Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Aprilmorgen

 

Was klopft von draußen an die Scheiben,

am frühen Morgen im April,

und bildet Furchen, die beschreiben,

dass trüb der Tag beginnen will?

 

Erwacht bin ich mit stillem Ahnen

und die Erkenntnis fällt mir schwer:

Heut will der Tag den Weg sich bahnen

im Regenfluss, wie der vorher.

 

Die leise Hoffnung wird entschwinden,

die gestern mir noch war geschenkt,

dass neuer Tag im Sonnenwinken

beschwingt und leicht die Schritte lenkt.

 

Wann will beglücken warmes Scheinen,

das strahlend meinen Tag begrüßt?

Wann hört der Himmel auf zu weinen,

der nass und kalt die Erde küsst?

 

Doch zartes Zwitschern in den Zweigen,

im kahlen Baum am Wiesenrand,

will sicher wissend nicht verschweigen

des Winters Flucht vor Frühlingshand.

 

 

 

Dämmerschlaf

 

Mir scheint, als gäb es ein Erwachen.

Der Frühling macht ein Auge auf.

Im Vogelzwitschern, Sonnenlachen,

nimmt er den Rest von Schnee in Kauf.

 

Die Luft wird wärmer und bald summen

die ersten Bienen um ihn her,

mag sich nicht mehr im Schlaf vermummen,

doch Aufstehn fällt ihm noch sehr schwer.

 

Weit in der Fern - ein düstres Scheinen.

Sein Feingefühl zur Vorsicht rät.

Bald wird der Himmel wieder weinen,

mit Graupel er die Erd besät.

 

Schon wehen kräftig scharfe Winde,

von Norden her, herein ins Land

und flechten sich ein weiß Gebinde

aus Eis und Schnee mit kalter Hand.

 

Verschlafen reckt er sich im Bette,

riskiert noch einen kurzen Blick.

Mit leisem Seufzen auf der Stätte

sinkt er in Dämmerschlaf zurück.

 

Vergebens ist das Sonnenlocken,

der Frühling dreht sich um in Ruh.

Noch immer trägt er warme Socken

und macht erneut die Augen zu.

 

 

 

Frühlingssehnen

 

Bald weicht der Schnee von kalten Wiesen.

Noch trägt die Luft ein Winterkleid,

doch zarte Knospen kraftvoll sprießen.

Der Frühling naht, zur rechten Zeit.

 

Er lockt die Sonn aus ihrem Grauen,

benetzt die Welt mit seinem Hauch

und überall beginnt’s zu tauen,

auf kahler Bäume nacktem Strauch.

 

Die Vögel zwitschern ihre Lieder,

schon früh am Morgen mit Humor.

Ein Amselmann putzt sein Gefieder,

hüpft auf und ab vorm nahen Tor.

 

Wie gerne schau ich durch die Scheiben,

ersehn’ das bunte Frühlingsband.

Es wird die bleiche Trist vertreiben

und Farbe streuen übers Land.

 

 

 

 

Ich pfeife drauf

 

Ich huste mir die Lungen aus,

mein Kehlkopf ist ganz rauh.

Die Pollen müssen wieder raus,

sie stecken fest im Stau.

 

Die Stimme klingt wie tiefster Bass,

ich krächze wie ein Raab.

Vom Blütenexplosionenspaß,

die Nase voll schon hab.

 

Der Hals ist feuerrot und brennt,

von dieser Husterei.

Wohl dem, der Allergie nicht kennt,

er ist von all dem frei.

 

Nun pfeif ich aus dem letzten Loch,

in Asthma schwingt der Ton,

ein Lied vom Allergienjoch,

durchs Bronchialofon.

 

 

 

Mächte

 

Wenn milde Lüfte streichelnd wehen

und Sonnenschein den Schnee vertreibt,

kann man den Winter fliehen sehen,

von seiner Macht nichts übrig bleibt.

 

Schneeglöckchen sich gähnend recken,

der Märzenbecher lacht im Gras

und Morgentau will funkelnd decken

viel zartes Grün im kühlen Nass.

 

Narzissen mögen auch nicht warten,

sie drängen sich ans helle Blau

und über Nacht ist Wies und Garten

erblüht, in bunter Blumenschau.

 

Ein dürrer Halm, der kalt erstarrte,

im eis’gen Hauch von weißem Flaum,

lässt wieder wachsen grünen Barte

und schüttelt ab den Wintertraum.

 

Der Bach im Tal, man hört ihn fließen,

er plätschert fröhlich durch’s Gestein

und Knospen an den Zweigen sprießen

von kahlen Ästen, nah am Hain.

 

Erwachte Stimmen hell erklingen

im Echo, das den Wald durchschweift

und adlergleich, mit weiten Schwingen,

der Frühling sich das Zepter greift.

 

 

 



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