Lyrische Momente mit Anette Esposito
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Abendstille am See

 

Hinter Bäumen sich versteckt

der kleine See geschickt.

Mit Abendrot er sich bedeckt,

von gold’ner Sonn’ gestrickt.

 

Auf dem stillen, klaren Nass

schwimmt stolz ein weißer Schwan

und durch das hohe grüne Gras

schleicht sich ein Fuchs heran.

 

Im Schilf des Sees, es raschelt sacht,

verborgen  ist’s vor’m Blick.

Dort quakt ein Frosch das Lied zur Nacht

mit kunstvollem Geschick.

 

Ins Tal zieht sanfte Ruhe ein

in dieser Abendstund’

und bald dreht heller Mondenschein

am Himmel seine Rund’.

 

Vom kleinen See herüberweht

ein feiner Gräserduft.

Am seichten Ufer Dämmerung steht.

Nacht streift durch die Luft.

 

Abendspaziergang

 

Menschenleer ist’s in den Gassen,

der Tag neigt müd’ sein Haupt.

Bald wird Dämm’rung ihn erfassen,

die seine Kraft ihm raubt.

 

An stummen Häusern geht entlang

mit mir erquickend’ Ruh

und ein geheimnisvoller Klang

deckt alles Mühen zu.

 

Mein Blick fällt auf ein Ährenfeld,

der Abendwind wiegt’s sacht,

wo schweigend sich hinzugesellt

das Ahnen feuchter Nacht.

 

Der Horizont, im Flammenmeer,

ertränkt sein zartes Blau

und über Wiesen legt sich schwer

des Nebelschleiers Grau.

 

Es scheint, als würd’ von Künstlerhand

mir dieses Bild gemalt,

das, zart umhüllt von gütig’ Band,

hingebungsvoll erstrahlt.

 

Mit Dankbarkeit leg ich mich gern

in diese Hand hinein,

die liebend aus des Himmels Fern’,

begleitet alles Sein.

 

 

 

Der See

 

Stumm liegt der See im Abendrot

verborgen, hinter Bäumen.

Am Uferrand, das kleine Boot

wiegt sich in sanften Träumen.

 

Auf dunklem Grund verbirgt das Nass

vorm Licht so manch’ Geheimnis.

Verwegen streift durch hohes Gras

die Macht der Finsternis.

 

Dämmerung schleicht um das Herz

und hält es bald gefangen,

Seele voller Angst und Schmerz,

in ihr keimt leis’ Verlangen.

 

Begraben soll auf ewig sein

der Kummer ihres Lebens.

Vom Grund zieht heller Sonnenschein

die Seele nicht vergebens.

 

Willenlos versinkt in Wellen

Verzweiflung, Angst und Not.

Im See, voll düsteren Gesellen,

verbirgt sich lauernd - Tod.

 

 

Dämmerung

 

Die Sonne streut Gold über das Land.

Der Tag setzt sich zur Ruh.

Langsam zieht er zurück seine Hand,

deckt sich mit Dämmerung zu.

 

Bunte Farben tanzen nun um mich her.

Meine Seele saugt sich dran fest.

Mich davon zu lösen, fällt mir sehr schwer.

Das Licht bald die Erde verlässt.

 

Düfte und Töne entfliehen ganz leise,

die tags unsre Sinne verführen.

Meine Augen gehen mit auf die Reise,

um einen Traum zu berühren.

 

Still breitet sich eine Decke aus Grau,

wohin meine Augen auch sehen.

Die frischen Lüfte wehen jetzt lau.

Sie werden bald schlafen gehen.

 

Dunkel bedeckt nun das Licht der Sonne.

 die Nacht ringt mit dem Tag,

der, eben erfüllt noch voll Wonne,

in goldener Sonne lag.

 

Das Seufzen des Tages ist fast verklungen.

Die Nacht schreitet sicher voran.

Sie hat die Welt in sich verschlungen,

zieht alles fest in ihren Bann.

 

In den neuen Tag, der noch schlafend liegt,

leg ich all mein Hoffen hinein.

Wenn er, früh am Morgen, die Nacht besiegt

wird auch mein Leben hell wieder sein.

 

 

 

Sonnenuntergang

 

Dort, wo der Himmel der Erd’ reicht die Hand,

wo man nur hinschauen kann,  liegt das Land.

Da geht sie unter mit rotem Glanz,

versinkt in einem Abschiedstanz.

 

Die Sonne geht schlafen mit all ihrer Pracht,

gibt die Bühne frei für die kommende Nacht.

Der Tag geht zu Ende mit seiner Hast,

die Erde liegt stumm von Ruhe erfasst.

 

Zur Sichel geformt, am Himmel erscheint

der Mond, der Nacht und Sterne vereint.

Dämmerung kriecht herein ins Land,

noch sieht man der Sonne letzten Rand.

