mit der Zeit, das ist sicherlich wahr,

wird sie noch größer, beherbergt Gefahr.“

 

Nach ein paar Wochen kommt‘s Mädel nach Haus.

Überaus glücklich schaut wieder sie aus.

„Mutti, ich hab einen kennengelernt.

Er ist der Beste“, sie wiederum schwärmt.

 

„Einzig sein Trinken macht mir etwas Gram.

Kannst du mir sagen, wie’s dazu denn kam?“

„Kind, oh wie schrecklich, das ist ja ein Hohn,

lass lieber gleich deine Finger davon.

 

Diese Gewohnheit, die kenne ich gut,

hatte dein Vater, es nahm mir den Mut.

Gestern noch wenig, doch morgen, mein Herz,

wird sich das mehren, und das ist kein Scherz.“

 

Wieder vergingen die Wochen im Land.

Töchterchen folgte dem Rat mit Verstand.

An einem Abend kam fröhlich sie an,

hatte im Schlepptau erneut einen Mann.

 

„Mutti, was sagst du, ist dieser nicht fein?

Hab mich verliebt und mich trügt nicht der Schein.

Nur ist die Sache, ich weiß nicht so recht,

er will es ständig, sag, ist das nun schlecht?“

 

„Ach, meine Liebe, so ist doch der Brauch.

Den kannst du nehmen, das kenne ich auch.

Meiner Erfahrung nach,  bin doch vom Fach,

kann ich dir sagen: Das lässt schnell nach.“

 

 

Kohl mit Sekt

 

Oftmals gehen mir, oh Graus,

meine Kochideen aus.

Hab zwar reichlich Fantasie,

doch für’s Essen quasi nie.

Heut jedoch, fiel mir rasch ein:

Kohlrouladen wären fein.

 

Wirsing, ein paar Tage alt,

lag im Kühlschrank unten, kalt.

Reis vom Vortag, nicht zu viel,

äußerst brauchbar, kam ins Spiel.

Rinderhackfleisch, aufgetaut,

das sich in der Truhe staut.

 

Gut gewürzt und durchgemengt,

in die Blätter eingezwängt,

hab als „Packerl“ sie gefüllt

und mit Zwirn ganz fest umhüllt,

dann gebraten, kross und scharf.

Wein dazu nicht fehlen darf.

 

Diesmal nur ergriff ich Sekt,

weil das sicher besser schmeckt,

um danach den Flaschenrest

auszutrinken wie zum Fest,

was mir gar nicht gut bekam,

weil mir das den Durchblick nahm.

 

Angeheitert – nicht ganz klar,

- nicht, dass ich betrunken war -

rötete sich mein Gesicht,

als, von Allergie man spricht,

die, wenn ich Promill‘ bestückt

mich desöft’ren „beglückt“.

 

Doch was darauf schlimmer kam,

mir die Luft zum Atmen nahm.

Nach dem Essen, reichlich auch,

rebellierte gleich mein Bauch.

Aufgebläht, wie ein Ballon,

kam er rasch aus der Fasson.

 

Sekt und Kohl im Darm vergärte,

der sich lautstark dann entleerte,

wie aus Rohren von Kanonen,

donnergleich wie auch bei Bohnen,

die mich selbst vor mir verscheuchten,

weil sie mit Gestank entfleuchten.

 

Doch was dieses mich gelehrt:

Kohl mit Sekt den Darm beschwert.

Wird mit beidem er geladen,

kann er auch der Umwelt schaden.

Lärmbelästigung, Gestank,

macht auf Dauer schließlich krank.

 

 

 

 

 

 

Frische Eier

 

Im Feinkostladen „ Josef Meier “

findet man auch frische Eier,

die er seinen Hühnern nimmt

und sie zum Verkauf bestimmt.

 

Frau Müller kommt schon bald gelaufen,

weil sie solche möchte kaufen,

die von Hennen auf dem Mist,

wo der Hahn auch Hahn noch ist.

 

„Ich hätt schon gerne ein paar frische,

für die Brotzeit auf’m Tische.

Gem’se mir davon mal viere -

Sang’se mal, das sind doch Ihre?!“

 

 

 

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben

 

In mancher Stadt, die nicht sehr groß

ist sicherlich auch vieles los.

Man kennt einander doch sehr gut,

weiß oftmals was der andre tut.

Nur was in Heimlichkeit getan,

geht keinen wirklich etwas an.

Und kommt es doch ans Tageslicht,

ist’s das, worüber gern man spricht.

 

Beim Jubiläum es geschah,

die Stadt war voll versammelt da,

ergriff der Pfarrer bald das Wort,

der schon Jahrzehnte diente dort,

erzählte allen, wie es kam,

als erstmals er die Beichte nahm,

wo’s doch ein Sünder hat gereut,

dass sich an Unzucht er erfreut‘.

 

„Die Schwägerin war angesteckt,

eh seinen Tripper er entdeckt,

worum die Putzfrau ihn belog,

als er sein Weib mit ihr betrog.

Ich dachte voller Schrecken mir:

Wo bin ich nur gelandet hier?!

Ein sünd’ges Nest scheint diese Stadt,

nur gut, dass es Gewissen hat.

 

Doch muss ich sagen heute, hier,

und stoße auf euch an mit Bier:

Ihr Schäfchen, ihr seid ganz ok,

und brave Bürger wie ich seh.

War auch die Sünde damals groß,

war’s Gott sei Dank die eine bloß.

Als Pfarrer man ja viel erfährt,

doch diese Sache ist verjährt.“

 

Da ging die Tür auf vom Portal

der Bürgermeister, wiedermal,

kam viel zu spät im Festsaal an

und manche raunten: „ Mann oh Mann.“

Er stürmte rasch zur Bühne hin,

mit viel Entschuldigung im Sinn,

ergriff sogleich das Mikrofon,

voll Stolz und als Respektsperson.

 

„ Ihr Bürger, meiner schönen Stadt,

die Kirche und auch Pfarrer hat,

Ich freue mich, vor euch zu stehn,

werd nachher mit euch feiern gehn,

will erstmal danken hier dem Mann,

dem jeder alles sagen kann,

der vor Jahrzehnten zu uns kam

und mir zuerst die Beichte nahm….



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