Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Sommerabschiedslied

 Letzte Sommersonnenlichter
tanzen warm durchs Landschaftsbild
und der Bäume Laubgesichter
hat noch sattes Grün gestillt.

Über festgebundnen Garben,
wachend sie auf Feldern stehn,
kann man schon in vielen Farben
erste Drachen steigen sehn.

 Schleichend dringt in Sommerblüte
kühler Hauch des Herbstes ein.
Auch sein frostiges Gemüte
wird alsbald zu spüren sein.

Langen Sommers bunte Träume
trägt der Herbstwind leicht davon,
durch die Zweig gefüllten Räume
hoch hinauf zur Baumeskron’.

 Voller Wehmut formen Lippen
nun ein Sommerabschiedslied,
das, wie Schaum an Meeresklippen,
aufgelöst von dannen zieht.

Sommerzeit, die gern gewesen,
deckt schon bald Vergangenheit.
Seine leer geräumten Tresen
füllt der Herbst mit goldner Zeit.



 

Herbstsinfonie

 Das Grün der Blätter sich zögernd verfärbt,
die Sonne verliert ihre Kraft.
Was uns des Sommers Glanz hat vererbt,
im Hauch des Herbstes erschlafft.

 Noch zaubert der Pinsel von „Mutter Natur“
die herrlichsten Farben auf jedes Blatt.
Mit viel Fantasie und Schöpfergeist pur,
mischt sie die Farben in leuchtendem Satt.

 Sie schwingt die Palette wie einen Gral,
dirigiert des Herbstwindes Lied.
Der Wald stimmt ein in den Choral,
und wiegt, im Takt, sich andächtig mit.

 Die Herbstblumen laden ein zum Gebet
bevor sie die Köpfe neigen,
ehe der Frost vor der Türe steht,
tanzen dazu ihren Reigen.

 Brummt oft auch der Himmel in müdem Grau
etwas schräg seinen Bass obendrein.
Die Sinfonie die erschallt über Berg und Au
soll Auftakt zum Herbst für uns sein.

 Beim großen Finale „da capo“ es klingt:
„Wie herrlich ist doch diese Welt“.
Sein Echo leis’ unsre Herzen durchdringt:
„….und Gott hat uns mitten hinein gestellt“.

 


 

Herbstsonne

 Die letzten Sonnenstrahlen
in dieser Jahreszeit,
zum  gold’nen Bild bemalen
sie heut’ der Bäume Kleid.

 Ich sitz auf meiner Bank
und lausche in den Wind.
Ein Lied, das mir bekannt,
der Chor von Bäumen singt.

 Bunte Blätter wiegen
im Takt sich leis’ dazu.
In den Gärten liegen
Blumen schon in Ruh’.

 Noch schmücken lange Schatten
schweigend den Asphalt.
Bunte Wiesenmatten
sind vergessen bald.

 Weiße Wolken schieben
den Sommer vor sich her.
Herbst ist nun geblieben,
flog ihm hinterher.

 Die Luft küsst sanft und leise
mir liebevoll’s Gesicht,
flüstert auf seine Weise
ein Herbstsonnengedicht.

 Vögel sich vereinen
auf Leitungen von Strom.
Gar bald, so will es scheinen,
fliegen sie davon.

 Die warmen Sonnenstrahlen
erquicken mein Gemüt,
befreien von den Qualen
des Regentropfenlied’.

 Versunken in Gedanken
tankt meine Seele auf,
öffnet dem Geist die Schranken
und lässt ihm freien Lauf.

 Ich hör’ in dieser Stille
tief in mein Herz hinein,
geboren wird der Wille:
So soll es immer sein.

 

 Freiheitstraum

 Im Herbst, wenn bunte Drachen steigen,
aus Kinderhänden, groß und klein,
und lustig tanzen ihren Reigen,
möcht’ ich an ihrer Stelle sein.

 Ich würde hoch hinauf schnell fliegen,
winkend dann herunter sehn,
auf Blätter, die sich leise wiegen
und mit dem Wind spazieren gehn.

 Die ziehenden Vögel hört’ ich singen,
aus nächster Nähe um mich her,
die fröhlich sich in Lüften schwingen
auf ihrer Reise, hin zum Meer.

