Bericht vom 25.03.2011



Was so alles passieren kann!


Eine etwas andere Glosse


Als der Fußball in England erfunden wurde, gab es keine Schiedsrichter.

Diese waren überflüssig, denn es war ein Spiel für Gentleman.

Selbstverständlich ging man davon aus, dass sich jeder einzelne an die Regeln hält.

Fouls waren nicht vorgesehen. Nun sind die Engländer bekannt für ihren Kampfgeist

und einen Hang zu körperbetonten Sportarten. Schon bald wurden Schiedsrichter eingesetzt,

um Auswüchse auf dem Platz zu unterbinden. Ein Strafenkatalog für rohes Spiel wurde eingeführt.

Somit weiß man seit dem 19. Jahrhundert, dass es beim Fußball zur Sache gehen kann.

Oftmals sind Schürfwunden die Folge. Wer von uns hat sich nicht die Knie oder Ellenbogen 

aufgescheuert oder eine kleine Risswunde zugezogen. Das ist doch ganz normal.


Plätze gehören gepflegt. Dazu gehört auch  das Düngen der Rasenflächen,

um dem strapazierten Gras zu besserem Wachstum zu verhelfen.

Dabei greift man auf konzentriere Düngemittel zurück, um einen optimalen Erfolg zu erzielen.

Es ist löblich, dass die Gemeinde und unser Platzwart diese Platzpflegemaßnahme durchgeführt haben.

Nur sollte man peinlichst darauf achten, dass die Plätze dann gedüngt werden,

wenn keine Spiele anstehen. Käme nämlich dieser Dünger in offene Wunden,

könnte dies bei ausbleibender Behandlung zu erheblichen gesundheitlichen Folgen führen,

wie Entzündungen, allergischen Reaktionen usw..

Der Dünger sollte tunlichst nicht in die Augen kommen, was ja auf jeder Packung steht.

Nun verfügt der Rapid über zwei Plätze, die zu unterschiedlichen Zeiten benutzt werden.

Der Trainingsplatz unter der Woche, der Stadionplatz am Wochenende zu den Spielen.

Man hätte demnach keine Probleme beide Plätze so zu düngen,

dass der Trainings- und Spielbetrieb nicht beeinträchtigt werden würde.


Gestern durften wir nun erleben, dass beide Plätze gedüngt wurden und zwar an einem Spieltag.

Es stellt sich für mich die Frage, ob es den Verantwortlichen egal ist,

ob ein gesundheitliches Risiko für Spieler,

hier Kinder, besteht oder ob erst gar nicht darüber nachgedacht wird.


Wenn es terminlich nicht anders geht, würde auch eine Benachrichtigung ausreichen,

denn Spiele auf dem Kleinfeld sind schnell verlegt. Es sind ja meist Nachbarschaftsduelle.

Ein kurzer Anruf würde genügen.

So mussten wir, die U11 und U13,  kurz vor Spielbeginn feststellen,

dass unsere Plätze streng genommen nicht bespielbar sind.

Unsere Gäste waren bereits angereist und wollten spielen.

Dafür hier nochmals ein herzlicher Dank an die Sportfreunde aus Unterhohenried und Krum.


Das Risiko für Verletzungen tragen in diesem Falle wir Trainer.

Sollte etwas passieren, würde es sofort heißen,

warum habt ihr denn auch gespielt. Ihr kennt ja die Risiken.


Gott sei Dank ist alles gut ausgegangen. Die Spiele wurden gewonnen und keiner hat sich verletzt.

Was bleibt ist ein fader Beigeschmack.

Unsere Gäste werden sich zu Recht fragen, bei was für einem Verein sie zu Gast waren,

der für Kinder Gefahrenquellen schafft.

Aber auf den Ruf eines Vereins kommt es, zumindest einigen, wohl nicht an.

Und wir Trainer? Ist ja alles gut gegangen, also warum die Aufregung.

So ein Artikel ist ja sicherlich viel schlimmer als ein bisschen Kunstdünger auf einem Rasen.

Es gibt viele Arten einem Trainer die Lust an seinem Hobby zu nehmen.

Die meisten sind mir nach 13 Jahren an der Seitenlinie bekannt. 

Das Schaffen eines Haftungsrisikos durch Verantwortliche ist mir neu.

Ach ja! In meinen bisherigen Vereinen waren Plätze nach dem Düngen von Vereinsseite gesperrt,

zumindest für einen Tag. Aber die haben sicherlich auch alle übertrieben.


Bleibt mir als Trainer noch übrig, mich bei den Eltern und Spielern

für das Spielen auf gedüngtem Rasen zu entschuldigen.

Also nichts für ungut. Es ist ja nichts passiert.


Bernd Raulff


















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