Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Erkennen

 

Ich trauer der Jugend nicht mehr hinterher

und schätze die Tugend. Sie fällt mir nicht schwer.

Hab weibliche Züge – ich bin halt `ne Frau

mit vielem genüge.  Trag gern es zur Schau.

 

Bin lebenserfahren, ich kenne es gut.

In mittleren Jahren Erlebensdrang ruht.

Zufrieden im Ganzen, man sieht es mir an.

Hab immer noch Chancen bei manch einem Mann.

 

Mir ist nicht mehr wichtig der jugendlich‘ Trend.

Das alles ist nichtig, wenn’s Leben man kennt.

Ich muss nicht mehr rennen, steh gern auch mal still,

kann Ziele benennen und weiß was ich will.

 

Hab Freude am Leben und Liebe noch satt,

so viel zu vergeben was Jugend nicht hat,

Verständnis mit  Güte und Waffen der Frau.

Auch Reife ist Blüte  - schau hin nur  genau.

 

 

 

Ein Blick zuviel

 

Ist es das Grün in Augen die erstrahlen,

vielleicht dies‘ Lächeln, das mich kosend streift.

Ein Sonnenstrahl in dem ich wollt mich aalen

ist kurzerhand zum Flammenmeer gereift.

 

Ist es das Blitzen, das aus dunkler Wolkendichte

so wie Stromschlag in mein Herz bald drang?

Ich stand  im Schatten weit entfernt vom Lichte,

vernahm nicht mehr der Vögel Frohgesang.

 

„Ein Blick zuviel“, so scheint es mir zu sagen,

das Schicksal, das für jeden steht bereit.

Will ich denn heute schon nach morgen fragen?

Man wird es sehen was sie bringt, die Zeit.

 

Noch wag ich angstvoll mich auf neue Pfade,

die sich verschlungen vor mir öffnen sacht.

Zwar scheint die Richtung mir im Grund nicht grade,

doch laufe ich  durch Träume einer Nacht.

 

 

 

 

Für Dorothea Z.

 

Memoriam

 

Sie war ein Stück mein Wegbegleiter,

mir wertvoll wie ein Diamant.

Nun führt ihr Schritt mit mir nicht weiter.

Sie ist am Ziel, das wohlbekannt.

 

Hat oft mir Trost und Mut gegeben,

niemals mir einen Rat verwehrt.

Voll Nächstenliebe war ihr Leben

und hat für sich nicht viel begehrt.

 

Wie sie ihr hartes Los getragen,

hat mich beschämt so manches Mal.

Nie hörte man sie schimpfen, klagen,

obwohl ihr Dasein war voll Qual.

 

In Gottes Hand sind wir geborgen.

Er trägt uns auf dem Lebensfluss.

Doch er bestimmt ob heut auch morgen,

wann jeder nicht mehr weiter muss.

 

Stumm sitz ich hier in meinem Zimmer

und Tränen netzen dieses Blatt.

Vergessen werde ich sie nimmer,

weil sie mir viel gegeben hat.

 

Wenn auch mein Herz will trauern heute

und kann es noch nicht ganz verstehn,

so weiß ich sicher voller Freude:

Bald werden wir uns wiedersehn.

 

 

 

Unbegehrt

 

Das Leben zieht an dir vorbei.

Es zerrt dich nur noch mit

und Alltag, Pflicht im Einerlei

hält eisern dabei Schritt.

 

Wie sehnst du dich nach Zärtlichkeit,

nach einem lieben Wort,

doch Kühle in Beständigkeit

steht regungslos vor Ort.

 

Die Jahre schreiten rasch dahin.

Dein Blick wird müd und matt.

Worauf noch warten, macht es Sinn?

Du hast auch Hoffen satt.

 

Erfahrung hat es dich gelehrt,

Enttäuschung dich verbog,

Sehr wenig hast‘ für dich begehrt

und man dich drum betrog.

 

Vereinsamt liegst du in der Nacht.

Er neben dir im Bett,

der über deine Tränen lacht.

Sex macht es doch nicht wett.

 

Du blickst zurück so manches Mal,

auf das, was euch verband.

Erkennend wird es dir zur Qual:

es hat nicht mehr Bestand.

 

Nur Schein, Fassade um dich her.

Du nimmst es einfach hin,

verschließest dich bald immer mehr.

Ist das des Lebens Sinn?

 

Dein Herz ist traurig, unbegehrt.

Nicht wertvoll, drum allein?

Ist denn sein Sehnen grundverkehrt?

Es wird nie anders sein.

 

 

 

Traumgespenster

Müde winken frühe Stunden.
Neuer Tag verhüllt sich grau.
Mond und Sterne, längst verschwunden.
Auf den Wiesen, frischer Tau.

Kühle Luft weht durch mein Fenster.
Offen steht es Tag und Nacht,
denn viel bunte Traumgespenster
kommen, gehen, unbewacht.

Wer vermag sie fest zu binden?
Singend, leicht sie bald entfliehn.
Wo kann ich die wiederfinden,
die mit Wolkenschiffen ziehn?

Eines scheint mir doch zu bleiben,
schwebt als Luftschloss im Gemach,
ohne Türen, ohne Scheiben,
ohne Boden, ohne Dach.

Langsam spür ich meine Sinne.
Das Erwachen hässlich, kalt.
Traumgespenster sangen Minne.
Wirklichkeit erhält Gestalt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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