 

Gleich ist sie weg und will sich ruh’n,

um morgen erneut ihre Arbeit zu tun.

Die Straßen sind alle wie leergefegt,

kein Lufthauch, der Bäume und Blätter bewegt.

 

Die müden Menschen, klein und groß,

legen die Hände in ihren Schoß,

befreien sich von allen Lasten,

vom Tagesstress und stet’gem Hasten.

 

Ein Eulenruf zu mir herweht,

sie spricht gerade ihr Morgengebet.

Am Tag sie sich vor der Sonne versteckt

und nachts gerne Mäuschen erschreckt.

 

Erfrischende Kühle, kostbar und teuer,

vertreibt letztendlich der Sonne Feuer.

Feuchtigkeit legt sich nun übers Gras

und macht die trockene Erde nass.

 

Der Blumen Kelche sind  verschlossen,

sie haben heute die Sonne genossen.

Im Schlaf sie ihr Haupt zur Erde legen,

träumen dem neuen Morgen entgegen.

 

Vergessen ist bald die Tagesschwüle,

Erholung verspricht uns die nahende Kühle.

Ein leichtes Frösteln mich nun überfällt,

auch ich geh jetzt schlafen…

 

gute Nacht liebe Welt!

 

 

 

DIE PIAZZA

 

Die Piazza liegt in tiefem Schlummer,

es ist schon weit nach Mitternacht.

Vergessen sind nun Freud’ und Kummer,

die ihr der Tag vorbeigebracht.

 

Die Lichter sind davon gegangen,

Musik und Tanzen längst verstummt.

Nacht hat alles eingefangen,

den Mond am Himmel bleich vermummt.

 

Sie liebt das ewig bunte Treiben,

schaut sich gern das Leben an,

könnte viel’ Geschichten schreiben

über sich und jedermann.

 

Bis zum kühlen späten Abend

saßen Männer auf den Bänken

beim Kartenspiel, mit Wein sich labend,

um sich vom Tage abzulenken.

 

Sie sah Kinder, die mit Bällen

fröhlich auf dem Pflaster hüpften

und wie manch düstere Gesellen

der Polizia doch entschlüpften.

 

Den Verliebten, eng umschlungen,

im Licht der alten Gaslaternen,

hat sie Lieder vorgesungen

von Sehnsucht und von weiten Sternen.

 

Wenn auch am Tag die heiße Sonne

erbarmungslos hernieder stach,

liegt sie nun in sel’ger Wonne

und wird im Morgenrot erst wach.

 

In ihrem Schoß ein Baum, ein stummer,

sich wiegend ihren Schlaf bewacht.

Die Piazza liegt in tiefem Schlummer,

es ist schon weit nach Mitternacht.

 

  

 

 

Stille Hoffnung

 

Wieder ist ein Tag vorbei,

der bald von Nacht umhüllt.

Stille Hoffnung bricht entzwei,

die er nicht hat erfüllt.

 

Sacht, in aller Heimlichkeit,

entfliehen Tagesszenen.

Zögernd greift nun Dunkelheit

nach unerfülltem Sehnen.

 

Bald verblasst manch heiß’ Begehren,

erliegt dem sanften Traum.

Willig lässt es sich verzehren

von unendlich weitem Raum.

 

Im Schlaf versinken Leid und Kummer,

befreiter schlägt manch’ Herz.

Friede segnet sanft den Schlummer,

stillt hoffnungsvoll den Schmerz.

 

Vergessen sind für eine Nacht

des Tages Glück und Sorgen.

Mit stiller Hoffnung stets erwacht

ein neuer Tag - ein Morgen.

 

 

Dunkler Gesell

 

Noch zeigt sich der Himmel in dunkelndem Blau,

schon winkt die Dämm’rung, gestreckt ihre Hand.

Der Horizont taucht seinen Pinsel ins Grau

und malt weißen Wolken ein düster’ Gewand.

 

Was willst du schon hier, du Herrscher der Nacht?

Der Tag ist noch lang nicht zum Gehen bereit.

Sieh nur die Sonn’, wie von fern sie doch sacht

ihn liebevoll schmückt mit goldenem Kleid.

 

Er wiegt sich zu gern doch im abendlich’ Schoß,

lässt willig sich kosen von wärmendem Strahl,

möcht noch verweilen, für kurze Zeit bloß,

dann kannst’ ihn erhaschen, er hat keine Wahl.

 

Jetzt öffnest du lauernd dein hungriges Maul,

suchst bald ihn zu schlingen mit gieriger Hast,

schnaubst vor dich hin wie ein wütender Gaul

dem’s Zaumzeug zwischen den Zähnen nicht passt.

 

Ach, wart noch ein wenig, du schwarzer Gesell,

schau dir die Vielfalt der Farben doch an,

wenn er vor dir tänzelt in schwindendem Hell,

bevor du ihn ziehst in den nächtlichen Bann.

