Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Die Eiche am Tor

 

Sie drohte dem Tod zu erliegen,

von quälendem Hunger geschwächt.

Vermocht noch im Wind sich zu wiegen,

doch ging es ihr zunehmend schlecht.

 

Woraus sie im Wachstum sich nährte,

schien ehemals reichlich zu sein.

Doch was sie zum Leben begehrte,

bot jetzt ihr nur kaltes Gestein.

 

Bald hielt‘ sie vertrocknende Zweige

ermattet zum Lichte empor.

Es gingen die Säfte zur Neige

in ihr, dieser Eiche am Tor.

 

Ein Baum kann nach Ferne nicht wandern,

verwurzelt steht fest er, gebannt.

Verkümmernd beschaut er die andern

in Weiten auf fruchtbarem Land.

 

Schon lang trug sie welkende Blätter

für den, der sich zu ihr gesellt‘.

Zum Schutze vor jeglichem Wetter

hatt‘ stets sie bereit sich gestellt.

 

Sie ahnte ihr baldiges Sterben,

an Kraft sie verdurstend verlor.

Der Boden ließ Wurzeln verderben,

von ihr, jener Eiche am Tor.

 

Doch flog in dem Wind ihre Klage

weit fort mit verklingendem Weh.

Ganz plötzlich spürt‘ Leben sie wage,

zu Füßen wie Frische vom See.

 

Erstaunt blickte rasch sie zu Boden

und sah eines Fremden Gestalt.

Er räumte hinweg, um zu roden,

die Steine mit sanfter Gewalt.

 

Schon nahm er viel nährende Erde,

bedeckte die Wurzeln ganz dick,

begoss sie in sanfter Gebärde

mit Liebe und Herzensgeschick.

 

Dann strich er ihr über die Rinde,

voll Güte, so kam es ihr vor,

und sprach in das Blättergebinde:

„ Ich liebe dich, Eiche am Tor.

 

Schon bald wirst du nicht mehr hier stehen.

Ich lass dich nicht sterben in Qual.

Man wird dich als Eiche besehen,

fortan bei mir unten im Tal.

 

Und muss ich beim Graben mich mühen,

bedrückt doch die Arbeit mich nicht.

Im Frühling wirst‘ wieder erblühen,

voll Blätter die Zweige im Licht.“

 

Seitdem hat sie vieles gesehen

und lange stand wartend sie still,

sich fragend; wann wird es geschehen,

dass endlich er holen sie will?

 

Heut kam er mit großem Gesinde
mit Äxten, geschliffen und scharf
und trennte den Stamm von der Rinde
für weiteren Brennholzbedarf.

 

Sie fiel unter mächtigen Hieben

und ließ es geduldig gescheh’n.

Nur Wurzeln sind übrig geblieben,

die leben und weiter besteh‘n.

 

 

 

Der Zauberbaum

 

Ein Blumenmeer füllt sich im Garten

von farbigem leuchtenden Schein

Gewächse, exotischer Arten,

bedecken so manches Gestein.

 

Ganz hinten am Rand von Rabatten

steht einsam ein uralter Baum

und wirft seinen schützenden Schatten

weit über den blumigen Saum.

 

Im Frühjahr, voll weiß‘ duftend‘ Blüten,

des Sommers steht grün er belaubt.

Viel Gold muss im Herbst er gut hüten,

das letztlich der Winter ihm raubt.

 

Doch wandert mit Blicken genauer,

im Baume gezielt man umher,

erkennt man in Ästen, auf Lauer,

bizarre Figuren und mehr.

 

Gleich vorne schwingt weit seine Flügel

ein Pferd, das dem Pegasus gleicht,

daneben, ein kleinerer Hügel,

den fliegend ein Vogel erreicht.

 

Und links zwischen knorrigen Zweigen

sitzt zart eine Elfe im Licht.

Man sieht sie nach hinten sich neigen,

ein Lächeln auf ihrem Gesicht.

 

Hoch oben,  ganz nahe am Wipfel,

thront frech in der Krone ein Wicht.

Der trägt eine Mütze mit Zipfel

hält offen ein Buch, oder nicht.

 

Wenn auch fantasievoll durchdrungen

dein Blick sich am Stamm dann verfängt,

erkennst  du zwei Menschen verschlungen,

wo einer dem andern sich schenkt.

 

Suchst abends du Ruhe und Stille

und setzest dich unter sein Dach,

vernimmst du zum Zirpen der Grille,

ein Rauschen, als wär dort ein Bach.

 

Doch muss vor dem Baum ich dich warnen.