 Ich könnt’ die Vielfalt herbstlich’ Farben
betrachten, aus des Himmels Fern
und über Stoppelfeld und Garben
stehen, wie ein heller Stern.

 Läg’ mir die ganze Welt zu Füßen,
wie gold’nem Sommersonnenstrahl,
würd’ ich mit weißen Wolken grüßen,
Wald und Wiesen, Berg und Tal.

 Wenn mich, nach einer kurzen Reise,
die Kinderhand zu Boden zieht,
dann sing ich ihr, betörend leise,
vom Freiheitstraum ein Sehnsuchtslied.


 

Oktoberstürme

 Wenn Oktoberstürme wehen
hält der Baum kein Blatt mehr fest.
Taumelnd kann man fallen sehen,
buntes Laub ins Erdennest.

 Schweigend legen sie sich nieder,
kalt der Boden, feucht und still,
schaukeln dabei immer wieder
hin und her, wie Sturmwind will.

 Manchmal schnellen sie im Sinken
hoch, noch einmal in die Luft,
und man sieht sie tanzend winken,
eh’ der kalte Traum sie ruft.

 Kommen Winde zum Erliegen
wird es ruhig um uns sehr.
Keine bunten Blätter fliegen
in den Lüften hin und her.

 Traurigkeit in nackten Zweigen,
nur ein einz’ges Blatt sich hält,
das, im nächsten Sturmwindreigen,
letztlich auch herunterfällt-



 

Erntedankzeit

 Nun ist es Herbst und kalte Winde pfeifend toben.
Es färbt das Laub sich schon an Bäumen bunt.
Bald wandeln Sommerträume in Novemberroben
und Nebelschwaden decken Wiesengrund.

 Ein Sternenheer schaut in der Nacht auf müde Seelen.
Sie funkeln hell im düster‘n Wolkenfeld.
Wenn Sonnenstrahlen sich den Tagesanbruch stehlen,
hat oftmals schon sich Frost dazugesellt.

 Das Ährenfeld im Tal ist auch bereits beschnitten.
Von Herbstes Hand verwandelt war’s in Gold.
Kommt dann der Winter durch das weite Land geschritten,
zahlt er die Zeit mit seinem weißen Sold.

 In voller Reife liegt die Ernte jetzt in Gärten.
Sein Samen wurd‘  im März schon ausgesät
und Gottes Hände still das stete Wachstum nährten,
des Morgens früh bis hin zum Abend spät.

 Mit Mancherlei wird nun gefüllt der dunkle Keller.
Gemüse, Obst, Kartoffeln, groß und klein.
Wenn Mutters sorgend’ Hände füllen leere Teller,
woll’n dankbar wir für diese Gaben sein.

 Wie wunderbar behütet ist aus guter Gnade
die große Welt im Wechsel durch die Zeit
und schreiten wir hindurch auf Gottes Liebespfade,
liegt jederzeit sein Segen uns bereit.

 

 

Gottgewollt 

Was dir und mir der Herbst nun will bescheiden,

ist nur von kurzer Dauer, doch wie Gold.

Das Bunt der Blätter, das der Frühling könnt‘ beneiden,

verliert bald seine Schönheit - gottgewollt.

 

Erstaunte Augen sich in Freude winden,

und jeder Sinn entfaltet seine Gier

um Gottes Allmacht in Natur zu finden,

die dort sich gnadenreich erweist in Zier.

 

Die Ernte wurde längst schon eingefahren,

die Mühen eines Sommers sind vorbei,

und was erblühte einst im Tau, dem Klaren,

verwelkt und stirbt, zerfällt im Einerlei.

 

Noch wandern güld‘ne Strahlen durch die Räume.

Das Sommersonnenlicht schon bald erlischt,

das sich im dürren Laub massiver Bäume,

schon totgeweiht, mit Winterboten mischt.

 

So wie verblassen all die Goldmomente,

die uns das Jahr beschert mit müder Kraft,

wird auch der Mensch nach seiner Herbsteswende

zuletzt von Todeshand hinweggerafft.

 

Du Menschenkind, verwende dein Erblühen.

Zu schnell entflieht die Zeit, die nichts dir zollt.

Im gold‘nen Herbst darfst‘ ernten noch dein Mühen

bevor du stirbst, wie alles - gottgewollt.

 




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