  

 

 

Im Mondlicht

 

Wenn ich am Abend heimwärts gehe

und hoch zum Mond am Himmel sehe,

dann höre ich im silbern Licht,

wie er ganz leise zu mir spricht:

 

„Dein Liebster, der in weiter Ferne

nun auch hinaufsieht in die Sterne,

schickt seinen Liebesgruß mit mir,

den soll ich übergeben dir.

 

Ich weiß auch, dass dein Herz verzagt,

dass Liebe schmerzend an dir nagt,

dass er so weit von dir getrennt,

das gleiche Weh der Liebe kennt.“

 

Dann fühl ich, wie mit seinem Licht

er sanft berührt mein Angesicht

und mir erscheint es sonderbar,

als nähm ich dich im Licht gewahr.

 

Egal, mein Liebster, wo du bist,

mein Herz ist dort, wo deines ist,

und meine Liebe gilt nur dir,

bist du auch ferne und ich hier.

 

 

 

Jeder Stern ist ein Gebet

 

Ein Sternenheer am Himmelzelt

erleuchtet uns die Nacht

und in die Dunkelheit der Welt,

in der sich Angst dazugesellt,

wird helles Licht gebracht.

 

In Zeiten, wenn ein Haupt sich senkt,

wird ein Gebet zum Stern,

der Dank und Bitte strahlend lenkt,

dorthin, wo Liebe wird verschenkt,

zu unsrem Gott, dem Herrn.

 

Ich weiß, ich stehe nicht allein

im Zwiegespräch mit Gott.

Es müssen viele Beter sein,

voll Freude, Kummer, Angst, allein,

in Krankheit, Sorgen, Not.

 

Mit jedem wächst die große Macht

der himmlisch hellen Zahl,

die uns begleitet durch die Nacht

und funkelnd unsren Schlaf bewacht

im stillen Erdental.

 

 

 

 

Wiegenlied

 

(meinen Enkelkindern gewidmet)

 

In neblig’ graues Schweigen

hüllt sich der Mond heut Nacht,

als wolle er nicht zeigen,

wie man den Schlaf bewacht.

Von zartem Vlies verborgen,

versteckt sein Angesicht,

erwartet er den Morgen

in mattem gold’nen Licht.

 

Geformt zur feinen Sichel

steht er am Himmel still,

schaut auf den kleinen Michel,

der noch nicht schlafen will.

Die Sterne winken müde

durch’s Schleierwolkenzelt

und blicken voller Güte

herab, auf unsre Welt.

 

Im großen Sterngetümmel

spricht jeder sein Gebet

zu unsrem Gott im Himmel,

der über Welten steht.

Auch hegen sie die Bitte,

wie’s fromme Menschenkind:

„ Herr, bleib in unsre Mitte,

dass wir geborgen sind“.

 

Ein Wiegenlied sie singen

dem kleinen Knaben sacht.

Es wird ihn träumend bringen

durch’s Dunkel dieser Nacht.

Der Tag ist eingeschlafen,

liegt nun in sel’ger Ruh

im sich’ren Himmelshafen.

Drum schlaf mein Kind auch du.

 

 

 

 

 

Verlorene Illusion

 

Song

(Melodie: Albano Carrisi: "è la mia vita"

 

Mitternacht - noch lieg ich träumend wach,

denke über manche Jahre nach.

Viele meiner Lebensstunden,

ohne Freude, voller Wunden,

ziehen durch die Stille im Gemach.

 

Tränen in Erinnerung entsteh’n.

Oft hab ich die Hoffnung nicht geseh’n.

War vom Schicksal ich erkoren,

nicht zum Glücklichsein geboren?

Manchmal kann ich vieles nicht verstehn.

 

Refrain

 

Wie oft fühl ich alleine mich und kalt.

Mein Traum, der hoffnungslos zerfällt

wird Staub und mit dem Morgenwind verwehn.

Sehr schnell verrinnt die Zeit, der Tag wird alt.

Auch das, was uns zusammen hält

in unsrem Leben,

wird wie das Licht vergehn

Barfuss schleiche ich mich in die Nacht,

weine in den Mond, der silbern lacht.

Spür den kalten Wind mich greifen,

Einsamkeit im Herzen reifen,

den Gedanken, der in mir erwacht.

 

Fliegend trägt das Leben mich davon.

Jung geblieb’nen Träumen fehlt der Lohn.

Sehe meine Zeit zerrinnen,

möchte wieder neu beginnen,

suchen nach verlor’ner Illusion.

 

Refrain

 

Auch  wenn die Nacht noch düster mir erscheint,

so will ich doch den Himmel sehn,

mit dem ein junger Morgen sich umhüllt

und das, was sich in Liebe scheu vereint,

wächst im Vertrauen und Verstehn –

und in die Dämm’rung

wird neues Licht gefüllt.

 

 

 

 

 



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