Er kann dich verzaubern geschwind.

Versteht sich als Länder zu tarnen,

in denen viel Träume noch sind.

 

Willst du auf der Reise erwachen,

so kümmert ihn nicht dein Begehr.

Dann hörst du sein höhnisches Lachen

als Echo in blumigem Meer.

 

 

 

Das Tannenkind

 

Im Wald stand verborgen in Dichte

ein Tannenkind, hässlich und klein,

im Schatten von Zweigen der Fichte,

inmitten Gestrüpps und Gestein.

 

Ganz traurig mit spärlichen Ästchen

hat’s rüber nach großen geschaut,

in denen sich Vögel ihr Nestchen

zur Aufzucht der Kinder gebaut.

 

Heut trieben mit eisigen Winden

viel Flocken aus Schnee durch den Tann,

bedeckten die Zweige und Rinden

der Bäume in frostigem Bann.

 

Das Tännchen stand zitternd im Eise.

Ihm war ja so kalt und auch bang.

Da hört‘ es vom Himmel die Weise

der Engel als Chorliedgesang.

 

Bald tönten auch Glocken von Ferne

voll Ehrfurcht als nächtlich‘ Geläut.

Es sah tausend blinkende Sterne,

als schienen von Hand sie gestreut.

 

Ein Engel kam eilends geflogen,

stand plötzlich vorm Bäumchen im Grell

und sprach zu ihm - ist nicht gelogen-

„ Komm mit mir, erwählt bist du! Schnell!“

 

Dann grub er behutsam in Eile

mit Wurzeln das Tannenkind aus

und trug es nicht ganz eine Meile

zum Dorf aus dem Walde hinaus.

 

Das Bäumchen erblickte die Pforte

des Stall‘s an der Herberge gleich,

denn Sterne als Lichtereskorte

umstrahlten das hölzerne Reich.

 

Und als sie ins Innere kamen

voll Ehrfurcht und Andacht im Kalt‘,

da sah es als göttliches Amen

die himmlische Menschengestalt,

 

gewickelt in Windeln, im Tuche,

auf Stroh, neben Esel und Rind.

Das Wort im prophetischen Buche

ward‘ Fleisch und kam zu uns als Kind.

 

Das Tannenkind staunte im Lichte

als hässliches Bäumchen und klein.

Wer denkt, ich erfand die Geschichte,

der geh in den Stall nur hinein.

 

 

 

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Der Zauberbaum
 
So gefunden bei MosesSpace
 
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Ein Blumenmeer füllt sich im Garten
von farbigem leuchtenden Schein
Gewächse, exotischer Arten,
bedecken so manches Gestein
.
 
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Ganz hinten am Rand von Rabatten
steht einsam ein uralter Baum
und wirft seinen schützenden Schatten
weit über den blumigen Saum.

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Im Frühjahr, voll weiß‘ duftend‘ Blüten,
des Sommers steht grün er belaubt.
Viel Gold muss im Herbst er gut hüten,
das letztlich der Winter ihm raubt.

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Doch wandert mit Blicken genauer,
im Baume gezielt man umher,
erkennt man in Ästen, auf Lauer,
bizarre Figuren und mehr.
 
CAR+ (193)
 
Gleich vorne schwingt weit seine Flügel
ein Pferd, das dem Pegasus gleicht,
daneben, ein kleinerer Hügel,
den fliegend ein Vogel erreicht.

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Und links zwischen knorrigen Zweigen
sitzt zart eine Elfe im Licht.
Man sieht sie nach hinten sich neigen,
ein Lächeln auf ihrem Gesicht.

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Hoch oben,  ganz nahe am Wipfel,
thront frech in der Krone ein Wicht.
Der trägt eine Mütze mit Zipfel
hält offen ein Buch, oder nicht.

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Wenn auch fantasievoll durchdrungen
dein Blick sich am Stamm dann verfängt,
erkennst  du zwei Menschen verschlungen,
wo einer dem andern sich schenkt.

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Suchst abends du Ruhe und Stille
und setzest dich unter sein Dach,
vernimmst du zum Zirpen der Grille,
ein Rauschen, als wär dort ein Bach.
 
Golden_Dawn__SPEEDPAINT_01__by_Sean_D_Omega
 
Doch muss vor dem Baum ich dich warnen.
Er kann dich verzaubern geschwind.
Versteht sich als Länder zu tarnen,
in denen viel Träume noch sind.

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Willst du auf der Reise erwachen,
so kümmert ihn nicht dein Begehr.
Dann hörst du sein höhnisches Lachen
als Echo in blumigem Meer.

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